NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 15. Mai 2013

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Syrische Granaten schlagen am Berg Hermon ein

Mittwoch, 15. Mai 2013 |  Tommy Mueller  
Mindestens zwei Granaten aus Syrien sind am Mittwoch auf israelischem Gebiet eingeschlagen. Sie trafen das beliebte Naherholungsgebiet am Berg Hermon. Offenbar wurde niemand verletzt. Das israelische Militär sperrte den oberen Bereich des Berges dennoch vorsorglich ab. Nach Armeeangaben handelte es sich vermutlich um Querschläger, die während der Kämpfe zwischen syrischen Aufständischen und Regierungstruppen abgeschossen wurden. Israels Armeechef Benny Gantz berief ein Krisentreffen seiner Offiziere ein. Zudem beschwerte sich Israel bei den im Norden stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen.

In den vergangenen Wochen waren immer wieder Sprengkörper aus Syrien auf den Golanhöhen eingeschlagen. Bei der Armeeführung wächst die Besorgnis, dass die Region auf der syrischen Seite zu einem Niemandsland ohne staatliche Kontrolle wird. Von dort aus könnten dann Terrorzellen ungestört agieren und zu einer ernsten Bedrohung für Nordisrael werden. Die Terrorgruppe „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ hat bereits angekündigt, sie werde die Golanhöhen „von Israel befreien“. Die palästinensischen Terroristen werden dabei angeblich von Syriens Präsident Assad und den radikal-islamischen Hisbollah-Kämpfern unterstützt.

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Deutschland blockiert Israels Wunsch nach Sitz im UN-Sicherheitsrat

Mittwoch, 15. Mai 2013 |  Tommy Mueller  

Die israelische Regierung hat sich offenbar offiziell bei der deutschen Regierung beschwert. Deutschland blockiere Israels Wunsch nach einem Sitz im UN-Sicherheitsrat im Jahr 2018 durch eine eigene Kandidatur. Das berichten israelische Medien. Demnach hatte das israelische Außenministerium mit der Bundesrepublik vereinbart, dass Deutschland zugunsten des jüdischen Staates auf eine Kandidatur verzichten werde. Diese Absprache werde nun gebrochen. Israel habe keine Chance, eine Abstimmung gegen Deutschland zu gewinnen. Beim Israel-Besuch des deutschen Außenministers Westerwelle am kommenden Wochenende soll das Thema auf den Tisch kommen.

Israel bemüht sich seit Jahren um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, der fünf dauerhafte und zehn wechselnde Mitglieder hat. Staaten mit offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen wie Syrien oder der Iran gehörten dem Gremium bereits an. Die Vereinten Nationen haben keinerlei Berührungsängste mit Diktaturen: Ausgerechnet der Iran soll Ende Mai die Präsidentschaft einer Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Abrüstung übernehmen. Die USA haben bereits erklärt, sie würden die Konferenz deshalb boykottieren.

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Kurznachrichten

Mittwoch, 15. Mai 2013 |  NAI-Redaktion  
 
 
 

+++ Auf dem Gelände des Kibbuz „Beit Kama“ im Süden Israels ist ein gut erhaltenes Mosaik aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert entdeckt worden. Bei den Grabungen wurden Reste einer antiken Siedlung entdeckt, die sich über ein Gebiet von mehr als 6000 Quadratmeter erstreckte. Teil der Siedlung war eine große Halle, auf deren Fußboden sich das beeindruckende Mosaik befindet. Das Mosaik zeigt Amphoren, Pfaue und ein Taubenpaar. +++ Mit Justus Frantz ist erstmals ein Deutscher zum Leiter eines bedeutenden Orchesters in Israel berufen worden. Der 68-jährige wird neuer Chefdirigent der „Israel Sinfonietta Beer Sheva“. Pro Jahr wird Frantz das Orchester weltweit rund 15 Wochen dirigieren. Staatspräsident Peres hatte den bekannten deutschen Pianisten und Dirigenten persönlich darum gebeten, die Aufgabe zu übernehmen. +++ Die rivalisierenden Palästinenserparteien Fatah und Hamas wollen angeblich bis Juli eine Einheitsregierung bilden. Das wurde bekannt, nachdem sich hochrangige Vertreter der beiden Parteien zu Gesprächen in Kairo getroffen hatten.

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Israel-Video des Tages: Künstler Johanan Herson

Mittwoch, 15. Mai 2013 |  NAI-Redaktion  
Im heutigen Israel-Video geht es um Filz. Nicht in der Politik oder in der Wirtschaft. Nein, es geht um die andere Bedeutung von Filz: Ein textiles Flächengebilde aus schwer zu trennendem Fasergut, wie es das Lexikon sagt. Mit diesem Stoff arbeitet der Künstler Johanan Herson, und er wurde dadurch international bekannt. Johanan Hersons „Softart“-Werke sind begehrt und mittlerweile in Galerien auf allen Erdteilen zu finden. Ein Video der israel heute-Fernsehredaktion.
 

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