NAI – Nachrichten aus Israel Montag, 9. September 2013

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Israel rettet verwundeten Syrern das Leben – und schweigt

Montag, 9. September 2013 |  Aviel Schneider

Der syrische Diktator Assad hat gedroht, Israel zu vernichten, falls er von den USA angegriffen wird. Das hält Israel nicht davon ab, zahlreichen im Bürgerkrieg verwundeten Syrern das Leben zu retten. Bis Anfang September hat Israel über 150 syrische Verletzte in seinen Krankenhäusern behandelt, darunter das Rambam-Hospital in Haifa (Foto), Siv in Safed und Poria bei Tiberias. Fast täglich fliehen verwundete Syrer an den syrisch-israelischen Grenzübergang Kuneitra auf den Golanhöhen und flehen dort um Hilfe.

Die israelischen Medien berichten von einer syrischen Großmutter, die mit ihrer neunjährigen Enkelin nach Israel geflohen ist, weil Assads Truppen alle Wege zu den Krankenhäusern in Syrien blockierten. In Israel wurde das syrische Mädchen zuerst im Poria-Krankenhaus behandelt und schließlich in die chirurgische Abteilung des Rambam-Hospitals gebracht. Namen dürfen nicht veröffentlicht werden, weil die Syrer schließlich wieder in ihr Heimatland zurückkehren müssen. Ein anderer Syrer in einem israelischen Krankenhaus erzählte im israelischen Rundfunk, dass er nichts Böses in Israel vorgefunden habe: „Assad ist derjenige, der Syrien und Israel spaltet“, erklärte er, „die meisten Araber in Israel, auf den Golanhöhen und Palästina, stammen ursprünglich aus Syrien. Wenn die Grenzen offen wären, hätten wir die Freiheit, uns gegenseitig zu besuchen.“

Der Direktor des Poria-Krankenhauses, Prof. Jakov Farbstein, unterstrich, dass seine Ärzte alle Patienten gleichberechtigt behandelten, egal woher sie kommen: „Wir sehen in jedem Verletzten einen Menschen. Es ist unsere Pflicht und Aufgabe, diesen Menschen in Not zu helfen!“ In Privatgesprächen lobten die in Israel behandelten Syrer Israels menschliche Hilfe und betonten immer wieder, dass Israelis gnädiger als Araber seien: „Zu Hause in Syrien werden wir abgeschlachtet und bei unseren Feinden, den Israelis, finden wir Zuflucht“, betonte ein 30-jähriger Syrer, der mit seinem schwerverletzten Bruder nach Israel gekommen ist. Aus taktischen Gründen hat Israel bisher jegliche offizielle Stellungnahme in Bezug auf das Feldlazarett im Grenzlager 105 auf den Golanhöhen verweigert.

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„Storch-Spion“ nach Freilassung in Ägypten erlegt und gebraten

Montag, 9. September 2013 |  Tommy Mueller
Das war nicht die Woche von Menes, einem Weißstorch, der auf dem Nil unterwegs war, um Futter zu suchen. Der Vogel fiel einem ägyptischen Fischer auf, weil er ein technisches Gerät an seinen Beinen trug. Der Mann schaltete blitzschnell: Der Storch muss ein israelischer Spion sein, darauf aus, in Ägypten Daten zu sammeln. Datensammeln steht ja derzeit bei Geheimdiensten hoch im Kurs. Menes, wie der Storch von den Ägyptern genannt wurde, wurde sofort eingefangen und landete – wie die meisten enttarnten Spione – hinter Gittern. Nachforschungen der Behörden ergaben jedoch, dass Menes Gerätschaft keineswegs vom israelischen Geheimdienst Mossad stammte, sondern von Wissenschaftlern, die damit die Flugroute der Störche dokumentierten.

Nachdem Menes Unschuld somit bewiesen war, wurde er rasch auf freien Fuß gesetzt. Vogelschützer erwarteten, dass der Storch nun in ein fischreiches Naturschutzgebiet im Süden Ägyptens ansteuern würde. Doch Menes entschied sich für eine naheliegende Insel im Nil. Damit war sein Schicksal besiegelt, wie die englische Zeitung The Guardianberichtet: Menes wurde erlegt und landete in einem ägyptischen Kochtopf. Das Essen von Störchen sei durchaus üblich, hieß es dazu von Seiten der enttäuschten Vogelschützer. Zumindest machten sie nicht Israel für Menes Tod verantwortlich. Was verwundert, denn die Ägypter hatten sich in den vergangenen Monaten beklagt, Israel würde Kampf-Haie in ihren Gewässern aussetzen uns Spionage-Adler über dem Land der Pharaonen kreisen lassen. Eine Art Massen-Paranoia. Da brat mir doch einer einen Storch …

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Kurznachrichten

Montag, 9. September 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Die israelische Armee hat eine Raketenabwehr-Stellung des Typs „Eiserne Kuppel“ nach Jerusalem verlegt (Foto). Das Militär erklärte dazu, dies sei routinemäßig ohne speziellen Anlass erfolgt. Auch bei Tel Aviv wurden Abwehr-Raketen in Stellung gebracht. +++ Das Kabinett hat beschlossen, die Zahl der Arbeitsbewilligungen für Palästinenser in Israel um 5000 zu erhöhen, so dass nun 40.000 Palästinenser in Israel arbeiten dürfen. Eine Arbeitserlaubnis in Israel ist bei Palästinensern sehr begehrt, weil jüdische Arbeitgeber in der Regel deutlich höhere Löhne zahlen als palästinensische. +++ Der frühere israelische Staatspräsident Moshe Katzav durfte erstmals das Gefängnis für 24 Stunden verlassen, um seine Familie und eine Synagoge zu besuchen. Katzav ist wegen Vergewaltigung und weiterer Sexualdelikte zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er sitzt seit einem Jahr und neun Monaten im Gefängnis und bestreitet die Taten bis heute. +++ Die islamistische Hamas-Terrororganisation, die im Gazastreifen regiert, will dort eine Ausbildungsstätte für Marinesoldaten einrichten. Das gab Hamas-Innenminister Fathi Hammad bekannt. Die Palästinenser haben bislang keine Kriegsschiffe. +++ Jüdische Siedler haben am Sonntag vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Netanjahu demonstriert. Sie wehren sich dagegen, dass Siedlungen in Judäa und Samaria zugunsten eines Palästinenserstaates geräumt werden sollen. +++

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Israel-Video des Tages: Mitten in Tel Aviv

Montag, 9. September 2013 |  NAI-Redaktion

Die Dizengoff-Straße liegt im Herzen von Tel Aviv. Hier pulsiert das Leben in Läden und Cafés, trendigen Mode-Boutiquen und uralten Ladengeschäften. Das Video hat die einmalige Atmosphäre der Mittelmeer-Metropole eingefangen, zeigt die Bauhaus-Architektur und das Verkehrschaos rund um den berühmten Feuer-und-Wasser-Brunnen im Zentrum der quirligen Großstadt.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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