„Ich schäme mich für meine Kirche“

 

Parzany zum EKD-Familienpapier

„Ich schäme mich für meine Kirche“

„Ich schäme mich für meine Kirche“

Einer der führenden Evangelisten in Deutschland, Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: PR

Wetzlar (idea) – Mit scharfen Worten hat einer der führenden Evangelisten in Deutschland, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), auf die Orientierungshilfe der EKD zur Familie reagiert. „Ich schäme mich für meine evangelische Kirche“, schreibt der langjährige Hauptredner der Großevangelisation ProChrist und Generalsekretär des CVJM in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur idea zur Frage „Wie sollen wir die Bibel verstehen?“ In dem Familienpapier mit dem Titel „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ rückt das Leitungsgremium der EKD, der Rat, von der Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das unter anderem auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt. Parzany erinnert daran, dass die evangelische Kirche entstanden sei, weil die Reformatoren sich auf das vierfache „Allein“ beriefen: allein Christus, allein die Gnade, allein der Glaube, allein die Schrift. Nun bescheinigten der Kirche sogar die säkularen Medien einen laxen Umgang mit der Bibel.

Jeder kann es in der Bibel nachlesen …

Die sogenannte Orientierungshilfe erkläre, dass die Ehe keine unantastbare Schöpfungsordnung Gottes sei, „obwohl jeder in der Bibel lesen kann, dass Jesus die Zusammengehörigkeit von einem Mann und einer Frau als von Gott gewollte unverbrüchliche Gemeinschaft erklärt (Matthäus 19, 4-6)“. Theologen riefen ihm – Parzany – zu, wir hätten doch keinen papierenen Papst, wenn er darauf hinweise, dass die Bibel homosexuelle Praxis als Sünde bezeichne und die Kirche kein Recht habe zu segnen, was Gottes Wort als Sünde kritisiere: „Dabei haben die Reformatoren behauptet, dass die Autorität der Bibel größer sei als die des Papstes. Das glaubt heute auch der Papst. Aber viele protestantische Kirchenleute glauben es nicht mehr.“ Parzany bezeichnet die Bibel als die Urkunde der Offenbarung Gottes: „Eine Kirche, die das nicht mehr bekennt, erledigt sich selbst.“

Kirchenaustritt „kommt für mich nicht infrage“

Im sozialen Netzwerk Facebook schreibt Parzany, er frage sich, wie man angesichts der Weigerung der EKD, das Papier zu ändern, Widerstand organisieren kann: „Austreten kommt für mich nicht infrage. Austreten sollen bitte die, die die Grundordnungen der evangelischen Kirchen missachten und das Ordinationsgelübde brechen. Darin steht, dass die Heilige Schrift Maßstab für Glauben und Leben ist.“

 

Eine Antwort zu “„Ich schäme mich für meine Kirche“

  1. Ja, für diese „Kirche“ schäme ich mich auch. Aber bei mir ist es „Fremdschämen“, weil ich, im Gegensatz zu Herrn Parzany, eben die Konsequenz gezogen habe und schon vor vielen Jahren ausgetreten bin. Schon allein deshalb rege ich mich über die immer neuen Beweise der Verkommenheit dieses Lotterladens auch weniger auf. Ist meinem Blutdruck sehr zuträglich. Ich bedauere es, aber Parzany und die wenigen, ähnlich Denkenden in der EKD sind zumeist alt, im Ruhestand befindlich und in keine organisatorischen Netzwerke mehr eingebunden. Ihr „Widerstand“, so ehrenhaft er ist, wird sich in kurzer Zeit von selbst erledigt haben. Auf biologischem Weg.
    Schon jetzt sitzen eben die Abschaffer der Kirche, die Zerstörer ihrer Glaubwürdigkeit, ihres theologischen Kerns und ihrer Fähigkeit, ethische Orientierung zu geben in allen Schlüsselstellen. Als Bischöfe und Synodale z. Bsp. beschließen sie, was immer sie gerade aktuell für richtig halten. Warum also verlassen die wenigen Getreuen Christi diese im schlimmsten Sinne des Wortes „geistlose“ Fassade einer Kirche nicht und lassen die Zeitgeist-Apologeten, die „Fun“-Christen und rot-grünen Politkarrieristen nicht unter sich bleiben und noch ein bischen Kirche spielen ? Schneider, Kässmann und Co. dürfen noch ein wenig Zeitgeist-Ringelpietz für geistliche Kleinstkinder abhalten und dann wird wohl auch dieser Spuk irgendwann vorbei sein. Wer eigentlich behauptet, Luthers, Melanchthons und anderer Reformer Lehren ließen sich nur in der EKD konservieren ?

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