SIND SELBSTMORD-ATTENTÄTER EHRENMÖRDER?

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SIND SELBSTMORD-ATTENTÄTER
EHRENMÖRDER?
Es geht um unzählige Menschenleben!
Ehrenmorde sind viel häufiger als angenommen. Die UNO gibt 5.000 pro Jahr an, ohne Dunkelziffer. Andere Schätzungen gehen jedoch bis 100.000 (siehe dazu unter http://www.ehrenmord.de/faq/wieviele). Doch was muss man alles dazu zählen? Meist werden nur Morde an Frauen gezählt. Doch es gibt auch Morde an deren Partnern oder an Homosexuellen, die aus dem Ehrenmotiv geschehen, genauso wie die Blutrache oder die Tötung von Ex-Muslimen. Nicht zu vergessen sind ebenfalls diejenigen, die sterben müssen, weil sie selber nicht bereit sind, einen Ehrenmord auszuführen. Wir dürfen uns deshalb nicht mit Halbwahrheiten zufriedengeben. Es lohnt sich, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Denn es geht um unzählige Menschenleben.
Die wahren Gründe für Ehrenmorde Wer die Gründe nur beim Täter sucht, der tritt zu kurz. Es ist prinzipiell nicht nur ein einziger speziell bösartiger
Mensch, der den Ehrenmord begeht. Im Normalfall handelt er vielmehr im Einklang mit (s)einer ganzen Familie, also einem System. Auffällig ist dabei, dass die Beteiligten den Ehrenmord selten bereuen. Sie werden ja oftmals
sogar noch als Helden gefeiert. Wer andererseits die Gründe ausschließlich im Druck der Gemeinschaft auf den Mörder oder auf die Familie sieht, der tritt ebenfalls zu kurz. Denn der Ehrenmord hat sich sogar auch gegen
alle Erwartungen in der dritten Generation der Einwanderer im Westen etabliert, obwohl er ja in unserer Kultur verpönt ist.
Auffällig ist, dass Ehrenmörder ihre Tat nicht bereuen. Der Grund dafür ist, dass diese als Pflicht empfunden wird, als ein Opfer, das ein Einzelner oder eine Familie bringen muss. Der Ausführende versteht ihn als eine
religiöse Notwendigkeit, der man nicht entfliehen kann. Deshalb sind die Täter hundertprozentig überzeugt, richtig gehandelt zu haben.
Nicht mit Ehrenmorden zu verwechseln sind Eifersuchtsdramen.  Eifersuchtsmorde gibt es in jeder Gesellschaft. Sie werden aus Verzweiflung, in Überforderung oder auch im Affekt begangen. Weder verlangt die
Gesellschaft dies vom Mörder noch drängt ihn die Familie dazu. Ein solcher Täter beruft sich auch nicht auf eine höhere Notwendigkeit. Es handelt sich dabei vielmehr um ein von der jeweiligen Kultur unabhängiges Problem zwischen zwei Menschen.
Wo gibt es Ehrenmorde?
Der Ehrenmord ist als ein Phänomen innerhalb patriarchalischer Gesellschaften bekannt. Früher war er in weiten Teilen Europas ebenfalls zu finden, heute jedoch wird er – beispielsweise in Form der Blutrache – bestenfalls noch innerhalb einiger weniger Mafia-ähnlicher Strukturen praktiziert. Grundsätzlich jedoch ist er überwunden worden. Ganz anders sieht es leider in islamischen und vom Islam beeinflussten Völkern aus.
Gemäß einer Studie waren 91 % der Ehrenmorde von Muslimen verübt worden (siehe dazu: http://www.meforum.org/2646/worldwide-trends-in-honor-killings). Was sind die Gründe dafür?

Verbietet der Koran Ehrenmorde?
