NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 26. September 2013

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Das Hauptstadt-Dilemma: Israels Politiker verharren in Tel Aviv

Donnerstag, 26. September 2013 |  NAI-Redaktion

Israels Politiker, gleich welcher Coleur und Position, reden gerne darüber, wie unaufgebbar die Hauptstadt-Eigenschaft Jerusalems sei. Jährlich tritt am Jerusalem-Tag das Kabinett zusammen und verkündet neue Entscheidungen zur politischen Stärkung der Hauptstadt. Aber es sind nur leere Worte: Nach Recherchen von israel heute wird der historische Regierungsbeschluss vom 13. Mai 2007 nicht eingehalten, wonach alle Ministerien und Regierungsinstitutionen aus dem Küstengebiet um Tel Aviv (Foto) binnen acht Jahren nach Jerusalem umziehen sollen.

Der Staat Israel nutzt in Tel Aviv größere Flächen als in Jerusalem. Im Küstengebiet von Tel Aviv sind es 860.000 Quadratmeter, in Jerusalem 645.000. In Haifa, Israels nördlicher Hafenstadt, nutzt die Regierung 590.000 Quadratmeter, nur 55.000 weniger als in der Hauptstadt.

Das Tel Aviver Kulturleben zieht die Staatsbediensteten in seinen Bann. Kein Regierungschef haut auf den Tisch und verlegt alle Regierungsämter nach Jerusalem. Seit 2007 wurden überall neue Regierungsgebäude gebaut, nur nicht in der Hauptstadt. Aus den einschlägigen Protokollen geht hervor, welch abstrusen Ausreden manche Behörden gegen einen Umzug ins 60 Kilometer entfernte Jerusalem anführen. Das Mapping-Zentrum des Bau- und Wohnungsministeriums weigert sich umzuziehen, weil man den hundert angestellten russischen Neueinwanderern ein „zweites Auswanderungs-Trauma“ ersparen wolle. Das Verkehrsministerium sitzt in Holon, südlich von Tel Aviv. Ein Umzug nach Jerusalem würde, so behauptet man dort, die Mitarbeiter „verwirren“. Eine Abteilung des Erziehungsministeriums erklärte, dass keiner der Angestellten bereit sei, nach Jerusalem mitzukommen. Alle würden eher ihre Arbeitsstellen aufgeben, besonders die vielen Mütter. Ihnen sei nicht zuzumuten, täglich nach Jerusalem zu fahren. So muss Jerusalem nach Schätzung von Fachleuten auf rund 30.000 gut bezahlte Angestellte verzichten. Ihr Umzug würde der Hauptstadt auch wirtschaftlich spürbar helfen.

Wenn das eigene Volk um keine Ausrede verlegen ist, weshalb die Regierungsämter nicht in Jerusalem sein müssen, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn die Welt Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt wahrnehmen möchte.

Der vollständige Artikel findet sich im aktuellen israel heute-Magazin. Hier klicken für mehr Informationen!

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Israel kommt Palästinensern entgegen: 5000 zusätzliche Arbeitserlaubnisse

Donnerstag, 26. September 2013 |  NAI-Redaktion
Im Zuge der aktuellen Friedensgespräche macht Israel den Palästinensern weitere Zugeständnisse. Man werde weiteren 5000 Palästinensern erlauben, in Israel zu arbeiten. Das gab der Minister für internationale Beziehungen, Yuval Steinitz, am Mittwoch bekannt. Auch die Öffnungszeit am Grenzübergang Allenby-Brücke zwischen dem sogenannten Westjordanland und Jordanien solle verlängert werden. Darüber hinaus werde der Import bestimmter Baumaterialien in den Gazastreifen erlaubt, erläuterte Steinitz am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern waren im August nach einer dreijährigen Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Nun beklagt „Amnesty international“, dass es in den Palästinensergebieten zu fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen komme. Überraschenderweise sitzt dieses Mal nicht Israel auf der Anklagebank, sondern die Palästinenserpolizei.

Die Polizei und die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde müssten damit aufhören, unnötigerweise rohe Gewalt gegen Demonstranten einzusetzen, fordert Amnesty. Die Palästinenserführung unternehme nichts gegen die ungesetzlichen Angriffe auf friedliche Protestierer. Bei Tumulten in Ramallah seien in diesem Sommer fünf Demonstranten von palästinensischen Polizisten krankenhausreif geschlagen worden. Palästinenserpräsident Abbas habe eine Untersuchung angekündigt – und es dabei bewenden lassen. Zuvor hatten Vertreter der Menschenrechtsorganisation bereits die Vollstreckung von dubiosen Todesurteilen durch die islamistische Hamas-Regierung im Gazastreifen kritisiert.

