Ich glaube man sucht nur nach Gründe um die Christen zu verfolgen.

 

Freikirchliche Eltern schlagen Kinder häufiger

Freikirchliche Eltern schlagen Kinder häufiger

v.l.: Prof. Christian Pfeiffer und VEF-Präsident Ansgar Hörsting. Foto: BPH/PR

Bielefeld/Hannover – Freikirchliche Eltern schlagen ihre Kinder häufiger als volkskirchliche evangelische oder katholische. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (Hannover), die dessen Direktor, Prof. Christian Pfeiffer, zum Abschluss des 18. Deutschen Präventionstages am 23. April in Bielefeld vorstellte. Demnach werden Kinder in freikirchlichen Familien besonders häufig Opfer elterlicher Gewalt. Pfeiffer: „Hier gilt: Je stärker die Eltern in ihrem Glauben verankert sind, umso mehr prügeln sie.“ So gaben 25,6 Prozent der Kinder, die in einer „sehr religiösen“ freikirchlichen Nicht-Akademiker-Familie aufwuchsen, an, sie hätten zuhause „schwere Gewalt“ erlebt (evangelisch: 16,9 Prozent; katholisch: 11,8 Prozent). Mehr als jedes zweite freikirchliche Kind (53,5 Prozent) sagte, es habe „leichte Gewalt“ ertragen müssen (evangelisch-landeskirchlich: 40,6 Prozent; katholisch: 46 Prozent). Nur jedes fünfte freikirchliche Kind (20,9 Prozent) hat der Studie zufolge zuhause „keine Gewalt“ erlebt (landeskirchlich: 42,5 Prozent; katholisch: 42,2 Prozent). Die Ergebnisse sprechen laut den Autoren der Studie dafür, dass in einem beachtlichen Teil der Freikirchen Eltern dazu aufgerufen würden, bei der Erziehung ihrer Kinder gezielt Schläge einzusetzen. Die Grundlage für die Studie bilden zwei Befragungen: eine mit knapp 45.000 Schülern aus der neunten Jahrgangsstufe sowie eine mit etwa 11.500 Erwachsenen.

VEF: Kritik an verallgemeinernden Aussagen und nicht eingehaltener Zusage

Scharfe Kritik an der Studie haben indes führende Vertreter der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) geübt. Die Aussagen seien sehr verallgemeinernd. VEF-Präsident Ansgar Hörsting (Witten) betonte, gewaltfreie Erziehung sei im Freikirchenverbund Konsens. In den Mitgliedskirchen gebe es zahlreiche erfolgreiche Projekte, die sich für das Kindeswohl und gegen jede Form von Gewalt und Missbrauch an Kindern einsetzen: „Die von Prof. Pfeiffer in Interviews vorgetragenen Beispiele für gewaltsame Erziehung sind uns zutiefst fremd.“ Zudem sei die „freikirchliche Landschaft in Deutschland viel zu heterogen, als dass man alle Freikirchen über einen Kamm scheren“ könne. Der Beauftragte der Freikirchenvereinigung am Sitz der Bundesregierung, Peter Jörgensen (Berlin), hob das Interesse an differenzierten Ergebnissen hervor. Seit Jahren biete man dem Institut eine Kooperation an. Kurz vor der Veröffentlichung habe das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen noch versprochen, für die notwendige Differenzierung zu sorgen. Aber die Zusage sei nicht eingehalten worden. Als Beispiele für erfolgreiche freikirchliche Kindes- und Jugendschutzkampagnen nannte Jörgensen die Initiative „Sichere Gemeinde“ des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) und „Ein Notfallplan“ der Evangelisch-methodistischen Kirche.

 

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