NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 5. September 2013

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Palästinenser: Israel muss uns Gasmasken zur Verfügung stellen

Donnerstag, 5. September 2013 |  Tommy Mueller

Die Palästinenser im sogenannten Westjordanland fordern, dass der israelische Staat sie mit Gasmasken ausstattet. Dies unterstrich der Sprecher der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde, Adnane al-Dumairi. Israel hatte in den vergangenen Wochen an seine Bevölkerung verstärkt Gasmasken verteilt. Anlass waren Drohungen aus Syrien. Das Assad-Regime hatte angekündigt, im Falle eines Angriffs der USA Vergeltung gegen Israel zu üben. Da man dem syrischen Diktator zutraut, auch Giftgas einzusetzen, hatte es einen großen Ansturm auf die Gasmasken gegeben.

Nun erklärte ein Sprecher der Autonomiebehörde, Israel müsse auch die Palästinenser in den so genannten „besetzten Gebieten“ mit Gasmasken ausstatten: „Falls es in der Region Krieg gibt, ist Israel als Besatzungsmacht für die Sicherheit der palästinensischen Zivilisten verantwortlich“, hieß es. Israelische Sicherheitskräfte befürchten hingegen, dass die Gasmasken bei gewalttätigen Anti-Israel-Demonstranten genutzt werden könnten – die waren bislang von den Sicherheitskräften oft mit Hilfe von Tränengas aufgelöst worden.

Zu Wort gemeldet haben sich auch Vertreter der rund 220.000 in Israel lebenden Ausländer, darunter viele arme Gastarbeiter und Asylsuchende. Sie verlangen ebenfalls, Gasmasken zu erhalten. Zudem ist unklar, inwieweit Gasmasken für Touristen zur Verfügung stehen. Ein Armeesprecher erklärte dazu, Israel sei darauf vorbereitet, seine Bürger zu schützen. Im Ernstfall erhielten Ausländer vom Heimatfront-Kommando genaue Anweisungen und Unterstützung in den verschiedensten Sprachen.

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Uralte Kupferminen unter Kontrolle von David und Salomo

Donnerstag, 5. September 2013 |  Miriam Kuhlmann

Jahrelang wurde davon ausgegangen, dass die berühmten Kupferminen im Timna-Park (Foto) in der südisraelischen Wüste von den alten Ägyptern betrieben worden waren. Nun konnten Archäologen jedoch nachweisen, dass die Minen von Edomitern betrieben und den Israeliten überwacht wurden – so wie es auch schon in der Bibel steht. Möglich wurde diese Entdeckung durch moderne Technik. Laut dem Archäologenteam aus Tel Aviv lag der Höhepunkt des Kupferabbaus im zehnten Jahrhundert vor Christus. In dieser Zeit herrschten die Könige David und Salomo. Festgestellt wurde das Dank der C-14-Methode – einer Technologie, die es noch nicht gab, als die Stätte zum ersten Mal untersucht worden war. „Zwei Statuen alter Ägypter empfangen jeden, der durch den Eingang geht,“ erklärte Dr. Erez Ben-Yosef. „Dennoch wurde der gesamte Ort ‚König Salomos Minen‘ genannt. Eine Bezeichnung, die der mythologische Archäologe Nelson Glueck in den 1930er Jahren prägte. Der Begriff wurde jedoch schon in den 1960er Jahren wieder abgeschafft.“ Laut Ben-Yosef wurde der Begriff verworfen, nachdem der antike Tempel der ägyptischen Gottheit Hathor in der Nähe der Minen gefunden worden war.

Der Altertums-Wissenschaftler Beno Rothenberg sah den Hathor-Tempel als Beweis, dass der gesamte Bereich vom späten 14. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 12. Jahrhunderts vor Christus vom neuen ägyptischen Königreich aus unterhalten wurde. „Rothenberg war ein exzellenter Archäologe, aber die C-14-Methode gab es noch nicht, als er seine Recherchen durchführte.“, so Ben-Yosef.

