NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 1. August 2013

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„Israel darf 85 Prozent seiner Siedlungsblöcke behalten“

Donnerstag, 1. August 2013 |  Tommy Mueller

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat in Telefonaten mit Kongressabgeordneten berichtet, Israel dürfe bei einem Friedensabkommen mit den Palästinenser 85 Prozent seiner Siedlungsblöcke behalten. Das berichten heute israelische Zeitungen. Nachdem die israelische Delegation mit Zipi Livni an der Spitze und die palästinensischen Vertreter, angeführt von Saeb Erekat, Washington verlassen haben, hätte Kerry mit Abgeordneten gesprochen, die als israelfreundlich bekannt seien. Er versicherte ihnen, die USA werde Israels Interessen schützen.

Als große israelische Siedlungsblöcke gelten die Städte Ma’ale Adumim (Foto), Gusch-Etzion und Ariel. Damit diese künftig zu Israel gehören, soll der jüdische Staat andere Flächen an „Palästina“ abtreten. Zur Zukunft der zahlreichen kleineren Siedlungen und Außenposten im sogenannten Westjordanland, dem biblischen Judäa und Samaria, äußerte sich Kerry nicht. Der Außenminister zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, die Palästinenser dazu zu bewegen, Israel als Heimat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Auch der Streit über den künftigen Status von Jerusalem sei lösbar. Kerry: „Wir hatten einen guten Start.“

Für Empörung sorgten in Israel die Aussagen von Palästinenserpräsident Abbas, im künftigen Staat Palästina wolle er keinen einzigen Juden sehen, keinen Siedler und keinen Soldaten. Die Forderung nach einem „judenreinen“ Staat sei rassistisch, hieß es dazu in Israel.

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Palästinenser werfen Steine – Juden

werden festgenommen

Donnerstag, 1. August 2013 |  Tommy Mueller

Während in den USA über Frieden gesprochen wird, fliegen im Heiligen Land Steine: Eine Gruppe jüdischer Wanderer ist am Mittwoch von Palästinensern angegriffen worden. Sie waren in der Binyamin-Region nördlich von Jerusalem unterwegs. Plötzlich ging ein Steinhagel auf sie nieder. Die Geschosse wurden von jungen Arabern aus der Gegend auf die Wanderer geschleudert. Die Wanderer flüchteten, als ihnen auch noch Schläge angedroht wurden und verständigten die Polizei. Die Palästinenser berichteten den Ordnungshütern, sie seien unschuldige Opfer, die von den Juden attackiert worden seien. Daraufhin wurden fünf Wanderer festgenommen. Die Polizei riet den Palästinensern, sie anzuzeigen. Das berichtet die zionistische Rechtshilfe-OrganisationHonenu.

Ein Honenu-Sprecher erläuterte, dies sei nicht das erste Mal, dass Juden angegriffen und anschließend verhaftet worden seien. „Das sind die Früchte der Hetze gegen die Siedler und die Religiösen. Offenbar hinterlässt das einen tiefen Eindruck. Wenn ein jüdisches Kind etwas mit einem Stift kritzelt, wird das als Terrorakt gegen die Araber betrachtet, ob es tatsächlich geschehen ist oder nicht. Aber die täglichen Angriffe mit Brandsätzen und Steinen durch Araber werden einfach hingenommen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Angreifer sich hinterher als Opfer präsentieren können.“

Am Dienstag hatten arabische Randalierer in Jerusalem mit Steinen die Scheibe eines Stadtbusses eingeworfen. Eine 15-Jährige und ein 40 Jahre alter Mann wurden dabei verletzt. Ebenfalls am Dienstag – als in den USA Friedensgespräche geführt wurden – feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen eine Rakete nach Israel, die aber keinen Schaden anrichtete. Ähnliche Attacken hatte es am 18. und 21. Juli gegeben. Heute gab die israelische Polizei bekannt, dass vier Palästinenser aus Tulkarem festgenommen wurden: Sie sollen bei einem Einbruch in der Nähe von Netanja im Oktober vergangenen Jahres einen 61-jährigen Israeli erstochen haben. Außerdem entdeckten Soldaten in der Nacht zum Donnerstag Sprengstoff im Hause eines gesuchten Palästinensers nahe Ramallah.

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Kurznachrichten

Donnerstag, 1. August 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Rund 400 ultraorthodoxe junge Männer haben heute ihrenMilitärdienst angetreten. Sie haben sich freiwillig gemeldet und werden in speziellen Einheiten für Religiöse dienen. Die jungen Soldaten werden von ihren Glaubensgenossen und zahlreichen Rabbinern für ihren Schritt kritisiert. Bei einer Umfrage erklärten 85 Prozent dennoch der orthodoxen Soldaten, sie seien stolz, dienen zu dürfen. +++ Im Gazastreifen herrschtBenzinmangel, nachdem Ägypten 80 Prozent der Schmuggeltunnel in das Gebiet zerstört hat. Davon sind nicht nur private Autobesitzer betroffen: In Gaza wird auch die Abwasseraufbereitung mit Benzingeneratoren betrieben. Nun werden die Abwässer ungeklärt ins Mittelmeer geleitet, obwohl Israel in den vergangenen drei Wochen 165 Tankwagen mit Kraftstoff in den Gazastreifen beorderte. +++ Die syrischen Rebellen haben ein Video veröffentlicht, das den Abschuss eines Armeehubschraubers zeigt. Dies zeigt, dass die Rebellen überrussische Raketen verfügen, die auch für die israelische Luftwaffe eine Bedrohung darstellen. +++ Israels neuer Oberrabbiner David Lau hat die orthodoxen Jeshiwa-Studenten (Bibelschüler) dazu aufgefordert, sie sollten in ihren Häusern bleiben und sich dem Studium der Heiligen Schriften widmen. Er kritisierte, dass er abends in der Stadt junge Ultraorthodoxe antreffe, die in Schaufenstern oder Unterhaltungszentren Fernsehen schauen. +++

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Israel-Video des Tages:

Sandskulpturen-Ausstellung

 

Donnerstag, 1. August 2013 |  NAI-Redaktion

In diesem Sommer zeigt das Eretz-Israel-Museum (Land Israel Museum) in Tel Aviv beeindruckende, große Sandskulpturen. Die Motive reichen vom biblischen Samson bis zu Alice im Wunderland. Von internationalen Künstlern wurden rund 700 Tonnen Sand verarbeitet. Dieses englischsprachige Video zeigt die beeindruckendsten Kunstwerke.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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