NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 16. Mai 2013

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Arabischer Sanitäter rettet jüdisches Mädchen

Donnerstag, 16. Mai 2013 |  Aviel Schneider  
Mitte März rettete er Edel Biton. Das dreijährige jüdische Mädchen war im Auto seiner Mutter in der Nähe von Ariel unterwegs. Als Palästinenser Steine warfen, verunglückte der Wagen, das Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Der 36-jährige arabische Sanitäter Muavia Kabaha war Ersthelfer, und er war es auch vor zwei Jahren in der Siedlung Itamar: Terroristen hatten am Schabbatabend die Familie Vogel kaltblütig ermordet. Muavia Kabaha hört an solchen Tatorten oft schockierte Juden „Tod den Arabern!“ schreien. „In diesen Momenten bin ich gespalten. Ich helfe, wo ich kann, aber ich bin nun mal Araber.“ Schauplatz ist das biblische Kernland. Zwischen jüdischen Siedlungen und arabischen Dörfern geraten täglich Juden und Araber gleichermaßen in Not. Erste Hilfe leisten ist Muavia Kabahas Aufgabe. Er leistet sie ohne Ansehen der Person.

Muavia Kabahas Erste Hilfe rettete der kleinen Edel das Leben. „Ich sagte mir: Wenn Araber es waren, die Edel umbringen wollten, dann müssen ihre Eltern jetzt instinktiv alle Araber hassen. Aber ich wollte die Kleine unbedingt besuchen. Sie ist im selben Alter wie mein Neffe. Also bin ich am nächsten Tag zur Intensivstation. Die Familie Biton war versammelt, sie hielten gerade einen Kiddusch. Ein paar Minuten war ich still, dann gab ich mich zu erkennen. Sie haben mich mit einer Liebe umarmt, die mich umwarf.“ Nicht nur die Angehörigen von Edel haben Kabaha ins Herz geschlossen, sondern ebenso Rabbi Ahron Cohen aus der Siedlung Yakir, wo sie wohnen. „Mit so einer Reaktion hätte ich nie gerechnet“, sagte Kabaha. „Da muss ein kleines Mädchen so schwer verletzt werden, damit ich solche Menschen kennenlernen darf!“

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Steinwürfe und Sirenengeheul zum „Tag der Katastrophe“

Donnerstag, 16. Mai 2013 |  Tommy Mueller  

In den Palästinensergebieten und den angrenzenden arabischen Staaten haben am Mittwoch Tausende den Nakba-Tag („Katastrophen-Tag“) begangen. Er erinnert an die Staatsgründung Israels. In größeren palästinensischen Städten heulten 65 Sekunden lang die Sirenen – eine Sekunde für jedes Jahr der Existenz des jüdischen Staates. Die Palästinensische Autonomiebehörde hatte zu einem Generalstreik aufgerufen. Am Nachmittag kam es – wie schon in den Vorjahren – zu heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und der israelischen Armee. Die Palästinenser warfen Steine auf die Soldaten. Dadurch wurden in Jerusalem zwei Polizisten und zwei Passanten leicht verletzt. Gewalttätige Auseinandersetzungen gab es auch am Kalandia-Grenzübergang im Norden Jerusalems, in der Nähe von Bethlehem und östlich von Ramallah. Bei Hebron wurden vier israelische Soldaten verletzt, nachdem ihr Fahrzeug von Randalierern in Brand gesteckt worden war.

Einige Palästinenser versuchten, das Gelände „E1“ zu besetzen. Dort soll zwischen Jerusalem und Ma’ale Adumim ein neues jüdisches Wohngebiet entstehen. Armee und Grenzpolizei verhinderten, dass die Palästinenser dort Bäume pflanzten und ihre Flaggen aufstellten. Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hielt eine Fernsehansprache. Darin unterstrich er, dass die Palästinenser nicht von ihrer Forderung nach einem eigenen Staat mit der Hauptstadt Jerusalem abweichen werden. Israel müsse sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen.

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Frühlingsfest mit Wassermassen – Schwere Überflutungen in Haifa

Donnerstag, 16. Mai 2013 |  Vanessa Biermann  

Das Frühlingsfest Shavuot ist am Mittwoch in ganz Israel buchstäblich ins Wasser gefallen. Heftige Regenschauer zwangen Tausende dazu, den Feiertag zu Hause anstatt in öffentlichen Parkanlagen zu begehen. Deshalb hatten viele Nationalparks für einen Feiertag ungewöhnlich niedrige Besucherzahlen zu verzeichnen. Im Jezreel-Tal mussten alle Feiertags-Veranstaltungen abgesagt werden. In Haifa kam es zu Überschwemmungen. Autos, Geschäfte und Wohnhäuser wurden von den Wassermassen beschädigt. Städtische Notfallhelfer versuchten, den Schaden gering zu halten und halfen den Bewohnern. Andere wiederum nutzten die Situation, um eine Runde mit dem Kajak durch die Stadt zu fahren.

In Nahal Dargot im Gebiet des Toten Meeres retteten Helfer sechs Menschen, davon drei Kinder, vor den Wassermassen. Der Regen hatte am späten Dienstagabend im Norden begonnen und sich über Nacht bis in den Süden Israels ausgebreitet. Es gab schwere Gewitter. „Das ist ein echter Winter. Es sieht aus, als hätten wir Februar und nicht Mai“, sagte ein Meteorologe. Durch die starken Regenfälle ist der Pegel des See Genezareths wieder angestiegen.

Shavuot findet sieben Wochen nach dem Passahfest statt und gilt als Urbild des christlichen Pfingstfestes. Es wird in der Regel mit einem Synagogen-Gottesdienst am Morgen gefeiert. Anschließend gibt es einen Umzug mit Blumengirlanden durch die Straßen. Traditionell werden an diesem Feiertag Honig- und Milchspeisen gegessen.

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Israel-Video des Tages: Moran Mazor beim Eurovision Song Contest

Donnerstag, 16. Mai 2013 |  NAI-Redaktion  

Moran Mazor singt beim „Eurovision Song Contest“ in Malmö für ihr Heimatland Israel. Heute Abend muss sie im zweiten Semifinale antreten. Dabei kann sie sich mit ihrem Lied „Rak bishvilo“ („Nur für ihn“) für das Finale am 18. Mai qualifizieren. Moran Mazor, geboren am 17. Mai 1991, wurde im Heiligen Land bekannt, als sie 2011 eine Reality-Show im Fernsehen gewann. Sie setzte sich beim israelischen Vorentscheid für den wichtigsten Schlagerwettbewerb Europas gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durch. Nun ist ganz Israel gespannt, wie die junge Sängerin in Schweden abschneiden wird. Das Video zeigt Moran Mazor während einer Probe in Malmö.

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