Wer annimmt, dass der Koran das Töten prinzipiell verbietet, der irrt sich. Was verboten wird, ist ‚nur‘ das grundlose Töten (siehe dazu Sure 5,32, 17,33 und 6,151). Doch der Ehrenmörder ist ja davon überzeugt, aus gutem Grund zu töten. Zudem finden sich im Koran bedenkliche Aussagen wie „Verführung ist schlimmer als Töten“ (Sure 2,216). Töten gilt also nicht als das Schlimmste. Der Koran befiehlt sogar die Blutrache (Sure 2,178), die ja auch eine Art von Ehrenmord ist: „Ihr Gläubigen, euch ist die Wiedervergeltung vorgeschrieben, eine Freie für eine Freie, einen Freien für einen Freien, einen Sklaven für einen Sklaven …“. Es wird zwar dort die Möglichkeit erwähnt, die Sache mit Lösegeld zu erledigen, befohlen aber wird dies nicht, sondern die Wiedervergeltung. Nicht der Koran, wohl aber andere einflussreiche islamische Bücher befehlen eine weitere Form des Ehrenmordes: „Wer den Glauben wechselt, soll getötet werden“ (www.nbc-pfalz.de/pdf/religionen/ersen_abfall-vom-islam.pdf).
Nicht die Schuld, sondern die Schande wird bestraft Das Problem liegt aber nicht nur in den heiligen Büchern. Genauso verhängnisvoll ist, dass es sich bei der islamischen Kultur um eine extreme Ehre-/Schande-Kultur handelt. Diese Kultur lehrt den Menschen von klein auf, dass Schuld weniger schlimm sei als Schande. Letztere zu vermeiden, dies sei das A und O des Lebens. Denn
wer Schande auf sich häuft, der ist verloren. Er hat in seinem Leben keine Chance auf Erfolg mehr. Seine Familie auch nicht. Daher ist seine Ermordung nichts Schlimmes, sondern eine Folge dessen, was bereits schon geschehen ist. Dabei ist es zweitrangig, ob die Person, welche es zu töten gilt, schuldig ist oder nicht (Bei der Blutrache wird beispielsweise nicht der Schuldige, sondern jemand aus seiner Familie getötet). Der Mörder sieht nichts als die Schande, die es auszuwischen gilt.

Das A und O der Ehre-/Schande-Kultur ist Respekt gegen oben und Verachtung gegen unten. Je weiter oben jemand ist, desto mehr gilt es, dessen Ehre um jeden Preis zu wahren. Deswegen ist es beispielsweise für viele Muslime ganz normal, Fantasiegeschichten zu erzählen, wenn es um die Ehre ihrer Eltern, des Vaterlandes oder der Religion geht. Sie denken gar nicht, dass Außenstehende diese als Lügen empfinden könnten. Die Obersten auf der Ehrenleiter sind Gott und Mohammed, deren Ehre um jeden Preis verteidigt werden muss, notfalls auch durch Mord (vgl. dazu die Ehrenmorde anlässlich der dänischen Mohammed-Karikaturen!). In Pakistan beispielsweise befiehlt das Gesetz sogar die Todesstrafe für die Beleidigung des Korans.
Die Macht des Ehrendenkens Der Motor des islamischen Glaubens ist in erster Linie das Bestreben des Einzelnen, ehrenwerter vor Allah zu
werden. Dazu gehört das Ausmerzen alles Schändlichen aus dem eigenen Leben, demjenigen der engeren und ferneren Verwandtschaft und aus der Gesellschaft oder gar aus der ganzen Welt. Man ist dauernd damit beschäftigt, nach schändlichen Dingen Ausschau zu halten, sie zu verhindern oder wenigstens zu verstecken. Was man nicht ausmerzen kann, scheut man wie die Pest. Man empfindet deshalb den Ehrenmord als ein Muss, eine Pflicht, eine gute Tat und ein Opfer für Gott. Sogar dann, wenn der Täter selber nicht sonderlich religiös ist, ist es doch letztlich der allumfassende religiöse Ehrenkodex seiner eingeimpften Kultur, der ihn zu dieser Tat führt.
Sich als Einzelner der islamischen Kultur zu widersetzen, ist fast undenkbar, äußerst schwierig, kräfteraubend, mit lebenslangen Dauerverlusten und endlosen Konflikten verbunden, denn die Konflikte der islamischen
Gesellschaft lösen sich nie. Wer einmal einen Schandfleck in seinem Leben hat, wird ihn für immer haben, außer er vergießt ehrloses Blut. Weigert er sich jedoch, so wird er möglicherweise sogar selber dafür eines Tages mit
seinem eigenen Leben bezahlen müssen.
Aus Liebe töten?
