NAI – Nachrichten aus Israel Montag, 6. Mai 2013

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Israelischer Luftschlag zerstört angeblich Chemiewaffen-Fabrik

Montag, 6. Mai 2013 |  Tommy Mueller

Einen Tag nach dem mutmaßlichen israelischen Angriff in Syrien hat die „New York Times“ Details der Militäraktion veröffentlicht. Ein hochrangiger syrischer Offizier sagte der Zeitung, der Angriff habe Militäreinrichtungen in einem der am besten gesicherten Bereiche Syriens zerstört. Dabei seien mindestens 100 syrische Elitesoldaten der „Republikanischen Garden“ ums Leben gekommen. Die israelischen Geschosse hätten ein Lager für Langstreckenraketen vernichtet. Außerdem sei eine Forschungseinrichtung zerstört worden, die im Verdacht stand, dass dort chemische Waffen entwickelt und produziert wurden. Ein vorangegangener israelischer Luftschlag am Freitag habe Raketen gegolten, die aus dem Iran stammen und für die Hisbollah-Terroristen im Libanon bestimmt gewesen seien.

Von Seiten der israelischen Regierung gab es keine offizielle Stellungnahme zu den Luftschlägen. Nach der sonntäglichen Kabinettssitzung hieß es lediglich, Israel habe kein Interesse an einer Zuspitzung der Situation im Norden. Ministerpräsident Netanjahu flog am Sonntag wie geplant zu einem fünftagigen Staatsbesuch nach China – wegen der Syrienkrise zwei Stunden später als ursprünglich geplant.

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Israel verlegt Luftabwehr-System in den Norden

Montag, 6. Mai 2013 |  Tommy Mueller

Israel hat seine Truppen im Norden in Alarmbereitschaft versetzt. Nach dem Luftangriff auf Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus hält man in Jerusalem Gegenschläge des Assad-Regimes zwar für unwahrscheinlich, schließt sie aber nicht völlig aus. Zwei Einheiten des Raketenabwehrsystems „Eiserne Kuppel“, bisher an der Grenze zum Gazastreifen im Einsatz, wurde in die Nähe der Großstadt Haifa verlegt (Foto). Der Luftraum im Norden wurde zeitweise für den zivielen Luftverkehr gesperrrt.

In den israelischen Städten im Norden geht das Leben aber normal weiter, die Schulen sind geöffnet, ebenso Geschäfte und Behörden. Die Verwaltungen der Städte und Gemeinden berichten von einigen besorgten Anrufen der Bürger, die man beruhigen könne. Derzeit gebe es keine Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Angriffe aus Syrien oder dem Libanon.

Die syrische Regierung machte Israel für die Angriffe verantwortlich. Der Luftschlag habe die Tür geöffnet „für alle Optionen“, hieß es. Präsidend Assad hat nach Medienberichten gedroht, ein weiterer israelischer Luftangriff werde als Kriegserklärung betrachtet. Der amerikanische Präsident Barack Obama unterstrich Israels Recht auf Selbstverteidigung. Russland und China schwiegen bislang zur aktuellen Zuspitzung der Situation. Ägypten, Iran, Syrien und der Libanon verurteilten die Angriffe, wobei die Reaktionen der arabischen Staaten insgesamt milder ausfielen, als viele Beobachter dies erwartet hatten.

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Regierung protestiert bei Google gegen Anerkennung Palästinas

Montag, 6. Mai 2013 |  NAI-Redaktion

Die israelische Regierung ist sauer auf den Internet-Giganten Google. Der hatte entschieden, in seiner weltweit genutzten Suchmaschine die „Palästinensischen Autonomiegebiete“ durch „Palästina“ zu ersetzen. Googles Anerkennung des Palästinenserstaates veranlasste nun den stelltvertretenden Außenminister Ze’es Elkin (Foto), einen Protestbrief an Goggle-Chef Larry Page zu schreiben. Darin unterstreicht er, dass Googles Schritt Israelis und Palästinenser nicht zurück an den Verhndlungstisch bringe, sondern das Gegenteil bewirke: Er bestätige die palästinensische Position, dass Palästina auch anerkannt werde, ohne dass es Verhandlungen mit Israel gebe.

In einer Stellungnahme hatte ein Google-Sprecher erklärt, Google folge mit der Umbenennung den Vereinten Nationen, die „Palästina“ einen Beobachterstatus eingeräumt hätten. Zudem sei „Palästina“ von vielen internationalen Organisationen bereits anerkannt worden.

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Israel-Video des Tages: Jerusalem früher und heute

Montag, 6. Mai 2013 |  NAI-Redaktion

In den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt gehen Juden und Araber unweigerlich auf Tuchfühlung. Jeder erhebt Anspruch auf die Heilige Stadt. Jerusalem ist wie ein Brennglas: Hier heizen sich die Probleme und Spannungen rasch auf. In der Bibel spielt Jerusalem eine wichtige Rolle. Juden, Christen und Muslime betrachten Jerusalem heilig. Nach offiziellen Angaben gibt es in der Stadt 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen. Etwa 780.000 Menschen leben in Jerusalem. Sie erleben, dass sich die Hauptstadt des jüdischen Staates rasant verändert. Ein Video der Israel heute-Fernsehredaktion.

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