Leserbrief zu „In eigener Sache“ (28.06.2013) Gedenkfeier Rheinwiesenlager

 

Gigi Romeiser

 

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NRZ

Rheinberg-Xanten

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Leserbrief zu „In eigener Sache“ (28.06.2013) Gedenkfeier Rheinwiesenlager

30.06.2013

Warum darf man nicht in Würde gedenken?

Dem Amerikaner Drucker wird zugestanden, nur „gute Absichten“ zu haben bei der Erinnerung an die Soldaten der Rheinwiesenlager, die anwesenden Deutschen aber werden verdächtigt, nur eingeschränkt mit Anstand und Würde zu gedenken. Es wird ihnen unterstellt, diese Feierstunde für „rechtsgerichtete Propaganda“ zu missbrauchen. Warum werden die teils von weither angereisten Menschen beleidigt? Wer entscheidet eigentlich was rechtsgerichtete Propaganda ist und falls es sie geben sollte, warum ist sie verwerflich? Die etablierten Parteien beanspruchen für sich die Mitte als politischen Standort, die Linken und Linksaußen (ehemals SED) sitzen im Bundestag. Die „Rechten“ sind die ehemals „konservativ“ genannten, die Ihren Standort nie verlassen haben. Die gesamte Politik ist nach links abgedriftet, insbesondere die der CDU. Deren ehemaligen Mitglieder und Wähler, die in die Millionen gehen, müssen sich inzwischen von Journalisten, die ähnlich ausgerichtet sind wie die Politiker der Parteien, als Rechte – häufig mit rechtsextrem gleichgesetzt – diffamieren lassen. Dies alles sind Folgen des Geschichtsunterrichts an unseren Schulen, der seit den Nürnberger Prozessen vorgeschrieben – und selbst wenn neue Erkenntnisse auftauchen sollten – nicht verändert werden darf. Inzwischen sind durch die Öffnung vieler Archive sehr viele neue Erkenntnisse ans Tageslicht gekommen. Herr Schultze-Rhonhof z.B. hat jahrelang in Archiven gearbeitet und aus diesen umfangreichen Studien heraus sein Buch geschrieben, „Der Krieg, der viele Väter hatte“. Carmen Friemond kann es nicht gelesen haben, wenn Sie behauptet, er stelle die seriöse Geschichtsschreibung auf den Kopf.

Mich hat diese Gedenkfeier sehr berührt und ich bin Herrn Drucker dankbar, dass er uns eingeladen und die amerikanischen Verbrechen erneut beklagt hat, die in unserem Land so gerne verschwiegen werden.

Vielleicht kann er erreichen, dass wir in Zukunft kein besetztes Land mehr sind und die noch immer gültige Feindstaatenklausel annulliert wird.

Zur Erinnerung: US-Präsident Barack Obama sagte am 5.6.2009 zu amerikanischen Soldaten auf der Ramstein Air Base – es war sein erster Besuch in Deutschland als gerade gewählter Präsident: „Germany is an occupied country and it will stay that way…“ „Deutschland ist ein besetztes Land und das wird es bleiben”.

Gigi Romeiser

 

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