NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 31. Juli 2013

 

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Experten: In einem Jahr verfügt der Iran über Atomwaffen

Mittwoch, 31. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

Der Iran wird Mitte 2014 in der Lage sein, Atomwaffen zu produzieren. Diese Vorhersage haben jetzt Experten des amerikanischen Instituts für Wissenschaft und internationale Sicherheit (ISIS) veröffentlicht. Sie empfehlen der internationalen Atomenergie-Behörde dringend, ihre Kontrollen des iranischen Atomprogramms zu verstärken. Der Iran verfüge über die Kapazitäten, um genügend waffenfähiges Uranium für Atomsprengköpfe herzustellen. In Israel beobachtet man diese Entwicklung mit großer Sorge. Dies insbesondere, nachdem sich der Iran offenbar mit der islamistischen Hamas versöhnt hat und Teheran erklärte, die im Gazastreifen regierenden Islamisten seien ein „strategischer Partner.“

Der Iran finanziert die Hamas-Terroristen im Gazastreifen, die Israel auslöschen wollen. Zuletzt hatte es jedoch Streit gegeben, weil die Hamas sich weigerte, Kämpfer nach Syrien zu schicken. Dort unterstützt der Iran den Diktator Assad, während die Hamas mit den Rebellen sympathisiert. Arabische Medien berichteten, das verärgerte Mullah-Regime in Teheran habe daraufhin die Unterstützung der Hamas um 14 Millionen US-Dollar pro Monat gekürzt. Dies bringt die Hamas in große Finanznot, denn der Militärputsch in Ägypten hat die befreundeten Muslimbrüder um die Macht gebracht. Von dort ist vorerst wenig Hilfe zu erwarten. Arabischen Medienberichten zufolge bemüht sich die Hamas deshalb massiv um weitere Unterstützung aus dem Iran. Schließlich haben die Hamas, die Hisbollah-Terroristen im Libanon und die baldige Atommacht Iran einen gemeinsamen Feind: den Judenstaat Israel.

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Basketball-Kontroverse: Neuer

Oberrabbiner steht in der Kritik

Mittwoch, 31. Juli 2013 |  NAI-Redaktion
Der neue israelische Oberrabbiner David Lau wird, nur eine Woche nach seiner Wahl, heftig kritisiert. Ihm wird vorgeworfen, rassistische Aussagen über afroamerikanische Basketballspieler gemacht zu haben. „Warum interessiert es euch, ob diese Kushims (eine abwertende Bezeichnung für dunkelhäutige Personen), die in Tel Aviv bezahlt werden, gegen die Kushims gewinnen, die in Griechenland bezahlt werden?“, fragte der Rabbi angeblich Studenten einer Bibelschule, die sich im Fernsehen die Basketball-Euroleague anschauten. Basketball ist in Israel überaus populär (im Bild eine Szene des jüngsten Länderspiels Israel – USA). Amram Mitzna , Vorsitzender des Bildungs- und Sportkomitees im israelischen Parlament, reagierte sofort: „Es ist sehr unglücklich, dass ein Rabbiner, der eigentlich dafür verantwortlich ist, einen ethisch korrekten Weg zu gehen, solche rassistischen Bemerkungen macht.“

Der Abgeordnete Nachman Shai von der Arbeiterpartei forderte, dass Rabbiner Lau sich bei den Afroamerikanern entschuldigen müsse, die nach Israel kommen, um Basketball zu spielen. Auch solle er bei allen dunkelhäutigen Israelis um Vergebung bitten. Weiter erklärte Shai: „Der Vater von Rabbiner Lau, der Auschwitz überlebt hat, sollte seinem Sohn einmal etwas über Toleranz und Gleichheit beibringen.“ Laus Aussagen lösten auch bei der Abgeordneten Penia Tamanu-Shata, einer äthiopischen Jüdin, heftige Reaktionen aus: „Es ist abscheulich, dass ein Rabbiner in einer derart hohen Position sich in so einer rassistischen Art und Weise ausdrückt.“

Unerwartete Unterstützung bekam der neue Oberrabbiner von Naftali Bennett, dem Minister für Wirtschaft und Handel, der zuletzt weitreichende Reformen im Oberrabbinat gefordert hatte. Bennett kritisierte die Medien scharf für ihre Berichterstattung über David Lau. Sie würden ihn für einen kleinen Witz attackieren. Er drängte darauf, damit aufzuhören, Menschen für jeden kleinen Fehler, den sie machen, zu verurteilen. Weiter erklärte er: „Ich bin mir sicher, dass David Lau großartige Dinge für die Israelis bewirken wird.“

Oberrabbiner ist ein Titel, der dem religiösen Führer der jeweiligen jüdischen Gemeinde eines Landes verliehen wird. In Israel gibt es seit 1911 zwei Großrabbiner – einen aschkenasischen und einen sephardischen. Das Oberrabbinat ist für die Verleihung von “Koscher-Zertifikaten“ zuständig, für die Überwachung der Speisegesetze, die Hochzeitsregeln, die Verwaltung von Synagogen und die Ernennung der örtlichen Rabbiner.

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Kurznachrichten

Mittwoch, 31. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Mit einem beeindruckenden Feuerwerk und einer fröhlichen Feier ist in Jerusalem die 19. Maccabiah zu Ende gegangen. An der „jüdischen Olympiade“ hatten 9.000 Sportler aus 77 Nationen teilgenommen. Israel war mit 153 Gold-, 135 Silber- und 123 Bronzemedaillen die erfolgreichste Nation. +++ Das israelische Parlament hat nach einer 15-stündigen Mammutsitzung den Haushaltsplan für 2013/14 mit 58:43 Stimmen verabschiedet. Der Plan sieht erhebliche Kürzungen in den Bereichen Verteidigung, Soziales, Bildung und Verkehr vor. Zudem wurde eine ganze Reihe von Steuererhöhungen beschlossen. +++ Nach der Ankündigung, dass Israel 104 palästinensische Straftäter und Terroristen freilassen will, gibt es nun einen neuen Konflikt: Angehörige von Juden, die Anschläge auf Araber verübt haben und deswegen in israelischen Gefängnissen sitzen, fordern, dass auch sie freigelassen werden. Dabei handelt es sich um 18 Häftlinge. +++ Avigdor Lieberman, früherer Außenminister und Vorsitzender der „Haus Israel“-Partei, hält ein Friedensabkommen mit Palästinenserpräsident Abbas für nicht möglich. Abbas sei ein Holocaust-Leugner, der darüber sogar seine Doktorarbeit geschrieben habe. +++ Arabische Randalierer haben am Dienstagabend in Jerusalem einen Bus mit Steinen beworfen. Eine Scheibe ging zu Bruch. Eine 15-Jährige und ein 40 Jahre alter Mann wurden dabei verletzt. +++ +++

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Israel-Video des Tages: Die aktuellen

TV-News

Mittwoch, 31. Juli 2013 |  Tommy Mueller
Die Fernsehredaktion von israel heute produziert jede Woche aktuelle Fernsehnachrichten, die über den Sender Bibel TV ausgestrahlt werden. Die Sendung ist im ganzen deutschsprachigen Europa über Satellit, Kabel und Antenne zu empfangen.

In der aktuellen Folge geht es unter anderem um einen Vogel, der in der Türkei unter Spionageverdacht geraten ist.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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