Stille Übernahme – Türkisch-Islamische GemeindeGemeinde will Kulturzentrum bauen

 

Türkisch-Islamische GemeindeGemeinde will Kulturzentrum bauen

 

Erstellt 14.05.2013

 

Die Türkisch-Islamische Gemeinde plant ein neues Kulturzentrum auf ihrem Gelände. Foto: Johannes Schmitz
Auf rund 300 Quadratmetern will die Türkisch-Islamische Gemeinde auf ihrem Gelände ein Kulturhaus bauen. Wie es aussehen soll, steht noch nicht genau fest. Eine Baugenehmigung für das Gebäude liegt aber bereits vor.  Von Johannes Schmitz

Siegburg. Die Türkisch-Islamische Gemeinde plant auf ihrem Gelände einen Neubau. Auf rund 300 Quadratmetern, verteilt auf drei Etagen, soll ein Kulturhaus entstehen. Es soll ein Haus für die Jugend werden. Und eins zum Lernen und zum Austausch.
Wie der Sekretär der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Naci Yüksel, berichtet, hat die Moscheegemeinde bereits eine Baugenehmigung für das neue Haus.

Wie genau es aussehen wird, stehe allerdings noch nicht fest. Es soll nach derzeitiger Planung eine Cafeteria, einen Raum mit Billardtisch, ein Konferenzzimmer und einen Raum beinhalten, in dem Deutschkurse für Türkische Frauen abgehalten werden können. Der Neubau soll vom Haupthaus der Gemeinde an der Händelstraße aus in Richtung des Discounters Aldi entstehen.

Die Hauptmotivation für die Muslime beschreibt Yüksel so: „Wir möchten die Jugendlichen von der Straße nehmen.“ Auf dem Deichhaus gebe es Probleme mit türkischen Jugendlichen, die bei den Behörden nicht gut gelitten seien. Die Größe der Zielgruppe für die Jugendarbeit schätzt Yüksel auf 20 bis 100 junge Leute – „je nachdem, wie gut wir sie erreichen.“ Yüksel ist zugleich Vorsitzender des Siegburger Integrationsrates und kennt die Probleme der Migranten in Siegburg gut.

Keine Kirche ohne Turm

Auf der Internetseite der Türkisch-Islamischen Gemeinde ist ein Spendenaufruf zu lesen, dazu gibt es eine Darstellung eines ersten Entwurfs für das neue Gebäude. Mit dem Bau des Kulturzentrums sei allerdings nicht die Frage vom Tisch, ob die Moschee irgendwann auch mal ein Minarett bekomme. „Eine Kirche ohne Turm gibt es nicht“, sagt Yüksel. Das werde er aber wohl kaum noch erleben, schränkt der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Mustafa Karaca, ein: „Vielleicht eines Tages, wenn meine Kinder eine neue Moschee bauen“, sagt er zum Thema Minarett. Jetzt aber wolle sich die Gemeinde „mit den Jugendlichen beschäftigen“, nicht mit dem Symbol des Minaretts.

Seit acht Jahren kämpfe die Gemeinde um die Finanzierung des Projektes. Auch Karaca erhofft sich mit dem neuen „Bildungs- und Sozialzentrum“ eine verbesserte Jugendarbeit.

Quelle: Rhein Sieg Kreis

 

 

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