NAI – Nachrichten aus Israel Freitag, 19. April 2013

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Palästinensermuseum: 200 Jahre Geschichte?

Freitag, 19. April 2013 |  Aviel Schneider

In der letzten Woche machte die Grundsteinlegung des neuen palästinensischen Museums weltweit Schlagzeilen. Es handelt sich um eine Privatinitiative, die eine 200-jährige Palästinensergeschichte erzählen soll. Das Museum soll neben der palästinensischen Universität Bir Zait nördlich von Ramallah gegründet werden und in der ersten Stufe auf einer Grundfläche von 3.000 qm errichtet werden. In der nächsten Stufe soll das Palästinensermuseum bis auf 9.000 qm erweitert werden. Palästinensischen Quellen zufolge gehört ein Museum zu den Dingen, die einen Staat bilden. „Ich hoffe, dass das Museum den Palästinensern die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte der Welt vorzustellen“, erklärte der Museumsdirektor Jack Persikan, demzufolge die Geschichte der Muslime, Christen und Juden in den Ausstellungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Das Museum konzentriert sich gemäß dem palästinensischen Rundfunk hauptsächlich auf die letzten 200 Jahre seit der ottomanischen Zeit und der folgenden britischen Mandatszeit.

Eine längere Palästinensergeschichte vorzustellen, wird schwieriger sein, weil sich die Palästinenser über ihre eigene Vergangenheit selbst uneins sind. PLO-Chef Yassir Arafat betonte häufig, dass sie die Nachfolger der Philister sind, der Jerusalemer Palästinenser und ehemaliger Politiker Siad Abu Siad war anderer Meinung und meinte vor einigen Jahren Israel Heute gegenüber, die Nachfolger der Kanaaniter zu sein. Vor über drei Jahren sagte der geistliche Führer der Islamischen Bewegung in Israel, Khamal Chatib, im israelischen Rundfunk, dass die Palästinenser die Nachfolger der Jebusiter sind. Mehrere Jahre zurück sagte der ehemalige arabische Knessetabgeordnete Asmi Bischara im israelischen Fernsehen, dass es überhaupt kein palästinensisches Volk gebe, sondern nur eine arabische Nation (siehe Video). Wegen Spionage musste der arabische Christ aus Nazareth im Jahr 2007 schließlich aus Israel fliehen. Palästinenser auf den Straßen haben uns in Privatgesprächen immer wieder erklärt, dass sie Nachfolger verschiedener arabische Stämme aus Saudi Arabien oder anderen arabischen Ländern aus Nordafrika sind. „Auch wenn De Jura kein Palästinenservolk existiert, so existiert De facto ein palästinensisches Volk mit dem Israel verhandeln muss“, sagte Israels Staatspräsident Schimon Peres vor vielen Jahren. Ein Museum mehr oder weniger wird nichts an der Vergangenheit eines Volkes ändern können.

Video: Asmi Bischara sagt im israelischen Fernsehen, es habe nie ein palästinensisches Volk gegeben.

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Anschlag am Tempelberg vereitelt

Freitag, 19. April 2013 |  nai Redaktion

Fünf Araber aus Ostjerusalem wurden am Donnerstag wegen geplanten Angriffen auf Besucher des Tempelbergs von der israelischen Polizei festgenommen. Die fünf Inhaftierten, im Alter von 20 bis 25 Jahren, werden nun wegen versuchter Entführung, versuchtem Mord, Unterstützung des Feindes in Kriegeszeiten, Kontakt mit ausländischen Agenten und Waffenbesitz angeklagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten sie Kontakt mit Terrorgruppen im Westjordanland und in Gaza aufgenommen und um Ausbildung an Waffen und Bomben gebeten. Es gibt Hinweise darauf, dass sie betende Juden am Tempelberg töten wollten und vorhatten, eine Granate auf eine Polizeistation in Ostjerusalem zu werfen.

Sie planten weiterhin, einen jüdischen Mann zu entführen und ihn dann mit seiner Waffe zu töten. Die Angeklagten hatten im letzten Monat einen Mann per Anhalter mitgenommen, ihn aber wieder entlassen, als sie erfuhren, dass er unbewaffnet war. Ein anderes mal versuchten sie, eine Waffe von einem israelischen Polizeibeamten zu stehlen, aber mussten ihren Plan abbrechen, da ihr verdächtiges Verhalten bemerkt wurde.

Die Gruppe versuchte daraufhin, Handgranaten zu erwerben sowie Material, das zum Bau von Bomben benutzt werden kann. Die Angeklagten bleiben in Untersuchungshaft bis sie vor ein israelisches Gericht gestellt werden.

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Kurznachrichten

Freitag, 19. April 2013 |  Ludwig Schneider

+++ Ministerpräsident Netanjahu sagte in einem Interview mit dem britischen Nachrichtensender BBC, dass Israel keine Erlaubnis von irgendeiner Nation braucht, um sich selbst zu verteidigen. Damit beantwortete er die neue Atom-Kriegsdrohung die der iranische Diktator Ahmedinedshad auf der Militärparade in Teheran gegen Israel aussprach. +++ Der Likud-Knessetabgeordnete Moshe Feiglin legte einen Gesetzentwurf vor, wonach es nur noch einen nicht ethnischen Oberrabbiner geben soll. Bisher haben die orientalisch-sefardischen Juden und die europäisch-aschkenasischen Juden je einen Oberrabbiner. +++ Gemäß der letzten Ausgabe des internationalen Finanzmagazins „Forbes“ gibt es in der Welt 1.426 Milliardäre. Davon sind 165 Juden, d.h. 8,64 % aller Milliardäre sind Juden und das, obwohl der jüdische Weltbevölkerungsanteil nur 0,21 % beträgt, d.h. auf 1 nichtjüdischen Milliardär kommen gut 41 (41,14) jüdische Milliardäre. +++ In Jerusalem findet in der nächsten Woche die Internationale-Grüne-Pilgerfahrt statt, bei der die Teilnehmer jeweils vor Ort über die praktische Handhabung einer sauberen Umwelt lernen. +++ Bild: Die aktuelle „CoolGlobes“ Austellung an den Mauern der Jerusalemer Altstadt +++

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Israel Video des Tages

In Israel kann man das ganze Jahr über surfen, besonders im Winter sind die Wellen an der langen Mittelmeerküste ideal. Surfer aus aller Welt kommen an die israelischen Strände, um die mediterane „Surfszene“ kennenzulernen.

 

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