Nicht jede Katastrophe ist ein Zeichen Gottes

Wort und Wissen

Nicht jede Katastrophe ist ein Zeichen Gottes

Nicht jede Katastrophe ist ein Zeichen Gottes

Die Studiengemeinschaft will wissenschaftliche Daten im Zusammenhang mit biblischen Aussagen verstehen und Widersprüche entkräften. Foto: PR

Schwäbisch Gmünd – Die Häufigkeit von Erdbeben, Überschwemmungen und Unwettern sowie Hitze- und Kälteperioden hat sich in den letzten 25 Jahren deutlich erhöht. Das berichtete der Leiter des geowissenschaftlichen Forschungsinstituts „GEO-EXX“, Martin Ernst (Kirchzarten bei Freiburg), bei der Hauptkonferenz der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“. Dabei berief er sich auf Berechnungen von Versicherungsunternehmen. An der Veranstaltung in Schwäbisch Gmünd vom 21. bis 23. Juni nahmen rund 150 Personen teil. Ernst zufolge sind Naturkatastrophen Bestandteil der „gefallenen Schöpfung“, so dass nicht jedes Ereignis als ein besonderes Zeichen Gottes gedeutet werden sollte. Zeiten ohne größere Katastrophen könnten Dankbarkeit bewirken. Wie Ernst weiter sagte, hat die Forschung über die Auswirkungen von Flutwellen und Dammbrüchen plausible Hinweise auf die Entstehung der heutigen Landschaften ergeben. Im Jahr 2002 hätten Schlammströme und Überschwemmungen als Folge der Hochwasser-Flut in Sachsen in nur wenigen Tagen Beispiele dafür geliefert wie geologische Ablagerungen und geomorphologische Strukturen entstehen können. Was hier in einem kleinen Maßstab sichtbar geworden sei, könne auch bei größeren Landstrichen beobachtet werden. Dies eröffne die Denk-Möglichkeit, dass die Welt nicht in Millionen Jahren ihren jetzigen Zustand angenommen habe, sondern in wesentlichen kürzeren Abläufen. Solch ein „Kurzzeitrahmen“ wäre ein Ansatz zum Verständnis der ersten elf Kapitel der Bibel, in der die Entstehung der Welt beschrieben wird, sagte Ernst, dessen Institut (www.geo-exx.com) Fragen zwischen Geowissenschaften und Glauben behandelt.

Biologe: Staunen statt weltanschauliche Schlüsse ziehen

Auch der Chemiker Harald Binder (Konstanz) berichtete, dass neuere wissenschaftliche Erkenntnisse Bibelkritiker und Gottleugner zum Nachdenken bringen könnten. Aufgrund von Untersuchungen des menschlichen Erbgutes seien evolutionstheoretisch geprägte Forscher bislang davon ausgegangen, dass nur zwei bis drei Prozent des Genoms eine Funktion hätten. Den weitaus größeren Teil betrachteten sie somit als durch Evolution bedingten Abfall. Inzwischen seien aber viele Hinweise dafür gefunden worden, dass mehr als 80 Prozent des Erbgutes wichtige Informationen enthielten. Die Charakterisierung als „Abfall“ habe sich als voreilige Interpretation erwiesen, die scheinbar zu evolutionären Erklärungen gepasst hätten. „Wir sollten lernen, mehr über die Vielfalt der Schöpfung zu staunen, anstatt aus dem, was unserer Vernunft einsichtig ist, weltanschauliche Schlüsse zu ziehen“, so Binder, der Wissenschaftlicher Mitarbeiter von „Wort und Wissen“ ist. Neue Erkenntnisse über die Entstehung von Leben liefere auch die „Synthetische Biologie“, erklärte der Biochemiker Prof. Rupert Palme (Wien). In diesem jungen Forschungsgebiet würden Lebewesen nicht einfach nur verändert, sondern – wie man es aus der Technik kenne – auf einen bestimmten Zweck hin konstruiert. Dafür seien „jede Menge Know-how und ein geplantes Vorgehen“ erforderlich.

„Wer nicht von 3.268 Zufällen ausgehen will“

Eine „mathematische Denkhilfe“ präsentierte der Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig): 3.268 biblische Prophetien hätten sich bereits erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies zufällig geschehen sei, liege bei 1,7 mal 10 hoch –984. Die Zahl bedeute, dass nach dem Komma fast 1.000 Nullen folgen, ehe die Zahl 17 auftaucht. „Wer nicht von 3.268 Zufällen ausgehen will, kommt an der Vorstellung eines allmächtigen und allwissenden Gottes nicht vorbei, der die Prophetien im Voraus nennen konnte und später aufgrund seiner Allmacht auch in die Realität umgesetzt hat“, so Gitt. Mit solcher mathematisch-naturwissenschaftlichen Logik könne man zwar niemanden zum Glauben an Gott bewegen, aber Glaubenshindernisse abbauen oder beseitigen. Gitt leitete bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 als Direktor und Professor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt den Fachbereich Informationstechnologie.

Widersprüche zwischen Erkenntnissen und Bibel entkräften

Die Studiengemeinschaft beschäftigt fünf hauptamtliche Mitarbeiter. Vorsitzender ist der sächsische Mediziner Henrik Ullrich (Riesa). Laut Ullrich ist „Wort und Wissen“ dem Bekenntnis zum Gott der Bibel und den in ihr geoffenbarten Wahrheiten verpflichtet. Die Fachgruppen – Biologie, Physik, Kosmologie, Geowissenschaften, Archäologie und Wirtschaft – bemühten sich wissenschaftliche Daten im Zusammenhang mit biblischen Aussagen über Gott als Schöpfer und Erhalter zu verstehen und behauptete Widersprüche zu entkräften. Der Freundeskreis besteht aus rund 9.500 Personen.

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