Der einzelne Täter glaubt, mit der Ermordung etwas Gutes getan zu haben. Nicht zuletzt deshalb, weil er durch die Tötung der „ehrlosen“ Person diese davor
bewahrt, noch mehr und vielleicht noch schlimmere unehrenhafte Taten zu tun, für welche sie dann eines Tages im göttlichen Gericht geradestehen müsste. So
kann man mit Verblüffung hören, dass ein Vater behauptet, er habe seine Tochter aus Liebe getötet.
Unlösbar
Jedes Volk kennt Kriege und Konflikte. Doch verschiedene Probleme des Nahen Ostens sind in neuester Zeit geradezu sprichwörtlich dafür geworden,
dass sie unlösbar sind. Jeder Lösungsversuch versagt. Der Grund ist der, dass es um mehr als Stärke oder Gerechtigkeit geht, nämlich um Ehre. Die
Verlierer akzeptieren den Verlust ihrer Ehre nicht. Sie kämpfen auf jede erdenkliche Art und Weise weiter, und schädigen den Ruf des Gegners, bis auch dieser zu Fall kommt. Deshalb müssten eigentlich viele der Toten der arabischen Kriege auch als Ehrenmorde gezählt werden.
Kaafer ist kein harmloses Wort es heißt nich Ungläubiger sondern Lebensunwürdiger.
Es ist für Nichtmuslime verboten, die heiligen Bezirke Mekkas zu betreten. Übertreter werden nicht bestraft, sondern getötet. Sie haben nämlich die Ehre des Ortes beschmutzt. Auch dies ist also letztlich ein Ehrenmord.
Nichtmuslime werden prinzipiell als sogenannte Kaafer eingestuft. Das Wort Kaafer wird oft mit „ungläubig“ übersetzt. Es ist aber ein emotional geprägtes Wort, mit dem man Verachtung ausdrückt. „Gotteslästerer“ trifft
die Bedeutung schon besser. Der häufige Gebrauch eines derartigen Wortes bedeutet in einer vom Ehre-/Schande-Denken geprägten Kultur, dass jeder Nichtmuslim prinzipiell verachtungswürdig und schändlich ist. Und da es ja gilt, Schande auszumerzen, ist die Hemmschwelle zum Mord an Nichtmuslimen viel kleiner als zum Mord an Muslimen. Heutzutage kriegen dies vor unseren Augen vor allem die religiösen Minderheiten im Nahen Osten zu spüren, die teilweise Völkermorde durchmachen. Dies gilt nicht nur für Christen, sondern auch
für Jesidis, Ahmediyyas, Sabäer, Aleviten, Bahai und andere. Es würde auch für Juden gelten, wenn sie sich nicht wehren könnten.
Selbstmorde sind im Islam verboten Das stimmt. Aber trotzdem floriert die Idee des Selbstmordattentates. Die Gründe dafür sind klar. Erstens versteht der Attentäter seine Tat gar nicht als Selbstmord, sondern als Schritt ins Paradies.

Und der Islam  verspricht demjenigen den Himmel, der auf dem sogenannten Pfad Gottes stirbt. Teilweise werden im Krieg gefallene Muslime sogar auf einem separaten Abteil des Friedhofs beerdigt (so geschehen z. Bsp. in Sidon).
Zweitens gewinnt der Attentäter Ruhm, denn er hat ja nicht nur „Gotteslästerer“ und damit Schande beseitigt, sondern er hat dies auf spektakuläre Art und Weise gemacht. Damit hat er für seine Leute und die Sache Allahs weltweite Aufmerksamkeit respektive in seinem Denken Ruhm und Ehre erlangt. Dadurch ist er ein derart ehrbarer Held, dass er sogar vierzig seiner Verwandten ins Paradies mitnehmen kann. Sein Bild erhält einen Ehrenplatz im Haus der Familie. Es prangt, alles andere überragend, im Wohnzimmer. Man trauert nicht über ihn, sondern spricht täglich von seiner Ruhmestat. Er wird nämlich keineswegs als hinterlistiger Selbstmordattentäter oder gar als Mörder unschuldiger Menschen gesehen, sondern auf die oberste Stufe der
Märtyrer für das Vaterland und Gott platziert!
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