NAI – Freitag, 7. Juni 2013

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Syrische Panzer auf den Golanhöhen – Österreichische Friedenstruppen geben auf

Freitag, 7. Juni 2013 |  Tommy Mueller

Israel droht immer mehr in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen zu werden. Syrische Regierungstruppen und Aufständische liefern sich am Donnerstag heftige Gefechte auf den Golanhöhen, unmittelbar an der Grenze zu Israel. Weil dort – entgegen den Bestimmungen für die entmilitarisierte Sicherheitszone – syrische Panzer im Einsatz sind, hat sich Israel offiziell bei den Vereinten Nationen beschwert. Die Befürchtungen der Regierung in Jerusalem, dass sich die Blauhelm-Friedenstruppen zurückziehen, wenn es ernst wird, scheinen sich zu bewahrheiten: Am Donnerstag kündigte Österreich den Abzug seiner UN-Soldaten an. Dutzende syrische Flüchtlinge baten am Grenzübergang Kuneitra, dass sie nach Israel einreisen dürften. Sie wurden zunächst von der israelischen Armee in Empfang genommen. Als die Kämpfe abflauten, wurden sie in ihre Heimat zurückgeschickt.

Durch die Kämpfe kam es auf der syrischen Seite der Golanhöhen zu mehreren Buschbränden. Israelische Feuerwehrleute stehen in der Grenzregion bereit, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die Armee hat die Region zum Sperrgebiet erklärt. Die israelischen Landwirte wurden aufgefordert, ihre Felder in Grenznähe vorerst nicht zu betreten. Im Laufe des Tages kam es vor den Augen der israelischen Soldaten, die an die Grenze beordert wurden, zwischen den syrischen Bürgerkriegsparteien zu heftigen Artilleriegefechten. Zwei Granaten schlugen auf der israelischen Seite ein, ohne Schaden anzurichten. Außer Soldaten und Feuerwehrleuten hat die Armeeführung auch eine große Anzahl von Sanitätern mit Material für Feldlazarette auf die Golanhöhen beordert.

Unterstützung erhalten die syrischen Rebellen von der Terrorgruppe al-Kaida: deren Führer Aiman al-Sawahiri rief in einer Videobotschaft dazu auf, gemeinsam „unter dem Banner des Islams“ gegen den syrischen Präsidenten Assad, gegen die USA und gegen Israel zu kämpfen.

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Armee verschärft Regeln für Umgang mit sozialen Netzwerken

Freitag, 7. Juni 2013 |  Nina Giesecke

Zu Beginn der Woche haben junge israelische Soldatinnen einen Skandal verursacht: Die Rekrutinnen fotografierten sich gegenseitig beim Strippen und veröffentlichten die Bilder auf Facebook. Aus dem sozialen Netzwerk fanden die Bilder der halbnackten Frauen schnell den Weg in die Weltpresse. Unmengen von weiteren unangebrachten Fotos israelischer Soldaten beiderlei Geschlechts machten in der Folge die Runde in sozialen Netzwerken. Nun hat die Armeeführung reagiert und strenge Regeln für den Umgang mit sozialen Netzwerken in Kraft gesetzt.

Ein weiterer Facebook-Skandal hatte die Armee bereits vor einigen Monaten beschäftigt: Ein Soldat hatte auf seiner privaten Seite einen geheimen Einsatz des israelischen Militärs angekündigt.Die geplante Razzia in einem arabischen Dorf musste daraufhin abgesagt werden.

Jetzt greift die israelische Armee durch: Sie formulierte neue Richtlinien für den Umgang mit sozialen Netzwerken. Im Rahmen der Neuregelung sind die Streitkräfte in drei Gruppen eingeteilt worden: Die erste Gruppe umfasst Soldaten und Offiziere, die in geheimen Sondereinheiten eingesetzt werden. Diesen Soldaten ist es strikt untersagt, ein Konto in sozialen Netzwerken zu besitzen. Die zweite Gruppe umfasst hohe Offiziere, die als Piloten oder Geheimdienstoffiziere arbeiten. Diesen Soldatinnen und Soldaten ist es erlaubt, Facebook-Accounts zu nutzen – jedoch nur unter sehr strengen Auflagen. Sie dürfen keinerlei Informationen zu ihrem Dienst veröffentlichen. Der Rest der Armee bildet die dritte Gruppe. Ihnen wird es freigestellt, Konten auf sozialen Netzwerken zu betreiben. Sie müssen jedoch alle Regeln der Verschwiegenheit und Geheimhaltung in Militärangelegenheiten beachten.

Bereits im August vergangenen Jahres begannen die Streitkräfte, ihre Soldatinnen und Soldaten im Umgang mit sozialen Netzwerken zu schulen. Der Militärgeheimdienst behält sich seitdem vor, fortgeschrittene Technologien zu nutzen, um die israelischen Soldaten zu überwachen. „Wir hacken nicht die Accounts unserer Soldaten“, zitierte ein Nachrichtensender einen Offiziellen des Militärs. „Wir beobachten lediglich die Dinge, die der Feind auch sehen könnte. Wir investieren viel in die Ausbildung unserer Soldaten. Je mehr wir ihnen die Gefahren beim Umgang mit sozialen Netzwerken bewusst machen, desto mehr werden sie es vermeiden, Geheimnisse im Internet zu verbreiten“, so der Militärsprecher.

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Kurznachrichten

Freitag, 7. Juni 2013 |  Tommy Mueller

+++ Der neue Regierungschef der Palästinenser, Rami Hamdallah, ist von Präsident Mahmoud Abbas vereidigt worden. Hamdalla war bislang Englisch-Professor an der Universität von Nablus und gilt als politisch unerfahren. +++ Der jüdische Nationalfonds wird nun doch keine Ansprache des früheren US-Präsidenten Bill Clinton (Foto) in Israel finanzieren. Clintons Auftritt hätte den Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag von Staatspräsident Shimon Peres besonderen Glanz verleihen sollen. Es gab jedoch heftige Kritik, als bekannt wurde, dass Clinton für eine 45-minütige Rede ein Honorar von 500.000 Dollar erhalten sollte. +++ Die israelische Firma Netafim, weltweit führend in der Tröpfchen-Bewässerungstechnik, hat den „Stockholm Industry Water Award 2013“ gewonnen. Die Firma erhält die Auszeichnung für ihren Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft und innovative Ansätze beim Thema Wasser und Wassertechnologien. +++ Beim Israel-Seminar im christlichen Gästehaus Beth-Emmaus in Mecklenburg sind noch Plätze frei. Dieses Jahr (16.-23. Juni) wird Nettanel Doron die Vorträge halten.Auf dem Programm stehen Lobpreis, Bibelarbeiten, politische Israel-Vorträge, Workshops, Gottesdienste und ein Tagesausflug. Die Bibelarbeiten hält Uwe Seppmann. Für das Programm hier klicken!

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Israel-Video des Tages: Lichterfestival in Jerusalem

Freitag, 7. Juni 2013 |  NAI-Redaktion

Das Lichterfestival in der Altstadt ist eine der größten Attraktionen für in- und ausländische Jerusalem-Touristen. Dutzende von verblüffenden Lichtinstallationen und kreative Aufführungen haben die Veranstaltung weltbekannt gemacht – das Ambiente der Altstadtmauern ist eben einzigartig. In diesem Jahr findet das Festival vom 5. – 13. Juni statt. Das Video vermittelt einen Eindruck der faszinierenden Lichtskulpturen, Feuershows, Musikaufführungen und ungewöhnlichen Projektionen auf Mauern und Gebäuden.

Zum Ansehen des Videos bitte nach unten scrollen!

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