NAI – Nachrichten aus Israel Freitag, 30. August 2013

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Briten rechtfertigen Hisbollah-Terror

Freitag, 30. August 2013 |  NAI Redaktion

Israel hat einen scharfen Protest bei der britischen Regierung gegen ihren Botschafter im Libanon, Tom Fletcher, eingelegt, der sagte, die Aufnahme des militärischen Flügels der Hisbollah in die europäische Liste von Terrororganisationen habe nichts mit deren „Widerstand“ gegen Israel zu tun hat.

Fletchers Bemerkungen wurden in einem Interview mit der libanesischen Al-Monitor Nachrichtenagentur veröffentlicht, nachdem die EU im vorigen Monat entschieden hatte, den militärischen Flügel der Hisbollah endlich als Terrororganisation zu klassifizieren, ein Schritt, den viele arabische Staaten schon lange getan hatten.

Fletcher sagte: „Die Entscheidung der EU hat nicht vor, dem „Widerstand“, wie er von Hisbollahführer Nasrallah definiert wird, zu schaden.“ Der Begriff „Widerstand“ ist ein ein im Nahen Osten benutztes Synonym für terroristische Aktivitäten gegen Israel.

Jerusalem war über diese Bemerkungen entrüstet, da sie Angriffe der Hisbollah gegen israelische Zivilisten in der Vergangenheit und der Zukunft legitimieren.

Der israelische Botschafter in Großbritanien, Daniel Taub, traf ranghohe britische Regierungsbeamte, um den israelischen Protest persönlich zu übermitteln. Die Briten verwarfen die Israels Protest jedoch und behaupteten, Fletcher sei ein „sehr erfahrener Botschafter und in seine Aussage zeige keine Unterstützung für Widerstandsoperationen gegen Israel .“

In Jerusalem wird die britische Antwort als absolut inakzeptabel angesehen.

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Zwangsevakuierung nur für Juden?

Freitag, 30. August 2013 |  Aviel Schneider

Die internationale Gemeinschaft verlangt von Israel, jüdische Siedler aus der Streitzone zu evakuieren. Wohlgemerkt: Nur aus Judäa und Samaria will man die Siedler evakuiert sehen. Dabei gibt es etliche Siedlungskonflikte, zu denen die internationale Gemeinschaft sich still verhält. Jeder von ihnen hat seinen politischen, historischen oder religiösen Hintergrund. Hinter dem jüdischen Siedlungskonflikt steckt die Bibel. Mit oder ohne Absicht wird dieser deswegen anders gerichtet.

Man verurteilt nur die jüdischen Siedlungen, nicht aber christliche oder muslimische Siedlungskonflikte, wie in Georgien, Zypern und Marokko. Dies zeigt eine Studie des amerikanischen Professors Eugene Kontorovich von der North Western-Universität. „Die internationale Gemeinschaft mischt sich in keinen Konflikt so intensiv und einseitig ein wie in den jüdischen Siedlungskonflikt“, stellt Kontorovich darin fest.

Politische Siedlungskonflikte können erst seit dem August 1949 als solche beschrieben werden, als die Vierte Genfer Konvention festlegte: „Die Umsiedlung von Zivilisten, die Staatsangehörige der Besatzungsmacht sind, in das Territorium eines besetzten Gebietes ist unzulässig.“ Die Palästinenser behaupten, dass auch hinter der selbst initiierten Ansiedlung von Juden in der so genannten Westbank die „israelische Besatzungsmacht“ stehe.

Kontorovich geht nicht auf politische, biblische oder islamische Auslegungen ein, sondern untersucht, wie sich das internationale Recht gegenüber anderen Siedlungskonflikten wie in Georgien, Zypern, Marokko, Osttimor und anderen Ländern verhält. „Es sind weltweit zehn Siedlungskonflikte vor und nach dem israelischen Sechstagekrieg 1967 zu zählen, aber nur im jüdischen Siedlungskonflikt gibt die internationale Gemeinschaft einfach nicht nach!“

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Video des Tages

Freitag, 30. August 2013 |  NAI Redaktion

Dieses Video sorgt schon seit einigen Tagen für Aufregung und gibt Anlass zu verschiedensten Interpretationen. Es zeigt israelische Soldaten, die in voller Ausrüstung auf einer arabischen Party tanzen, sich mächtig amüsieren und von der arabischen Menge gefeiert werden.

Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Party oder Diskothek in Hebron, die zum Jabari-Clan gehört, einem mächtigen Familienclan in dieser Gegend, der Israel freundlich gegenübersteht. Die israelische Armee hat eine Untersuchung des Ereignisses angeordnet und sieht es als ernsten Bruch der Verhaltensregeln ihrer Soldaten an.

Andererseits ist ein ein schönes Zeichen dafür, dass Juden und Araber durchaus in Frieden miteinander leben können, wenn die Araber nur wollen. Es beiweist weiterhin, dass Israel für Menschen jeglicher Religion oder Abstammung ein sicherer Ort ist, wie ein arabischer Kommentator schreibt: „In anderen Ländern töten sich Araber gegenseitig und hier tanzen Juden und Palästinenser zusammen.“

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