Irrlehre der EKD

 

Irrlehre der EKD

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim Hochstetten

Herrn Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe 

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

Ihr Aufsatz in BZ vom 06.06.2013 zeigt wiederum die Problematik Ihrer Theologie auf. Bei Ihrem Amtsantritt als Landesbischof stellten Sie das Apostolicum in Frage und bezweifelten die leibliche Auferstehung von Jesus, ohne die der Christusglaube eine Illusion ist (siehe www.fachinfo.eu/fischer.ulrich.pdf). Sie lehnen die Kernaussage des Evangeliums ab, daß Jesus am dritten Tag sein Grab verlassen hat, obwohl David, Petrus und Paulus bezeugen, daß der Leichnam von Jesus nicht verwest ist. Kreuz und Auferstehung sind der Sieg über den Tod.

In dem erwähnten Aufsatz – und wahrscheinlich in Ihrer Theologie überhaupt – fragen Sie nicht nach dem Willen Gottes. Verwunderlich ist das allerdings nicht. Emil Brunner stellte fest, daß im Theologischen Historismus – der sich an den theologischen Fakultäten durchgesetzt hat – Offenbarung nicht durchgehalten werden kann. Einen Gott, der einen Willen hat, seinen Willen mitteilt und diesen Willen auch durchsetzt, gibt es für die Mehrheit der protestantischen Theologen nicht.

Folgerichtig kommen die Zehn Gebote in der EKD-Schrift 2013 über Ehe und Familie nicht vor – ebensowenig wie im Lebensvollzug des ehemaligen Pfarrers Gauck. Ihre Aussage ist sicher richtig, daß man heute andere Trauzeremonien hat als zur Zeit Jesu. Falsch ist jedoch Ihre Vorstellung, Trauzeremonien würden die Ehe begründen. Damals wie heute ist die Basis der vor Gott geschlossenen Ehe die eheliche Treue. Diese Basis der christlichen Ehe hat die Evangelische Kirche aufgegeben, weil für sie die Bibel keine norma normans im Sinne der Reformation mehr ist. Norma normans ist für die Evangelische Kirche der Zeitgeist. 

Die entscheidende Irrlehre der EKD-Schrift liegt in dem Satz „Deutet man die biblischen Aussagen, in denen Homosexualität (korrekt: Praktizieren von H.) als Sünde gekennzeichnet wird (3. Mose 18,22; 20,13; Röm 1,26-27), als zeitlos gültig, kann man zu der Meinung kommen, eine homosexuelle Partnerschaft sei mit einer heterosexuellen keinesfalls vergleichbar„. Die EKD beansprucht Deutungshoheit über die Gebote Gottes, die ihrer Meinung nach dem Wandel der Zeit unterliegen.

Damit stellt sich die Frage, ob die Evangelische Kirche überhaupt noch eine christliche Kirche ist oder nicht vielmehr ein Religionsverein: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen. Sie ist bankrott“ (Emil Brunner). Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, müssen sich fragen, ob sie die Finanzierung einer solchen Kirche noch verantworten können.

Jesus hat harte Worte gebraucht gegenüber Theologen, die ihren Mitmenschen den Willen Gottes verdunkeln. Ich bemühe mich um eine möglichst weite Verbreitung dieses Schreibens in der Öffentlichkeit, das auch im Internet steht (s. o.).

Mit besorgten Grüßen
Hans Penner

 

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