NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 22. Mai 2013

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Jüdische Pilger an Rahels Grab zunehmend in Gefahr

Mittwoch, 22. Mai 2013 |  Tommy Mueller  

Rund 200 Brandsätze und 80 Sprengkörper sind in den vergangenen drei Monaten von Palästinensern auf jüdische Soldaten und Beter geworfen worden, die sich am Grab von Rahel aufhielten. Die Grabstätte liegt nördlich von Bethlehem im Palästinensergebiet, nur knapp 500 Meter von der Jerusalemer Stadtgrenze entfernt. Die Attacken wurden von der Armee und der Grenzpolizei einem Auschuss der Knesset berichtet, der für auswärtige Angelegenheiten und Sicherheitsfragen zuständig ist. Der Ausschuss beschäftigte sich mit der wachsenden Gefahr für Betende an der Grabstätte. Der Vorsitzende des Ausschusses, der frühere Außenminister Avigdor Lieberman, forderte von den Sicherheitsbehörden konkrete Schritte, um die Sicherheit der jüdischen Pilger und Soldaten zu verbessern.

Um die Grabstätte gibt es seit vielen Jahren Streit. Seit 1996 wird Rahels Grab von palästinensischer Seite als Moschee „Bilal bin Rabah“ bezeichnet und von den Muslimen beansprucht. Zwischen Israel und der Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) gab es heftige Auseinandersetzungen um die Frage, ob Rahels Grab zum israelischen Weltkulturerbe zählen könne. Wissenschaftler und Rabbiner halten es für absurd, dass eine der heiligsten Stätten des Judentums zur Moschee erklärt wurde. Der Name „Bilal Bin Rabah-Moschee“ sei erst seit den Unruhen 1996 in Gebrauch und werde von den Palästinensern als Politikum missbraucht.

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Damaskus: Israel unterstützt die Revolutionäre

Mittwoch, 22. Mai 2013 |  Aviel Schneider  

Israel beobachtet die Grenze mit Syrien sehr intensiv (im Bild Armeechef Benny Gantz). In den vergangenen zwölf Monaten hat Israel nach ausländischen Quellen dreimal Syrien angegriffen. Bisher hütete sich Damaskus, mit einem Vergeltungsangriff zu reagieren. Jerusalem warnte Syrien, dass Israel das Assad-Regime im Falle eines Gegenschlags vernichten werde. Israel betonte mehrfach, dass es nicht gegen den Staat Syrien sei. Vielmehr wolle man Langgstreckenraketen und chemische Waffen vernichten, bevor diese in die Hände von Terrorgruppen wie die Hisbollah oder Al Kaida fallen. Ungeachtet dessen hat Assad Israel gewarnt, dass Syrien beim nächsten Angriff Israels prompt zurückschlagen werde. In Israel wird dies bezweifelt.

Darüber hinaus wurde von Assad beanstandet, dass Israel die Revolutionäre in Syrien unterstütze und ihnen mitteile, welche strategische Ziele anzugreifen seien. Israelische Araber, also Staatsbürger Israels, stehen laut dem israelischen Sicherheitsdienst Schin Bet sogar in Diensten der syrischen Opposition. Die israelische Tageszeitung Jediot Achronot berichtete, dass ein junger Araber aus Israel während seines Dienstes in Syrien auserwählt worden sei, sich für Allah und Syrien in die Luft zu sprengen. Aber der Mann habe sich geweigert und die Flucht ergriffen.

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Oppositionsführerin besucht erstmals Deutschland

Mittwoch, 22. Mai 2013 |  Tommy Mueller  
Israels Oppositionsführerin Shelly Yachimovich besucht erstmals Deutschland – das Land, in dem ihre Großeltern von den Nazis umgebracht wurden. Die 53-jährige Vorsitzende der Arbeiterpartei nimmt an den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD teil. In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe) erklärte Yachimovich, sie wisse sich gegen die oft überzogene Israelkritik der europäischen Linksparteien zu wehren: „Ich bin eine Zionistin, ich bin eine Patriotin und ich bin stolz auf mein Land. Ich sehe im zionistischen Projekt eine historische und moralisch gerechte Revolution. Es gibt übrigens durchaus sozialdemokratische Politiker, die Israel wohlgesonnen sind.“ Sie forderte die Einführung der Zivilehe in Israel (bisher dürfen nur Rabbiner Trauungen vornehmen), und zudem die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

In Israel hat sich die streitbare Oppositionsführerin gerade mit dem Leiter der ultraorthodoxen Schass-Partei, Arye Deri, angelegt. Nachdem ein Mann in einer Bank in Beersheva vier Menschen erschossen hatte, weil ihm ein Kredit versagt worden war, hatte Deri der Regierung eine Teilschuld gegeben: Die stürze mit ihrem Sparkurs tausende Familien in Armut und Verzweiflung. Yachimovich, die ansonsten kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, Netanjahu zu kritisieren, widdersprach Deri jedoch sehr deutlich: In Beersheva habe ein Mann ein schreckliches Verbrechen begangen, und diesem Verbrechen dürfe die Politik nicht einmal den Hauch einer Rechtfertigung geben.

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Kurznachrichten

Mittwoch, 22. Mai 2013 |  NAI-Redaktion  

+++ Beim Entschärfen einer Panzermine auf den Golan-Höhen ist am Dienstag ein 19-jähriger israelischer Soldat ums Leben gekommen. Zwei Kameraden wurden leicht verletzt. Warum die Mine explodierte, ist unklar. +++ Die israelische Armee sorgt sich um die Sicherheit ihrer ultraorthodoxen Soldaten (Foto). Üblicherweise leisten Ultraorthodoxe keinen Wehrdienst. Einige wenige melden sich freiwillig, werden dann aber meist von ihren Familien verstoßen. Brigadegeneral Gadi Agmon befürchtet angesichts der aktuellen Kontroverse zwischen den Ultraorthodoxen und der Regierung, dass die frommen Soldaten von ihren Glaubensgenossen verprügelt werden. +++ In der kommenden Woche wird in Israel ein landesweites Manöver durchgeführt, bei dem die Bevölkerung auf einen Krieg vorbereitet wird. Angenommen wird ein Angriff mit chemischen Waffen und der Einschlag feindlicher Raketen. Die Bevölkerung übt den Einsatz von Gasmasken und die Flucht in Luftschutzbunker. +++ Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat, selbst kein orthodoxer Jude, verteidigt seinen Beschluss, dass am Schabbat weiterhin die Kinos geschlossen bleiben. Ein neues Kino mit 15 Bühnen hatte gegen das Schabbat-Verbot geklagt.+++

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Israel-Video des Tages: Aktuelle TV-Nachrichten

Mittwoch, 22. Mai 2013 |  Tommy Mueller  

Jede Woche präsentiert die Fernsehredaktion von Israel heute den Bibel TV-Zuschauern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuelle Meldungen aus dem Heiligen Land. In dieser Folge geht es unter anderem um das umstrittene Video, das angeblich zeigt, wie ein zwölfjähriger Palästinenserjunge von israelischen Soldaten erschossen wird. Umfangreiche Untersuchungen haben nun gezeigt, dass die Weltöffentlichkeit in die Irre geführt wurde.

 

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