NAI – Nachrichten aus Israel Freitag, 6. September 2013

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„Operation Taubenflügel“: Einwanderung aus Äthiopien abgeschlossen

Freitag, 6. September 2013 |  Anat Schneider
Mit der Ankunft von 450 Juden aus Äthiopien in Israel ist die Einwanderung aus dem afrikanischen Land nun offiziell beendet. Es waren die letzten Juden aus Äthiopien, die Israel offiziell mit Hilfe der Jewish Agency ins Heilige Land brachte. In den 1980er Jahren waren unter anderem 8000 Äthiopier als Teil der „Operation Mosche“ eingeflogen worden, in den 1990ern brachte „Operation Solomon“ rund 14.000 äthiopische Juden nach Israel. Diese letzte Operation unter dem Namen „Taubenflügel“, die vor drei Jahren begann, beendet ein einzigartiges Kapitel in der Geschichte Israels mit der Heimkehr von 7000 Juden ins Gelobte Land. Für viele Einwanderer gab es emotionale Wiedersehen mit Familienmitgliedern, die sich untereinander zum Teil jahrelang nicht gesehen hatten. Israels Bauminister Uri Ariel erklärte: „Es gibt kein anderes Volk auf der Welt, das sich so um die Integration seiner Volksgenossen aus aller Welt kümmert. Ich bin berührt, ein Teil davon sein zu können.“ An dieser Stelle wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein herzliches Dankeschön aussprechen! Viele von Ihnen haben sich schon an der Spendenaktion für bedürftige äthiopische Juden beteiligt und das macht Sie zu Teilhabern, die sich um die Integration kümmern! Mit Ihren großen Herzen und der unendlichen Liebe für das Volk Israel haben Sie Teil an dieser wunderbaren gegenseitigen Verantwortung!

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Natan Sharansky, begrüßte die Neuankömmlinge mit folgenden Worten: „Nach 2800 Jahren in der Diaspora seid ihr endlich zuhause. Willkommen!“ Auch Rabbi Yechiel Eckstein, Präsident der Internationalen Gemeinschaft von Christen und Juden, brachte zum Ausdruck, wie viel ihm an der Einwanderung der Juden liegt: „Ich bin sehr bewegt und stolz darauf, Teil der Einwanderung der äthiopischen Juden in das Land Israel zu sein.“

Die Büroräume der Jewish Agency wurden mit dem Abschluss der äthiopischen Einwanderung geschlossen. Für verbliebene Juden wird eine Einwanderung (Alijah) nur noch in Einzelfällen bearbeitet.

Um den äthiopischen Juden den Start in ein neues Leben in Israel zu erleichtern, engagiert sich israel heute mit Hilfs- und Lebensmittelaktionen, an denen Sie teilhaben können! Sehen Sie sich das heutige Video über eine Verteilaktion mit von Ihnen gespendeten Lebensmitteln an: Hilfe, die genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird!

Bitte vergessen Sie auch gerade zu den hohen jüdischen Feiertagen die Ärmsten der Armen nicht! Klicken Sie hier, wenn Sie sich beteiligen möchten!

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Kurznachrichten

Freitag, 6. September 2013 |  Tommy Mueller

+++ Viele Israelis haben das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana in Parks und Wäldern verbracht. Wanderer und Radfahrer freuten sich über das schöne Spätsommerwetter, Familien nutzten die Feiertage, um im Freien zu grillen. Andere verbrachten den Tag mit Fastenspaziergängen und Gebeten. +++ Das berühmte Gemälde des Renaissance-Künstlers Sandro Botticelli „Die Verkündigung von San Martino“ wird nun doch nicht im Jerusalemer Israel-Museum zu sehen sein. Die italienischen Behörden, die das Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert für einige Monate ausleihen wollten, haben ihre Zusage zurückgenommen. Begründet wurde dies mit der angespannten Situation im Nahen Osten. +++ Israelische Mittelschüler an staatlich-religiösen Schulen müssen künftig keinen Sexualkunde-Unterricht besuchen. Auf Bitten von orthodoxen Lehrern wurde ein Kapitel über menschliche Fortpflanzung, Schwangerschaftsverhütung und Geschlechtskrankheiten aus dem Biologie-Lehrbuch entfernt. +++ Die Palästinenser haben die USA aufgefordert, bei den Friedensverhandlungen mehr Druck auf Israel auszuüben. Nabil Sha’at, ein Mitglied des Zentralkomitees der Fatah-Partei von Präsident Abbas, erklärte in einem Interview: „Israel hat in den vergangenen eineinhalb Monaten keinerlei Angebote auf den Tisch gelegt.“ Stattdessen gehe der Siedlungsbau weiter, klagte der Palästinenser-Sprecher. +++

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Israel-Video des Tages: Leser-Hilfe für äthiopische Neueinwanderer

Freitag, 6. September 2013 |  NAI-Redaktion

Rosch Haschana hat die Reihe der Feste im Monat Tischri eröffnet. Alle wissen, dass man wegen der Feiertage mehr Geld für Lebensmittel ausgeben muss. israel heute ist im Auftrag der Leser, die eigens dafür gespendet haben, zum Einwanderer-Wohnzentrum nach Mevasseret Zion bei Jerusalem gefahren und hat dort Lebensmitteltüten verteilt, damit die Neueinwanderer die Feste gebührend feiern können.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

israel heute-Mitarbeiter Rami Levi war sehr beeindruckt, als er sah, wie sehr sich die Einwanderer über diese Zuwendungen freuten. Auf die Frage, ob sie in Israel glücklich sind, antworteten sie: „Ja, wir sind sehr glücklich. Obwohl wir es hier auch nicht einfach haben und finanzielle Probleme uns bedrücken, leben wir lieber hier als in Äthiopien.“

Allen Lesern wünschen die äthiopischen Juden „Chag Sameach“ – fröhliche Festtage! „Möget Ihr gesund sein und immer mehr als genug haben und auch weiterhin zum Segen werden.“

Ein Einwanderer-Paar, das erst vier Tage im Land ist, erklärte: „Wir wussten gar nicht, dass es hier solche Unterstützung gibt, wir sind sehr beeindruckt. Wir wünschen Euch, dass der Allmächtige Euch mit Gesundheit und Reichtum segnen möge, um weiterhin Gutes tun zu können.“

In der Bibel heißt es: „Wer segnet, der wird gesegnet werden“! Möge Gott reichen Segen über Ihnen allen ausschütten!

Für Informationen über die Hilfsaktion hier klicken!

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