NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 25. September 2013

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Ölsuche auf den Golanhöhen: Ein Projekt mit politischer Sprengkraft

Mittwoch, 25. September 2013 |  Stefanie Reinhardt

Die Golanhöhen machen seit Monaten Schlagzeilen aufgrund ihrer Nähe zum Bürgerkriegsland Syrien. Doch bald könnte die Region im Norden Israels die Wirtschaftsnachrichten dominieren: In der Gegend werden Ölvorkommen vermutet. Damit könnte man ein Vermögen verdienen. Das sagt der Vorsitzende der „Genie Israel Holdings“, der frühere Knessetabgeordnete, Minister und Brigadegeneral Ephraim Eitam. Sein Unternehmen bekam von der israelischen Regierung die Erlaubnis, Probebohrungen durchzuführen. Damit darf erstmals seit 20 Jahren ein Konzern auf dem Golan nach Öl suchen.

„Genie Israel Holdings“ plant, an zehn verschiedenen Stellen in der Region Probebohrungen vorzunehmen. Laut Eitam werden zunächst elektromagnetische und seismische Tests durchgeführt. Dann sollen die Ergebnisse analysiert werden. Erst danach kann entschieden werden, wo gebohrt wird.

Die israelischen Bohrungen auf dem Golan haben politische Sprengkraft. Die internationale Gemeinschaft sieht die Golanhöhen als besetztes syrisches Gebiet an. Israel eroberte die syrische Hochebene während des Sechs-Tage-Krieges im Jahr 1967. 1981 wurde das Gebiet von Israel annektiert. Für den jüdischen Staat ist die Region militärstrategisch wichtig. Von Stellungen auf den Golanhöhen kann die syrische Artillerie weite Teile Nordisraels beschießen, was sie vor 1967 auch regelmäßig getan hat. Syrien betrachtet den Golan als syrisch-arabisches Territorium.Unter der Regierung von Baschar al-Assad wurde der Status Quo erhalten, die Grenze war überwiegend ruhig. Die Ölbohrungen könnten nun weitreichende Konsequenzen haben. Denn die Ausbeutung des Untergrundes eines besetzten Gebietes durch die eine Besatzungsmacht ist völkerrechtlich verboten. Die internationalen Anti-Israel-Proteste sind jetzt schon absehbar.

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Netanjahu: Wir lassen uns vom Iran nicht zum Narren halten

Mittwoch, 25. September 2013 |  NAI-Redaktion
Die Charme- und Lächel-Offensive  des neuen iranischen Staatspräsidenten Hassan Rohani macht auf Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wenig Eindruck. Die Politik der islamischen Republik habe sich nicht geändert, betonte Netanjahu in New York.Weder Israel noch die Welt sollten sich durch die moderaten Töne des iranischen Präsidenten zum Narren halten lassen. Netanjahu hatte angeordnet, dass die israelischen Diplomaten die Vollversammlung der Vereinten Nationen verlassen, wenn Rohani ans Rednerpult tritt. Netanjahu erinnerte daran, dass sich der iranische Politiker erst in der vergangenen Woche geweigert habe, den Holocaust als historisches Geschehen anzuerkennen.

Mittlerweile schwenkte Rohani um: In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN bezeichnete er den Holcaust als „verwerfliches Verbrechen gegen Juden.“ Netanjahu ist davon überzeugt, dass es Rohani in erster Linie darum geht, die Sanktionen gegen die Mullahs in Teheran zu beseitigen. „Wie zuvor schon Nordkorea, drängt nun der Iran auf eine Lockerung der Sanktionen als Belohnung für kosmetische Zugeständnisse“, so Netanjahu. Gleichzeitig werde weiter an der schnellen Herstellung einer Atombombe gearbeitet.

Rohani hatte in seiner Rede vor den Vereinten Nationen in New York unterstrichen, der Iran sei ausschließlich an einer friedlichen Nutzung der Kernenergie interessiert, alles andere stehe „im Widerspruch zu unseren religiösen Überzeugungen.“ Der Präsident bezeichnete den Iran als einen Anker des Friedens im instabilen Ozean des Nahen Ostens.Für Stirnrunzeln sorgte in Israel die Rede des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Der hatte erklärt, die Diplomatie der USA konzentriere sich auf zwei Punkte: das Streben des Iran nach Atomwaffen und den arabisch-israelischen Konflikt. Diese beiden Punkte seien schon zu lange die Ursache für die Instabilität in der Region. Begrüßt wurde hingegen, dass der „historische Handschlag“ zwischen Obama und Rohani ausblieb und auch der US-Präsident forderte, der Iran müsse seinen Worten nun auch Worten nun auch Taten folgen lassen.

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Kurznachrichten

Mittwoch, 25. September 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Zehntausende Israelis und Besucher aus aller Welt sind am Dienstag beim jährlichen Jerusalem-Marsch mit Musik und Fahnen durch die Straßen der Hauptstadt gezogen. Sie wurden von begeisterten Zuschauern bejubelt. Besonderen Applaus bekamen die israelischen Soldaten und die Teilnehmer der Internationalen Christlichen Botschaft. +++ Rund zwei Dutzend Parlamentarier aus aller Welt haben die Europäische Union aufgefordert, ihren Boykott von jüdischen Institutionen in den Palästinensergebieten und auf den Golanhöhen zu überdenken. Das Ausgrenzen jüdischer Einrichtungen in den sogenannten „besetzten Gebieten“ sei diskriminierend und schade dem Friedensprozess. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Abgeordnete aus den USA, Südafrika und Guatemala. +++ Mehrere Dutzend arabische Jugendliche haben am späten Dienstag nachmittag beim Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt randaliert. Sie warfen mit Steinen auf Polizisten, worauf zwei junge Männer festgenommen wurden. Kurz zuvor hatte ein jüdisches Ehepaar, das mit ihrem vierjährigen Jungen unterwegs war, Todesangst: Sie wurden in einem arabischen Viertel von Jerusalem in ihrem Auto von arabischen Schlägern angegriffen, konnten aber entkommen. +++ Zahlreiche jüdische Pilger wollten heute, am letzten Tag des Laubhüttenfestes, auf dem Jerusalemer Tempelberg beten. Doch alle Juden mussten das Gelände bereits nach einer Stunde auf Drängen der Polizei wieder verlassen. Grund waren steinewerfende Muslime, die Pilger und Polizisten in Gefahr brachten. +++ Der Reigen der israelischen Festtage geht weiter: Morgen, Donnerstag, ist Schemini Azeret, auch Schlussfest genannt. Dieser Feiertag schließt das Laubhüttenfest (Sukkot) ab. Am Freitag wird dann Simchat Thora gefeiert, das Fest der Gesetzesfreude. Nach dem Schabbat am Samstag ist dann der kommende Sonntag der nächste reguläre Arbeitstag. +++

 

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Israel-Video des Tages: Die aktuellen TV-Nachrichten

Mittwoch, 25. September 2013 |  Tommy Mueller
Zwischen europäischen Diplomaten und israelischen Soldaten ist es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen. Das ist eines der Themen, die sich in der aktuellen Ausgabe der israel heute-Fernsehnachrichten finden. Zu sehen sind auch Aufnahmen der Armee, die deutlich machen, dass palästinensische Extremisten kleine Kinder dazu bringen, israelische Soldaten zu provozieren. Die Nachrichtensendung wird unter anderem von Bibel TV ausgestrahlt und erreicht so das ganze deutschsprachige Europa über Satellit, Kabel und Antenne. Die aktuelle Folge zeigen wir Ihnen jeweils hier als Video.

 

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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