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Ökumene-Professor

Neuapostolische Kirche ist „theologisch ökumenefähig“

Neuapostolische Kirche ist „theologisch ökumenefähig“

Der emeritierte Professor für Ökumenik und Konfessionskunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Helmut Obst. Foto: Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg

Bensheim – Die Neuapostolische Kirche hat in den vergangenen Jahren ihren Anspruch aufgegeben, einzig wahre Kirche Jesu Christi zu sein. Durch ihren im vorigen Jahr veröffentlichten Katechismus ist sie „theologisch ökumenefähig“ geworden. Diese Ansicht vertritt der emeritierte Professor für Ökumenik und Konfessionskunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Helmut Obst, im Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim bei Darmstadt. Nach wie vor gebe es „kritisch zu diskutierende Sonderlehren“, etwa über die Rolle des Stammapostels oder das Verhältnis von Taufe und Versiegelung. Allerdings sollten an diese Lehren die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie an andere Kirchen. „Ungewöhnliche und in der Sicht anderer theologischer Traditionen abwegige Sonderlehren“ gebe es von Anfang an auch bei Mitgliedern des Ökumenischen Rates der Kirchen. Entscheidend für die Ökumenefähigkeit einer Kirche sei, dass sie andere christliche Gemeinschaften als Kirchen anerkenne und auf einen kirchlichen Exklusivitätsanspruch verzichte sowie ein Leben und Arbeiten im Geist des ökumenischen Gedankens praktiziere.

Vielfalt kirchlicher Erscheinungsformen wird anerkannt

Im Katechismus von 2012 erkennt Obst einen klaren Bruch mit dem früheren, streng exklusiven Kirchenverständnis der Neuapostolischen Kirche. Vor 20 Jahren habe es im Katechismus geheißen, dass die Neuapostolische Kirche die Kirche Jesu Christi und „das wieder aufgerichtete Erlösungswerk des Herrn“ sei. Jetzt werde die Vielfalt kirchlicher Erscheinungsformen vorsichtig anerkannt. Laut Obst kommt es jetzt darauf an, dass sich die theoretische Neuausrichtung der Neuapostolischen Kirche im Gemeindeleben vor Ort sowie im Glauben und im Bewusstsein von Gemeindemitgliedern ebenso durchsetzt wie in den Köpfen von Theologen und Amtsträgern ökumenischer Kirchen. Die Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg entstandene Neuapostolische Kirche hat weltweit etwa zehn Millionen Mitglieder. In Deutschland gehören rund 350.000 Personen zu ihr, in der Schweiz 36.000 und in Österreich 5.000.

 

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