NAI – Nachrichten aus Israel Montag, 30. September 2013

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Geheimdienst verhaftet iranischen Spion mit belgischem Pass

Montag, 30. September 2013 |  Nina Giesecke  
 

Der israelische Geheimdienst „Shin Bet“ hat einen iranischen Spion mit Kontakten zur Terrorszene festgenommen. Das gaben Sicherheitskreise jetzt bekannt. Der Mann namens Ali Mansouri (55), ein Belgier mit iranischen Wurzeln, sei bereits Anfang des Monats im internationalen Ben-Gurion-Flughafen in Israel verhaftet worden. Der Verdacht gegen ihn habe sich nun erhärtet: Mansouri soll nach Behördenangaben von den iranischen Revolutionsgarden rekrutiert worden sein. Die sind unter anderem für mehrere Terroranschläge gegen israelische Ziele auf der ganzen Welt verantwortlich. Der Geheimdienst veröffentlichte ein Foto, das den mutmaßlichen Spion in kurzen Hosen an einer Strandpromenade zeigt.

Mansouri hatte das Heilige Land bereits mehrere Male unter dem dem Deckmantel seiner belgischen Identität besucht, um die Beziehungen mit einigen Unternehmern aus Tel Aviv zu vertiefen. Laut israelischem Geheimdienst hätten diese Aktivitäten lediglich zur Verschleierung dessen gedient, was Mansouri in Wahrheit vorhatte: Weitere Informationen über mögliche Anschlagsziele in Israel in Erfahrung zu bringen. So habe er beispielsweise die amerikanische Botschaft in Tel Aviv aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert. Nach Angaben des Shin Bet hat der Iran dem Mann eine Million US-Dollar als Lohn angeboten, um Israel auszuspionieren. Bei der Vernehmung Mansouris kristallisierte sich heraus, dass seine belgische Staatsbürgerschaft – er war zeitweise mit einer Belgierin verheiratet – für den Iran interessant und letztlich ausschlaggebend gewesen sei, um ihn zu rekrutieren.

Das Thema weckte ebenfalls das Interesse der Medien im Iran: Eine Zeitung deutete dort an, Israel habe die Verhaftung jetzt bekannt gegeben, um den Iran zu dämonisieren, nachdem der Besuch des neuen iranischen Präsidenten Rohani bei den Vereinten Nationen so erfolgreich verlaufen sei.

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Justizministerin Livni wirbt für die Zwei-Staaten-Lösung

Montag, 30. September 2013 |  Tommy Mueller  
 

„Wir können Israel lieben und gleichzeitig für Frieden kämpfen.“ Das erklärte Israels Justizministerin und Verhandlungsführerin mit den Palästinensern, Zipi Livni, bei einer Konferenz in Washington (Foto). „Lassen Sie es mich ganz klar sagen: Der einzige Weg, um Israels Werte als jüdisch-demokratischer Staat zu sichern ist, die Idee einer Zwei-Staaten-Lösung für zwei Völker zu übernehmen“, unterstrich die Politikern vor Vertretern einer pro-israelischen Lobbygruppe. Frieden und Sicherheit seien keine Gegensätze. Israel lebe in einer brutalen Nachbarschaft, und dies werde sich durch ein Friedensabkommen nicht ändern. Livni erinnerte an den Rückzug aus dem Gazastreifen, für den Israel mit Terrorangriffen belohnt worden sei. „Aber die Antwort darauf darf nicht sein, dass wir nichts tun. Wir dürfen nicht aufgeben“, forderte die 55-jährige frühere Mossad-Agentin.

Zipi Livni erläuterte, viele arabische Staaten in der Region hätten gemeinsame Interessen mit Israel. Der Konflikt mit den Palästinensern verhindere aber eine Zusammenarbeit. Ein Frieden schaffe neue Möglichkeiten, um Bündnisse zu schließen.

Die Zwei-Staaten-Lösung ist innerhalb der israelischen Regierung umstritten. Ministerpräsident Netanjahu hatte sich dafür ausgesprochen, mehrere Mitglieder seiner Regierung – darunter Wohnungsbauminister Uri Ariel und Wirtschaftsminister Naftali Bennett – sind strikt dagegen. Die nationalreligiöse Siedlerbewegung pocht darauf, dass Gott auch das von den Palästinensern beanspruchte Westjordanland – das biblische Judäa und Samaria – den Juden zugesprochen habe. Die Palästinenser argumentieren, Israel verhindere mit dem Bau von jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten, dass ein lebensfähiger Staat „Palästina“ entstehen könne. Die Palästinenser fordern, dass in ihrem künftigen Staat generell keine Juden leben dürfen. Ein weiterer Streitpunkt bei der Zwei-Staaten-Lösung ist die Zukunft von Jerusalem. Die Palästinenser möchten den arabisch geprägten Ostteil der Hauptstadt, einschließlich Altstadt, Tempelberg und Klagemauer, abtrennen und zur Hauptstadt ihres Staates machen. Die große Mehrheit der Israelis lehnt dies ab.

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Kurznachrichten

Montag, 30. September 2013 |  NAI-Redaktion  
 

+++ Ministerpräsident Netanjahu trifft sich heute in New York mit US-Präsident Obama, um über die Iran-Politik zu sprechen. Netanjahu hat angekündigt, er wolle angesichts der Charme-Offensive des iranischen Präsidenten Rohani Klartext reden und von Obama die Zusage bekommen, dass Israel sich jederzeit selbst verteidigen dürfe. Morgen spricht Netanjahu vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Im Bild Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara bei der Ankunft in New York. +++ Der geistliche Führer der sefardisch-orthodoxen Schass-Bewegung, der 93-jährige Rabbiner Ovadia Yosef, liegt im Sterben. Über 40.000 Schass-Anhänger eilten zur Klagemauer, um für ihn zu beten. +++ Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat erstmals einen Ägypter als „Gerechten unter den Nationen“ gewürdigt: Dr. Mohamed Helmy hatte während des Zweiten Weltkriegs in Berlin Juden vor den Nazis gerettet. +++ Die israelische Justiz ermittelt gegen zwei ehemalige israelische Soldaten. Der Militärstaatsanwalt wirft ihnen vor, im März 2012 einen Palästinenser misshandelt zu haben. Der Mann war illegal vom Gazastreifen nach Israel gelangt. Ihm wurden die Augen verbunden, dann wurde er verprügelt. Ein Soldat hatte den Vorfall mit seinem Mobiltelefon gefilmt. +++ Das Technion in Haifa, eine der angesehensten Hochschulen in Israel, hat eine Spende aus China zugesagt bekommen. Es geht um 130 Millionen US-Dollar – die höchste Spende, die jemals einer israelischen Universität zugute kam. Mit dem Geld soll eine Kooperation mit der chinesischen Shantou-Universität aufgebaut werden, berichtet das Wall Street Journal. +++

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Israel-Video des Tages: Unter Spielplätzen im Libanon …

Montag, 30. September 2013 |  NAI-Redaktion  
 

Die israelische Armee geht ungewöhnliche Wege, um auf die Krisenregion im Norden aufmerksam zu machen. In der Grenzregion zum Libanon sind jüdische Dörfer durch die Hisbollah-Terroristen bedroht, die vom Iran unterstützt werden. Das heutige Video ist ein verfilmtes Comic, das zeigt, wo die Hisbollah vorzugsweise ihre Waffenarsenale versteckt, in diesem Fall unter einem Kinderspielplatz. Weitere beliebte Verstecke sind nach Armeeangaben zivile Wohngebäude und Krankenhäuser.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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