NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 18. Juli 2013

 

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Netanjahu empört über Siedlungs-Beschlüsse der Europäer

Netanjahu empört über Siedlungs-Beschlüsse der Europäer

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist verärgert über den Beschluss der Europäischen Union, jüdische Firmen und Einrichtungen im sogenannten Westjordanland zu boykottieren. Wie berichtet sieht eine neue Richtlinie vor, dass Verträge von europäischen Staaten mit Israel nicht mehr für Ost-Jerusalem, Judäa, Samaria und die Golanhöhen gelten. In die dortigen Siedlungen sollen keine europäische Gelder mehr fließen, die EU-Mitgliedsstaaten dürfen keinerlei Kooperationen unterhalten. In einem Interview mit der deutschen Zeitung „Welt am Sonntag“ sagte Netanjahu, die neue Richtlinie „ist der Versuch, Israels Grenzen durch wirtschaftlichen Druck zu erzwingen anstatt durch Verhandlungen“. Die Europäer wollten mitten in Jerusalem eine neue „Berliner Mauer“ errichten.

Die Europäer hätten nicht berücksichtigt, dass man bei allen bisherigen Friedensgesprächen davon ausgegangen sei, dass große jüdische Siedlungsblöcke in einem Friedensvertrag Israel zugeschlagen und die Palästinenser dafür mit strategisch weniger wichtigen Territorien entschädigt würden. Netanjahu unterstrich, Grenzen würden nicht durch ein „ausländisches Diktat“ festgelegt. Er appellierte an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, die neuen Richtlinien nicht wie geplant am Freitag zu verkünden, da sie Friedensgespräche behinderten. Gleiches versuchte Justizministerin Zipi Livni in einem Telefonat mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Unter deren Federführung war die Boykott-Richtlinie entstanden, der auch die Bundesrepublik Deutschland zugestimmt hat.

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Palästinenser fordern Flughafen und Hotels am Toten Meer

Palästinenser fordern Flughafen und Hotels am Toten MeerPalästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Foto) hat offenbar eine ganze Liste von Forderungen, bevor er zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen bereit ist. Das israelische Nachrichtenportalynetnews meldet heute, dass die Palästinenser einen Flughafen in Ramallah bauen wollen. Zudem soll sich Israel von Teilen des Toten Meeres zurückziehen, dort wollen die Palästinenser eigene Hotelanlagen errichten. Außerdem soll Israel erlauben, dass die Palästinenser vor der Küste von Gaza nach Erdgas suchen. Ferner verlangen sie mehr Arbeitserlaubnisse, um in Israel ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

Der Flugplatz bei Ramallah soll dem Bericht zufolge vollständig unter palästinensischer Kontrolle stehen. Er ist für Hubschrauber und Leichtflugzeuge gedacht. Von dem Flugplatz erhoffe sich Abbas positive Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft. Israel hatte vor Jahren den Bau eines Flugplatzes im Gazastreifen genehmigt, der aber beim zweiten Palästinenseraufstand bombardiert und zerstört wurde. Abbas hat seine Wünsche den Berichten zufolge bei einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman vorgetragen. Die israelischen Medien vermuten, dass die Regierung Netanjahu die Forderungen der Palästinenser zu großen Teilen ablehnen wird. Als „Zeichen des guten Willens“ habe die Armee aber den Abbau von Kontrollstellen im sogenannten Westjordanland vorbereitet. Das meldete heute das Armeeradio.

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Kurznachrichten

Donnerstag, 18. Juli 2013 |  Ludwig Schneider
 Heute Abend findet im Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem die Eröffnungsfeier der 19. Maccabiah statt (im Bild die Generalprobe). Die Maccabiah fand als jüdische Olympiade ihren Anfang in Eretz Israel, als in Nazi-Deutschland keine Juden mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen durften. Vor 32.000 Zuschauern werden über 9000 jüdische Athleten aus 77 Ländern ins Stadion einziehen. +++ Die Arabische Ligahat den Palästinensern erlaubt, sich mit Israel an den Verhandlungstisch zu setzen. Die Verhandlungen sollen nach Ende des Fastenmonats Ramadan, Anfang August, beginnen. Die Arabische Liga stimmte offenbar nur zu, weil der amerikanische Außenminister Kerry den Palästinensern große Zusagen gemacht hat. Laut Medienberichten soll Israel etwa 100 inhaftierte Straftäter freilassen und sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen. Von Israels Regierung gab es diesbezüglich noch keine Stellungnahme. +++ Die neue arabische Partei, die sich „Bnei Brit – Söhne des Bundes“ nennt und die erste christliche Partei in der Knesset sein wird, findet auch unter Juden Zuspruch. Das erklärte ihr Gründer, der christliche Araber Bishara Shlayan aus Nazareth. Shlayan forderte die arabischen Christen in Israel auf, die israelische Fahne zu hissen.
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Israel-Video des Tages: Naturwunder Totes Meer

Donnerstag, 18. Juli 2013 |  NAI-Redaktion
Dieses Video präsentiert das Tote Meer, den tiefstgelegenen Salzsee der Erde (416 Meter unter dem Meeresspiegel). Zu sehen ist die bergige Landschaft, die das extrem salzhaltige Wasser umrahmt. Eine Luftaufnahme zeigt die berühmte Felsenfestung Masada. Die Mineralien des Toten Meeres besitzen eine heilende Wirkung bei Hautkrankheiten, sie werden auch für Kosmetikartikel verarbeitet.Touristen reiben sich gerne mit dem mineralhaltigen Schlamm ein – ein großer Spaß für jung und alt. Das Tote Meer lockt Touristen aus aller Welt ins Heilige Land. Ein einzigartiges Naturwunder.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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