Das Team aus Tel Aviv benutzte elf Proben – zehn Dattel-Samen und einen Oliven-Kern – aus den hunderten Samen und Knochen, die im sogenannten „Sklavenhügel“ gefunden wurden. Dort sollen die Sklaven gelebt haben, die in der Mine arbeiteten. Diese Annahme war jedoch immer umstritten. Ben-Yosef warnte, dass diese neue Entdeckung nicht beweisen kann, wer tatsächlich dort arbeitete. „Es gibt keinen Beweis, der nahelegt, dass Salomo oder David wirklich an dieser Stätte waren. Und wir konnten keinerlei Tongefäße aus Jerusalem entdecken. Aber das ist auch in Ordnung. Akzeptiert man die biblische Geschichte, so haben die Israeliten die Minen nie selbst unterhalten.“

„Die Geschehnisse in der Bibel stimmen mit den Funden am Sklavenhügel überein. Es ist denkbar, dass die Bevölkerung nahe der Mine eine antike Gruppe der Edomiter war. Diese standen unter Jerusalemer Kontrolle, als David mit seinen Eroberungen begann,“ erklärte Ben-Yosef. „Ich glaube, Jerusalem hatte eine Garnison dort stationiert, deren Aufgabe es war, das Gebiet zu verteidigen und von den Edomitern Steuern einzutreiben.“

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Kurznachrichten

Donnerstag, 5. September 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Ungewöhnlicher Besuch im Hafen von Haifa: Das amerikanische Kriegsschiff USS San Antonio (Foto) legte in der israelischen Küstenstadt an, um aufzutanken. Die Besatzung nutzte die Gelegenheit für Landausflüge, unter anderem nach Jerusalem. Das Kriegsschiff verstärkt in nächster Zeit die Flotte der US-Navy im Mittelmeer. +++ Die israelische Armee hat im Mittelmeer ihr Raketenabwehrsystem getestet. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass eine Rakete des Typs Sparrow („Spatz“)“ als Ziel für einen Abschuss abgefeuert wurde. Das Raketenabwehrsystem Arrow („Pfeil“) habe die Zielrakete erfolgreich verfolgt. Der Test fand in Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften statt. Der Raketenstart war zuerst von russischen Medien gemeldet worden und hatte wegen der angespannten Lage in Syrien für Aufsehen und Spekulationen gesorgt. +++ Eine Umfrage zum Jahreswechsel hat ergeben, dass 51 Prozent der Israelis die Spannungen zwischen säkularen und ultraorthodoxen Juden für den schwierigsten Konflikt innerhalb der israelischen Gesellschaft halten. Zwei Drittel der Befragten sprachen sich dafür aus, Einkaufszentren außerhalb der Städte auch am Schabbat zu öffnen. +++ Die ägyptische Armee hat nach Medienberichten 95 Prozent der Schmuggeltunnel zerstört, die in den Gazastreifen führen. Nun suchten Soldaten nach weiteren Tunneln, deren Zugänge in Gebäuden versteckt sind. +++

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Israel-Video zum Feiertag: Shana Tova aus dem Heiligen Land!

Donnerstag, 5. September 2013 |  NAI-Redaktion

In Israel ist heute Feiertag: An Rosh HaShana, dem jüdischen Neujahrsfest, bleiben Geschäfte und Ämter geschlossen, öffentliche Busse und Straßenbahnen fahren nicht. Das Neujahrsfest dient zur Besinnung und Vergebung, zum Abschließen mit dem Vergangenen und dem Anfang von Neuem. Zu Beginn des Jahres 5774 hat der Staat Israel dieses Video veröffentlicht. Es zeigt kurze Eindrücke aus dem Heiligen Land, das hoffnungsvoll in dieses neue Jahr geht. Shana Tova (Ein glückliches neues Jahr!) aus Israel!

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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