NAI – Nachrichten aus Israel Dienstag, 7. Mai 2013

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Israel zahlt Entschädigung an Angehörige der „Mavi Marmara“-Opfer

Dienstag, 7. Mai 2013 |  Tommy Mueller  
 
 

Israel und die Türkei haben sich darauf geeinigt, dass Israel Entschädigungen an die Verwandten der „Mavi Marmara“-Opfer bezahlt. Bei einem Teffen zwischen israelischen und türkischen Regierungsvertretern am Montag habe man sich grundsätzlich darüber verständigt, hieß es im Außenministerium. Eine verbindliche Vereinbarung werde in Kürze erwartet, gab das Büro von Regierungschef Netanjahu bekannt. Netanjahu hatte sich bei der Türkei – offenbar auf Druck der USA – bereits offiziell entschuldigt.

Das türkische Schiff „Mavi Marmara“ hatte 2010 versucht, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Als israelische Marinesoldaten das Schiff stoppten, wurden sie von den „Friedensaktivisten“ angegriffen. Bei den Auseinandersetzungen kamen neun Türken ums Leben. Der Vorfall belastete die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel, die davor militärisch eng zusammengearbeitet hatten.

Israel besteht darauf, dass mit den Entschädigungszahlungen alle Strafverfahren gegen israelische Offiziere und Soldaten eingestellt werden, die von türkischen Angehörigen der Opfer angestrengt wurden. Unklar ist bislang, wie viel Geld an die Familien der Getöteten fließen wird und ob auch die Verletzten eine Entschädigung erhalten. Ein Türke, der an Bord des Schiffes war, hat öffentlich angekündigt, er werde alles Geld aus Israel an die islamistische Hamas und den islamischen Dschihad spenden.

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Friedhof auf dem Ölberg in Jerusalem wird zur Müllkippe

Dienstag, 7. Mai 2013 |  Nina Giesecke  
Der älteste und größte jüdische Friedhof der Welt gleicht einer Müllkippe. Die berühmte Ruhestätte auf dem Ölberg in Jerusalem wird seit längerem von jugendlichen Vandalen und Kriminellen heimgesucht. Schon vor zwei Jahren hatte sich der israelische Rechnungshofpräsident Micha Lindenstrauss negativ über die Zustände auf dem Ölberg geäußert. „Die Sanierung des Friedhofs geht nur im Schneckentempo voran, die Sicherheitsmaßnahmen sind dort extrem schlecht und Vandalismus und kriminelle Zwischenfälle häufen sich.“, schilderte Lindenstrauss damals die Lage. Seitdem haben sich die Verhältnisse nur wenig verbessert.

Vor allem die Lage des Ölbergs ist ein Problem: Das östliche Jerusalem ist ein fruchtbarer Boden für arabisch-nationalistisch motivierten Vandalismus. In den letzten Jahren wurden hunderte von Grabsteinen auf dem Friedhof zerstört und mit Abfällen und Exkrementen geschändet. Familien, die ihre Vorfahren an ihrer letzten Ruhestätte besuchen wollten, fanden leere Schnapsflaschen, benutzte Kondome und andere Hinweise auf ein besonders lebendiges Nachtleben. „Der Friedhof ist zu einem Nachtclub und Bordell für die Araber aus Ost-Jerusalem geworden. Es gibt keine größere Schande für den jüdischen Staat als das“, beschreibt Rabbi Haim Miller, der frühere stellvertretende Bürgermeister Jerusalems, die Situation.

Einzig positiv für den Friedhof auf dem Ölberg erscheint die Tatsache, dass in den Gräbern Väter von sehr wohlhabenden Juden aus der ganzen Welt ruhen. Als die Brüder Abraham und Menachem Lubinsky, Geschäftsmänner aus der USA, die Gräber ihrer Eltern besuchen wollten, waren sie schockiert über den schlechten Zustand des Friedhofs. Ihre Reaktion folgte unverzüglich: Sie gründeten das „Internationale Komitee zur Erhaltung von Har Hazeitim“. Sie begannen, Druck auf die israelische Regierung und die Jerusalemer Stadtverwaltung auszuüben. Das Komitee zur Erhaltung des Ölbergs hat sich in einem Brief an Premierminister Benjamin Netanjahu gewandt und ihn darum gebeten, vor allem die arabischen Minderjährigen, die regelmäßig die Gräber schänden, härter zu bestrafen. Meistens würden diese zwar verhaftet, jedoch direkt im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Kurznachrichten

Dienstag, 7. Mai 2013 |  Ludwig Schneider  
Der geistliche Führer der ultraorthodoxen Juden, Rabbi Aharon Shteinmann, unterstrich, dass es an den orthodoxen Schulen weiter keinen Unterricht in säkularen Fächern geben werde. Die neue Regierung hatte gedroht, sie werde Zuschüsse an jene Schulen drastisch kürzen, an denen Fächer wie Englisch und Mathematik nicht gelehrt würden. +++ Auf dem Jüdischen Weltkongress in Budapest erklärte der deutsche Außenminister Westerwelle: Berlin wird nicht einen Iran tolerieren, der Atomwaffen besitzt. Er fügte hinzu, dass Israel das Recht habe, sich selbst zu verteidigen. Ungarns Neonazis protestierten gegen den Jüdischen Weltkongress. In Ungarn ist der Antisemitismus verglichen mit anderen EU-Staaten besonders stark. +++ Zum ersten Mal nach der diesjährigen Regensaison ist der Wasserspiegel des Sees Genezareth um einige Zentimeter gesunken.
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Israel-Video des Tages: Einsatz gegen die „Mavi Marmara“

Dienstag, 7. Mai 2013 |  Tommy Mueller  

Am 31. Mai 2010 stoppen israelische Marinesoldaten die „Marvi Marmara“ und fünf Begleitschiffe. Sie wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Israel befürchtet, dass Hamas-Terroristen mit Waffen und Sprengstoff versorgt werden. Als sich Marinesoldaten auf das größte Schiff abseilen, eskaliert sie Situation. Die Fernsehredaktion von „israel heute“ dokumentiert in diesem Video, das kurz nach dem Vorfall entstand, was sich an jenem dramatischen Morgen vor der Küste abgespielt hat. Anhand von Originalaufnahmen der Streitkräfte wird deutlich, wie aggressiv die angeblichen „Friedensaktivisten“ gegen die Israelis vorgingen.

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