Immer wieder wird Israel als „Menschenrechts-Verletzer“ und „Aggressor“ im Nahen Osten an den Pranger gestellt. Dabei ist der Judenstaat die einzige Demokratie in der Region, die den Ansprüchen an einen Rechtsstaat genügt. Und was die Aggressionen angeht, töten sich die Muslime vorwiegend gegenseitig. Mehr als elf Millionen Muslime sind seit 1948 im Nahen Osten bei Kriegen ums Leben gekommen. Im israelisch-arabischen Konflikt waren es 46.000, das entspricht lediglich einem halben Prozent. Neun von zehn muslimischen Todesopfern sind somit von Muslimen getötet worden.

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Kurznachrichten

Donnerstag, 26. September 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Tausende von ultraorthodoxen Juden haben zum Ende des siebentägigen Laubhüttenfestes das traditionelle Hoshana Rabbah-Gebet gesprochen. Sie trugen dabei Gebetsmäntel und vier Pflanzenarten: Etrog (Zitrusfrucht) und Lulaw (Palmzweig) stehen für das volle Leben in Glück und Gottesliebe. Myrthe und Bachweide repräsentieren die menschlichen Schwächen. Die „vier Arten“ symbolisieren auch die Einheit des Volkes Israel. +++ Die israelische Fluggesellschaft El Al stellt von heute an ihre Flüge zwischen dem Ben Gurion-Flughafen bei Tel Aviv und Eilat am Roten Meer ein. Wegen Terrorgefahr an der ägyptischen Grenze waren die Flugrouten beim Landeanflug auf Eilat geändert worden. Laut El Al sind die neuen Routen für Düsenflugzeuge nicht geeignet. Andere Fluggesellschaften, die Propellermaschinen einsetzen, fliegen den Badeort weiterhin an. +++ Die israelische Oppositionsführerin Shelly Yacimovich von der linksorientierten Arbeiterpartei hat empfohlen, den bisherigen Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat wiederzuwählen. Dessen Gegenkandidat Moshe Leon von der rechten „Haus Israel“-Partei werde von „korrupten Leuten“ unterstützt. Für Leon hatten sich führende Rabbiner ausgesprochen. Jerusalem wählt am 22. Oktober ein neues Stadtoberhaupt. +++ Israel ist bei seinen Nachbarn nicht gerade beliebt. Aber nun wird ausgerechnet ein israelisches Internet-Video in den arabischen Ländern überaus populär: Der vom israelische Gesundheitsdienst produzierte Film zeigt jungen Müttern, wie sie ihr Neugeborenes stillen sollen. Das Video erschien auch in arabischer Sprache. Während es 45.000 Zugriffe aus Israel gab, wurde es in arabischen Ländern über eine Million Mal angeklickt. Allein in Saudi-Arabien hatte das Still-Video über eine halbe Million Zuschauer. +++

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Israel-Video des Tages: „Danke! Wir lieben Euch!“

Donnerstag, 26. September 2013 |  NAi-Redaktion
„Toda raba! Ohavim otchim!” – „Danke sehr! Wir lieben Euch!“, rufen die Soldaten, während sie die Soldaten-Sommerpakete überreicht bekommen, die Sie, liebe Leser, gespendet haben. Sehen Sie dazu das heutige Video! Diese Solidaritätsbekundung ist eine moralische Unterstützung, die mehr denn je gebraucht wird.

Direkt zum Video hier klicken!

Erst vor ein paar Tagen wurde ein israelischer Soldat in einem Palästinenserdorf hinterrücks ermordet, israel heute berichtete. Ein weiterer Soldat wurde in Hebron im Dienst von einem Scharfschützen regelrecht hingerichtet – auch hier berichtete israel heute.

Seien Sie gewiss, dass Ihre Sommerpakete genau dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden! Mit Ihrer Gabe unterstützen Sie junge Menschen, die mit ihrem Leben für den jüdischen Staat Israel einstehen. Wir danken Ihnen von Herzen, dass auch Sie sich beteiligen!

Für mehr Informationen klicken Sie hier!

 

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