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„Homo-Trauung“

Hessen-Nassau prescht allein vor

Hessen-Nassau prescht allein vor

Propst Helmut Wöllenstein aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck legt Wert auf den Unterschied zwischen Segnung und Trauung. Foto: Privat

Wetzlar  – Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau bleibt vorerst die einzige der 20 EKD-Mitgliedskirchen, die die Segnung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften kirchenrechtlich mit einer Trauung gleichstellt. Vergleichbare Pläne gibt es nirgendwo, wie eine Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) ergab. In Hessen-Nassau gilt seit Juni die Segnung als offizielle Amtshandlung, die in den Kirchenbüchern beurkundet wird. Nicht ganz so weit geht die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Hier wird die Segnung pfarramtlich in einem Lebenspartnerschaftsbuch oder in einer eigenen kirchlichen Segnungsurkunde dokumentiert. Die Kirche legt aber Wert auf den Unterschied zur Trauung, wie Propst Helmut Wöllenstein (Marburg) bei der Darstellung einer Handreichung für Segnungsgottesdienste erläuterte: „Anders als bei der Trauung wird nicht das Ehepaar begrüßt, sondern Partnerinnen oder Partner. Man wird um Gottes Segen für die Partnerschaft bitten und nicht für die Ehe.“

Die meisten Landeskirchen erlauben Gottesdienste

Der Umfrage zufolge erlauben elf weitere Landeskirchen ihren Amtsträgern, Gottesdienste zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften vorzunehmen: Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Braunschweig, Bremen, Lippe, Mitteldeutschland, Nordkirche, Oldenburg, Pfalz, Evangelisch-reformierte Kirche, Rheinland und Westfalen. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Kirchenvorstand der Gemeinde, in der die Segnung stattfindet, der Handlung zustimmt. Auch kann kein Pfarrer gezwungen werden, eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft zu segnen, da dieses Ritual – anders als die Trauung – keine offizielle kirchliche Amtshandlung ist. Mit Verweis auf die Bibel – sie lehnt homosexuelle Praktiken ab – können Pfarrer die Segnung gleichgeschlechtlicher Partner verweigern. Kirchen, die eine gottesdienstliche Begleitung von homosexueller Lebenspartner zulassen, legen Wert darauf, dass diese Feier nicht mit einer Trauung verwechselt wird. So sollen beispielsweise in Oldenburg keine Ringe getauscht und kein Trauversprechen abgenommen werden. In Westfalen heißen die Segnungsfeiern „Partnerschaftsandachten“, in Berlin „öffentliche Andachten“.

Wo seelsorgerliche Begleitung angesagt ist

In den übrigen sieben Landeskirchen sind öffentliche Gottesdienste nicht vorgesehen. In Bayern können Segnungen nur im privaten seelsorgerlichen Rahmen stattfinden, in der Regel also im Pfarrbüro oder in der Sakristei. In Baden hat die Synode festgelegt, dass die geistliche Begleitung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ausschließlich in der Seelsorge geschehe. Auch in Hannover sind „Fürbittandachten“ nur im Rahmen der Seelsorge möglich. Anhalt, Sachsen und Württemberg haben keine Regelungen getroffen. „Kirchliche Handlungen, für die die Synode keine Agende beschlossen hat, sind nicht zulässig“, lautet die württembergische Haltung. Schaumburg-Lippe hält Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht für möglich.

Auch Seelsorge kann zum Gottesdienst werden

Die Beschränkung auf seelsorgerliche Einzelfälle schließt jedoch nicht aus, dass einzelne Pfarrer die Beschlüsse weit auslegen. Obwohl gegen sich die badische Synode gegen Segnungsgottesdienste und Fürbittandachten für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ausgesprochen hatte, fand im März 2010 eine „Segnungsfeier anlässlich der Verpartnerung“ von zwei Homosexuellen mit etwa 50 Teilnehmern statt. Dabei orientierte sich die Feier am Ablauf einer Trauung: Einzug des Paares, Ansprache, Segnung einschließlich gegenseitigem Treueversprechen und Ringwechsel, danach Abkündigungen und Auszug während des Orgelnachspiels. Auch in Bayern wird die Vorgabe „private Seelsorge“ weit ausgelegt. Es fanden auch schon Segnungen in Kirchen statt.

Über Weiterentwicklung nachdenken

In mehreren Landeskirchen wird darüber nachgedacht, wie man Homosexuellen, die einen kirchlichen Segen wünschen, weiter entgegenkommen kann. In Mitteldeutschland befasst sich eine Arbeitsgruppe mit Vorschlägen zur liturgischen Gestaltung und Weiterentwicklung von Segnungsgottesdiensten. In der Evangelischen Kirche von Westfalen haben die Kirchenkreise Gelsenkirchen und Wattenscheid einen Antrag an die Synode gerichtet, gleichgeschlechtlichen Partnern eine Trauung zu ermöglichen. Damit wird sich das Kirchenparlament im November beschäftigen. Auch in der hannoverschen Landeskirche werden Überlegungen angestellt, wie man die Andachten zu öffentlichen Gottesdiensten weiterentwickeln kann. Nach Ansicht des Landesbischofs Ralf Meister sind homosexuelle Partnerschaften keine Sünde, wenn sie dauerhaft und verbindlich in Liebe gestaltet werden. Die Nordkirche steht vor der Aufgabe, ihre Haltung zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu formulieren. Bisher gilt für Schleswig-Holstein und Hamburg eine Empfehlung der nordelbischen Synode aus dem Jahr 2000, wonach die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Gottesdienst möglich ist. In Mecklenburg und Vorpommern ist die Segnung nur „in der seelsorgerlichen Begleitung“, nicht aber im Gottesdienst vor versammelter Gemeinde möglich.

In der Offenbarung steht Gehe aus von Ihr damit ihr nicht teilhaftig werdet am Gericht über ihre Gräueltaten

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