NAI – Nachrichten aus Israel Dienstag, 16. Juli 2013

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Europäische Union geht massiv gegen jüdische Siedlungen vor

Dienstag, 16. Juli 2013 |  Tommy Mueller

Die Europäische Union macht Front gegen die jüdischen Siedlungen im sogenannten Westjordanland. Eine neue Verordnung verbietet allen Mitgliedsstaaten, mit israelischen Einrichtungen in diesem Gebiet zusammenzuarbeiten oder sie in irgendeiner Form zu unterstützen. Zollerleichterungen für Israel werden künftig nicht mehr für Produkte aus Siedlungen gewährt. Verträge zwischen EU-Ländern und Israel müssen künftig eine Klausel enthalten, in der ausdrücklich erklärt wird, dass Ost-Jerusalem, das Westjordanland und auch die Golanhöhen nicht Teil des Staates Israel sind und die Verträge deshalb nicht für diese Gebiete gelten. Die Verordnung wird am kommenden Freitag offiziell verkündet und ist von 2014 an verbindlich.

Ein EU-Vertreter erklärte am Dienstag, Israel dürfte von der Neuregelung nicht überrascht worden sein, schließlich habe es im Vorfeld genügend Warnungen gegeben. Die neue Vorschrift gebe die Haltung wider, die die EU seit Jahren im Blick auf die Siedlungen in den Palästinensergebieten verfolge. Im israelischen Außenministerium sprach man von einer „dramatischen Entscheidung“, die ein „wahres Erdbeben“ auslöse. Widerspruch gab es aus dem Amt von Ministerpräsident Netanjahu. „Es ist eine falsche und bedauerliche Entscheidung. Solche Schritte – bevor die Palästinenser erklären, dass sie bereit sind, an den Verhandlungstisch zurückzukehren – lassen Friedensgespräche in weite Ferne rücken, anstatt sie zu fördern.“ Weiter heißt es in der Stellungnahme, Europa solle zur Kenntnis nehmen, dass das Westjordanland, das biblische Judäa und Samaria, „nicht von Israel ‚besetzt‘ ist. Es ist vielmehr die Heimat der jüdischen Nation.“

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Juden trauern heute um den Verlust ihres Tempels

Dienstag, 16. Juli 2013 |  NAI-Redaktion
Heute begehen Juden in aller Welt den Tischa beAv, den neunten Tag des Monats Av. Er ist ein Tag des Fastens und Trauerns, an dem der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedacht wird. Nach rabbinischer Überlieferung (Mischna, Ta`anit 4,6) wurden an diesem Tag sowohl der erste als auch der zweite Tempel, sowie die Festung Beitar während des Bar-Kochba-Aufstandes zerstört. Auch die „Endlösung der Judenfrage“ wurde von den Nazis 1940 genau an diesem Tag beschlossen. Der Tischa beAv ist neben Jom Kippur der einzige öffentliche Fastentag. Er dauert 25 Stunden, von Sonnenuntergang am Vorabend bis zum Erscheinen der Sterne am nächsten Tag.

In den Synagogen wird heute vor allem das Buch Klagelieder gelesen. Tausende Juden beten vor der Klagemauer. Auffallend viele Jugendliche versammeln sich vor Jerusalems Bürgermeisteramt und beten dort für den Wiederaufbau des Tempels und dass der Messias bald kommen möge.

Eine zum Gedenktag veröffentlichte repräsentative Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Israelis die Klagemauer als die heiligste Stätte des Judentums ansehen. Nur 29 Prozent sagten, die heiligste Stätte sei der Tempelberg. Eine Mehrheit von knapp 60 Prozent sprach sich dafür aus, den Tempelberg zwischen Juden und Muslimen aufzuteilen, so dass jede Gruppe dort zu bestimmten Zeiten beten kann. Bislang ist das den Juden verboten.

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Kurznachrichten

Dienstag, 16. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

+++ Drei aus Syrien abgefeuerte Granaten sind heute früh auf der israelischen Seite der Golanhöhen explodiert. Es gab keine Verletzten oder Schäden. Bei den heftigen Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen wurden zahlreiche Zivilisten verwundet, die in Israel behandelt werden. Die Armee hat zusätzliche Truppen an die Grenze geschickt. Sie sollen verhindern, dass Terroristen des Islamischen Dschihad die instabile Lage ausnutzen und Anschläge in Israel verüben. +++ Der Chef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Benny Gantz, hat sich zu den bevorstehenden Kürzungen geäußert. In den zwölf Jahren, die er im Generalstab sei, habe er solche Veränderungen noch nicht erlebt. „Ich bin nicht glücklich über die Einschnitte und die nächsten Jahre werden hart, aber wir werden sie durch intelligente Planung überstehen. Wenn wir hier Fehler machen, können wir sie nicht korrigieren, aber wir müssen mutig sein und vorwärts gehen.“ Die Belohnung für die Sparanstrengungen würden aber in zwei bis vier Jahren sichtbar, so Gantz: „Unsere Streitkräfte werden verkleinert, aber stärker und besser ausgerüstet sein.“ +++ Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist von Tourismus-Webseite TripAdisor zu den besten Museen der Welt gezählt worden. Unter den populärsten 25 Museen belegt Yad Vashem den vierten Rang. Yad Vashem vermittle Emotionen, Bildung und Inspiration, heißt es in der Würdigung. Die Gedenkstätte verzeichnet jährlich rund eine Million Besucher. +++

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Israel-Video des Tages: Mount Solomon bei Eilat

Dienstag, 16. Juli 2013 |  NAI-Redaktion
Viele Touristen besuchen Eilat, die südlichste Stadt Israels, um im Roten Meer zu baden oder die vielfältigen Unterhaltungsangebote zu genießen. Dabei kommt oft die einzigartige Natur in dieser Wüstenregion zu kurz. Das Video stellt die eindrückliche Bergwelt vor, die von Eilat aus zu sehen ist. Der Mont Solomon, der in diesem Video präsentiert wird, zählt mit seinen kahlen, schroffen Felsformationen zu den beeindruckendsten Landschaftsformationen des Heiligen Landes.

Zum Ansehen des Videos nach unten scrollen.

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