NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 18. April 2013

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Ein palästinensischer Staat – um welchen Preis?

Donnerstag, 18. April 2013 |  Ryan Jones

Der Besuch von US-Präsident Obama in Israel hat neuen Druck erzeugt im israelisch-palästinensischen „Friedensprozess“. Es wird wieder einmal deutlich, dass die westlichen Mächte, die meinen, man könne Frieden herbeiverhandeln, entweder nicht verstehen oder aber gleichgültig sind. Es ist ihnen egal, was ein unabhängiger palästinensischer Staat wirklich bedeuten würde, auch für die Araber, die darin leben sollen.

Abgesehen von der erwiesenen Unfähigkeit der PLO, staatliche Institutionen seriös und effizient zu führen, gibt es unzählige Beweise dafür, dass die Bürger eines palästinensischen Staats undemokratischen Restriktionen, religiöser Verfolgung und staatlicher Diskriminierung ausgesetzt wären. Die Palästinenser haben weiterhin bereits gezeigt, dass sie, wenn soziale Probleme überhandnehmen, jeden zu wählen bereit sind, der stark genug bewaffnet ist, sogar Terroristen.

Dass es in palästinensisch verwalteten Gebieten religiös motivierte Verfolgung gibt, zeigt sich am Massenexodus von palästinensischen Christen in den letzten Jahren sowie Angriffen auf christliche Stätten. Die Verbreitung von Hass in palästinensischen Schulen und Fernsehsendern wird von vielen Organisationen regelmäßig dokumentiert. Dies alles ist wohlbekannt, aber trotzdem wird es ignoriert.

Was nur wenige wissen, ist, dass der durchschnittliche palästinensische Muslim es in einem palästinensischen Staat nicht gut haben würde. Der Journalist Hamdouh Hamamreh wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er es wagte, Mahmud Abbas zu kritisieren. Internationaler Druck hat zur Freilassung von Hamamreh geführt, aber das Signal ist unmissverständlich: Palästinenser haben nicht das Recht, ihre Führer zu kritisieren.

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Lieberman: anti-israelische Araber nach Palästina

Donnerstag, 18. April 2013 |  nai redaktion

Als Antwort auf eine Anti-Israel Demonstaration in der palästinensischen Wadi Ara Gegend während Israels Unabhängigkeitsfeier, sagte der ehemalige Außenminister Liebermann, dass die israelischen Araber in Israel unter der palästinensischen Autonomiebehörde leben sollten.

„Dieser Hass der Araber zeigt wieder einmal, dass jede Einigung mit den Palästinensern auch die Araber in Israel einbeziehen muss,“ sagte er und fügte hinzu, „Eine Lösung, die das Thema auslässt, wäre keine permanente Lösung, sondern lediglich ein Waffenstillstandsabkommen, bis wieder neue Forderungen auf uns zukommen. Die Tatsache, dass sie Israels Demokratie und Redefreiheit missbrauchen, um die Gründung des Staates zu betrauern, und zur gleichen Zeit nichts über die Greuel an Palästinensern in Syrien sagen, zeigt ihre Scheinheiligkeit und wahren Ziele. Diese Leute müssen ihren Platz als Bürger der palästinensischen Autonomiebehörde finden und ihre Sozialversicherung und ihr Arbeitslosengeld von dort bekommen.“

Die Partei Liebermans, Israel Beiteinu, hatte als Wahlkampfslogan den Spruch „Keine Loyalität, keine Staatsbürgerschaft“ gewählt, der vor allem auf israelische Araber gemünzt ist. Die Partei schlug vor, staatliche Hilfeleistungen nur an Bürger zu geben, die einen Loyalitätsschwur an den israelischen Staat leisten wollen. Dieser Vorschlag wurde von den Oppositionsparteien als rassistisch abgelehnt.

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Kurznachrichten

Donnerstag, 18. April 2013 |  Ludwig Schneider

+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu nahm in London an der Beerdigung von Margaret Thatcher teil und würdigte ihre enge und hilfsbereite Freundschaft zu Israel. Hinterher traf sich Netanjahu mit dem britischen Premierminister Cameron. +++ Die Vorsitzende des neuen Knessetkomitees für Innere Angelegenheiten, Miri Regev, die gestern für dieses Amt eingeschworen wurde, sagte u.a. in ihrer Antrittsrede, dass es an der Zeit sei, dass Juden wieder auf dem Tempelplatz beten dürfen, was bei den Palästinensern und linken Israelis Protest auslöste. +++ Minister Silvan Shalom erklärte als Mitglied im israelischen Sicherheitskabinett, dass Israel seine Sicherheit nicht in die Hände fremder Supermächte legen darf, denn die würden im Notfall nicht eingreifen, wie man es am Beispiel Syrien sieht. Daher muss Israel auch allein mit der Atomgefahr des Iran fertig werden. +++ In den letzten fünf Jahren sind 40.000 Israelis, die irgendwann einmal Israel den Rücken gekehrt haben, wieder nach Israel zurückgekehrt. Im gleichen Zeitraum wanderten dazu 74.000 Juden nach Israel ein.

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Israel Video des Tages

Donnerstag, 18. April 2013 |  nai Redaktion
 

Ausgrabungen in Israel sind besonders interessant, da man überall auf bedeutende archäologische Fundstücke stoßen kann. Eine Gruppe von Archäologen in Israel gibt auch Touristen die Möglichkeit, an echten Ausgrabungen an einer antiken Stätte teilzunehmen. Hier können Amateure mitarbeiten und die Vergangenheit des Landes hautnah erleben. Für 2-3 Stunden wühlen sie im Sand, zwängen sich durch Höhlen und scheuen keine Mühe, Artefakte zu finden, die die Archäologen einen kleinen Schritt voranbringen können.

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