Erschreckend das „christliche Profil“ der CDU/CSU

 

Erschreckend das „christliche Profil“ der CDU/CSU

 

Sehr geehrter Herr Gröhe,
ich wende mich mit diesem Schreiben in erster Linie an Sie, als CDU-Generalsekretär, aber auch an die anderen leitenden Politiker, die das neue Wahlprogramm der CDU/CSU auf die Beine gestellt haben.


Seit Jahren sehe ich mich durch die Politik der CDU als Christ nur teilweise vertreten und leider muss ich immer schwanken zwischen Kleinparteien wie PBC oder jetzt AfD und CDU bei der Stimmabgabe. Ich wünschte, das wäre anders. Ich weiß, dass man es nie allen recht machen kann; und Nörgler haben wir genug. Trotzdem wäre es für die CDU doch kein Verlust, wenn sie mehr in die Offensive gehen würde mit Themen, die unsere Kultur und christlichen Werte betreffen und nicht die Ökonomie. Das begrüßenswerte Bekenntnis zum Christentum im neuen Wahlprogramm leidet in seiner Bedeutung und Glaubwürdigkeit, weil ein Hauptpunkt ausgespart wurde.
Millionen Kinder wurden abgetrieben und die CDU schweigt in ihrem Wahlprogramm zu diesem Massensterben! Auch Muslime stehen bei diesem Thema auf derselben Seite und lehnen Abtreibung strikt ab! Solange Ihre Partei noch nicht einmal eine Regung zeigt, Abtreibungen anzuprangern, um damit das öffentliche Bewusstsein zu beeinflussen, und solange sie keine Regung in Wahlprogrammen zeigt, in künftigen Koalitionsverhandlungen gesetzliche Verbesserungen auszuhandeln, solange bleibt das christliche Profil und Bekenntnis der CDU unglaubwürdig und mangelhaft. Wenn man in einem Wahlprogramm nichts fordert, kann auch nichts herauskommen! Ich weiß, dass in anderen Bundestagsparteien stets ein Aufschrei losgeht, wenn man auch nur das Wort „Abtreibung“ anspricht. Doch diese Hysterie darf doch nicht die CDU davon abhalten, Forderungen zu stellen und diesen Punkt in Koalitionsgespräche einzubauen! Dabei wäre immer wieder klar zu machen, wie grausam eine Abtreibung und wie folgenreich sie für die Bevölkerungspyramide und Wirtschaft ist; ja wir kommen bald soweit, dass wir in Deutschland zehn Fremdsprachen lernen müssen, weil der autochthone deutsche Nachwuchs fehlt und der Ausländeranteil überhandnimmt (Ersatz der fehlenden Geburten in Deutschland mit Einwanderern). Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit, sondern nur mit der richtigen Einschätzung der Realität zu tun! Ich möchte Ihnen richtiggehend das Thema Abtreibung ans Herz legen! Denn ein christliches Bekenntnis bei gleichzeitiger Toleranz gegenüber Menschenvernichtung im Mutterleib ist doch nur eine Floskel ohne Inhalt. Es fehlen christliche Politiker, die zu sagen wagen, was Abtreibung ist !!! – und leider meldet sich Frau Merkel hierin auch nicht zu Wort, was keinen Segen für sie bringt! Die Fakten über Abtreibung sprechen eine deutliche Sprache, doch sie werden von der CDU nicht genannt und andere Parteien haben sofort ein schlechtes Gewissen, wenn es zu diesem Punkt kommt und reagieren entsprechend hysterisch. Es gibt genügend Krankenschwestern und Hebammen, die sich weigern, an einer Abtreibung teilzunehmen und die winzigen blutigen Körperteile eines abgetriebenen Kindes zusammenzusetzen, nur damit der Arzt sicher sein kann, dass es bei der Frau wegen Rückständen keine bösen Folgen gibt (30 % aller Frauen erleiden trotzdem Depressionen und andere Spätfolgen).
Ich glaube fest, ja ich weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass ohne den Segen Gottes niemand auf Dauer – auch politisch nicht – bestehen kann. Es heißt in der Bibel am Anfang des 2. Buches Moses, dass Gott den Hebammen Häuser baute, weil sie sich weigerten, den Befehl des Pharao zur Tötung von Babys direkt nach der Geburt auszuführen! Ich wiederhole: Wenn man in einem Wahlprogramm nichts fordert, kann auch nichts herauskommen! Die CDU und Frau Merkel verspielen zudem die Möglichkeit, Einfluss auf das öffentliche Bewusstsein zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen
Helmut Fürst
Studienrat i.R.

 

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