Vom radikalen Muslim zum verfolgten Christen

 

Gefangener des Monats

Vom radikalen Muslim zum verfolgten Christen

Vom radikalen Muslim zum verfolgten Christen

Der iranische Pastor Saeed Abedini mit seiner Familie. Foto: IGFM

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den iranischen Pastor Saeed Abedini benannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen. Der 33-Jährige, der auch US-Staatsbürger ist, wurde am 27. Januar in Teheran wegen „Gründung von Hauskirchen, die die nationale Sicherheit untergraben“ zu acht Jahren Haft verurteilt. Abedini trat im Jahr 2000 vom Islam zum Christentum über. Er war ursprünglich ein radikaler Muslim. Mit 20 Jahren ließ er sich zum Selbstmordattentäter ausbilden. In dieser Zeit bekam er Kontakt zu Christen und entschied sich, den Glauben an Jesus Christus anzunehmen. Er gründete Hausgemeinden, die an 30 Orten mehr als 2.000 Ex-Muslime als Mitglieder haben sollen. 2005 wanderte Abedini in die USA aus und erhielt dort die Staatsbürgerschaft. Seit 2009 besuchte er jährlich seine Angehörigen im Iran und unterstützte den Bau eines Waisenhauses. Im Juli 2012 wurde der Pastor in der Nähe der türkischen Grenze von Revolutionsgardisten festgenommen. Er ist im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert und wurde dort nach eigenen Angaben gefoltert. Man habe ihm gesagt, er würde für seinen christlichen Glauben „gehenkt werden“. Abedini ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Die IGFM und idea rufen dazu auf, sich in Briefen an den Generalsekretär des iranischen Menschenrechtsrates, Mohammad Javad Larijani, zu wenden. Er solle sich für die sofortige Freilassung des Pastors einsetzen und für dessen Sicherheit sorgen. Laut IGFM widerspricht die Verurteilung Abedinis wegen seines Religionswechsels und Glaubensengagements dem für den Iran völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte. Von den 74,2 Millionen Einwohnern des Landes sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

 

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