Radikal-islamische Terroranschläge fordern 150 Tote

 

Pakistan und Kenia

Radikal-islamische Terroranschläge fordern 150 Tote

Radikal-islamische Terroranschläge fordern 150 Tote

Karte: wikipedia/michael w.

Peschawar/Nairobi (idea) – Bei Terroranschlägen extremistischer Muslime in Pakistan (Südasien) und Kenia (Ostafrika) sind etwa 150 Menschen ums Leben gekommen. Vor der katholischen Allerheiligen-Kirche im pakistanischen Peschawar sprengten sich am 22. September nach der Sonntagsmesse zwei Selbstmordattentäter in die Luft. Sie rissen mindestens 78 Personen in den Tod. Bei dem blutigsten Anschlag auf Christen in dem überwiegend muslimischen Land wurden ferner etwa 100 Kirchgänger verletzt. Die Attentäter sollen laut Augenzeugen auch Handgranaten geworfen und Pistolenschüsse abgegeben haben. Der Anschlag ereignete sich, als die Gottesdienstbesucher die 130 Jahre alte Kirche verließen, um an einer Armenspeisung teilzunehmen. In der 3,6 Millionen Einwohner zählenden Stadt, einer Hochburg muslimischer Extremisten, leben etwa 70.000 Christen. In Pakistan kommt es immer wieder zu gewalttätigen Anschlägen auf die Christen. Außerdem werden sie wegen falscher Anschuldigungen oft zu Opfern der Blasphemiegesetze. Sie stellen die Beleidigung des Islam und des Propheten Mohammed unter Strafe. Pakistanische Politiker wie Minister Shabhaz Bhatti oder Gouverneur Salman Taseer, die sich gegen diese Gesetze ausgesprochen hatten, wurden 2011 ermordet. Von den 174 Millionen Einwohnern Pakistans sind etwa 95 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen sowie zwei Prozent Hindus und der Rest Sikhs, Buddhisten und Anhänger anderer Religionen.

Miliz will Somalia von Christen „säubern“

Bei einem Überfall der somalischen Terrorgruppe el-Shabab (die Jugend) auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind 68 Menschen getötet und 175 verletzt worden. Etwa zehn bis 15 Kämpfer der radikal-islamischen Miliz, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung steht, drangen am 21. September mit Maschinengewehren und Handgranaten in das Zentrum ein, in dem sich rund 1.000 Käufer befanden. Sie brachten zahlreiche Geiseln in ihre Gewalt und verschanzten sich in einem Supermarkt. Kenianische Elitetruppen versuchten, die Geiseln zu befreien. Unter den Todesopfern befinden sich auch Briten, Franzosen, Kanadier und Niederländer. Offenbar richtete sich der Überfall gegen „westliche“ Einflüsse und jüdische Geschäfte. Zudem verlangt die Shabab-Miliz den Abzug kenianischer Truppen aus Somalia. Die schätzungsweise 7.000 Mitglieder zählende Terrorgruppe will das Land am Horn von Afrika von Christen „säubern“. In den vergangenen sechs Jahren haben die Shabab-Kämpfer über 18.000 Zivilisten getötet. Doch inzwischen müssen sie mit Widerstand von der somalischen Regierung rechnen. Auch haben islamische Gelehrte jüngst ein Rechtsgutachten (Fatwa) erlassen, das die Terrorakte als „unislamisch“ verurteilt. Von den 9,4 Millionen Einwohnern Somalias sind 99,7 Prozent Muslime und 0,3 Prozent Christen.

 

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