NAI – Nachrichten aus Israel Mittwoch, 17. April 2013

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Die ruhigen Jahre auf den Golanhöhen sind vorbei

Mittwoch, 17. April 2013 |  Aviel Schneider

„Die 40 ruhigen Jahre auf den Golanhöhen sind vorbei“, sagte der israelische Generalstabschef Benny Gantz während den Unabhängigkeitsfeiern. „Wir bereiten unsere Landesgrenzen im Norden mit fortgeschrittenen und taktischen Hindernissen vor, aber wir sind uns auch bewusst, dass wir aus der Luft angegriffen werden können.“ Darüber hinaus machte Israels neuer Verteidigungsminister Bugy Yaalon vor Soldaten in Herzliya deutlich, dass die schiitischen Terroristen im Libanon, Hisbollah, und die Hamas im Gazastreifen auf einen Krieg mit Israel vorbereitet sind. „Die Hisbollah und die Hamas haben zehntausende Raketen verschiedener Arten herangeschafft und warten nur auf den Befehl, diese auf Israel abzuschießen“, sagte Yaalon. „Selbst in diesen Tagen und trotz unserer Erfolge in der jüngsten Gaza-Operation Wolkensäule werden unsere südlichen Ortschaften um den Gazastreifen mit Raketen angegriffen. Wir werden uns damit nicht abfinden und darauf reagieren.“

Ein Zeichen der Wende auf den Golanhöhen ist das Verhalten der UNO-Soldaten auf den Golanhöhen, die seit dem Jom-Kippur-Krieg für den Waffenstillstand verantwortlich waren oder besser gesagt beobachteten. Für die Ruhe auf den Golanhöhen war das syrische Regime unter der Familie Assad verantwortlich, zuerst der Vater Chafes el Assad und danach sein Sohn Baschar el Assad, der nun um sein Leben, das Leben seiner Familie und das Leben der muslimischen Minderheit seines Stammes, die Alawiten, in Syrien zu kämpfen hat. Israel bereitet sich auf den Tag nach dem Sturz Assads vor, nach dem Chaos innerhalb Syriens ausbrechen und Israel keinen Ansprechpartner mehr in Damaskus haben wird. Israel steht vor einer strategischen Wende in der Nahost-Region, besonders an seinen Grenzen im Süden mit Ägypten und im Norden mit Syrien. Beide, Yaalon und Gantz, betonten, dass sich Israel auf das Schlimmste vorbereiten wird.Bild: 120 israelische Soldaten erhalten in der Jerusalemer Präsidentenresidenz eine Auszeichnung. Von Links: Benjamin Netanjahu und seine Frau, Schimon Peres, Yaalon, Gantz und seine Frau.

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Raketen treffen Eilat

Mittwoch, 17. April 2013 |  nai Redaktion
 

Heute morgen kurz nach 9 Uhr heulten die Sirenen, als in der Küstenstadt Eilat die Alarmstufe Rot für einen Raketenangriff ausgerufen wurde. Die Anwohner rannten sofort in die Luftschtzbunker und kurz darauf waren mehrere laute Raketeneinschläge in der Umgebung des beliebten Touristenziels zu hören.

Es sollen drei Raketen auf die Stadt Eilat gefeuert worden sein, der Abschussort ist jedoch noch nicht bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Projektile vom Sinai aus auf den Touristenort abgefeuert wurden. Eine Rakete landete in offenem Gelände, eine zweite in einem Wohngebiet, wo sie jedoch nur geringen Schaden anrichtete. Es sollen auch zwei Raketen in der nahegelegenen jordanischen Stadt Akaba eingeschlagen sein.

Der Flughafen Eilats wurde vorsichtshalber geschlossen, denn weitere Angriffe könnten folgen. Aufgrund der zunehmenden Anarchie auf der Sinai-Halbinsel wurde schon im April das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel neben Eilat aufgestellt. Am Tag nach der Geburtstagsfeier des israelischen Staates geht der Terror gegen diesen unausgesetzt weiter, wie man es hier nicht anders kennt.

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Kurznachrichten

Mittwoch, 17. April 2013 |  Ludwig Schneider

+++ Auch in Israel war man geschockt über den feigen Terroranschlag beim Marathonlauf in Boston. Staatspräsident Peres und Ministerpräsident Netanjahu übermittelten dem amerikanischen Volk Israels Solidarität. Israel fühlt sich in solchen Zeiten als ein Teil der USA, denn Terroristen töten – egal wo – unschuldige Menschen. +++ Anlässlich des 65. Unabhängigkeitstages erhielten 9 Israelis den Israel-Preis, die höchste Auszeichnung, die Israel an Persönlichkeiten in Wissenschaft und Kultur vergibt. Ferner wurden in der Residenz von Staatspräsident Peres 120 Soldaten geehrt, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben. Nicht zu übersehen war auch das Internationale Bibel-Quiz, das in diesem Jahr der 15-jährige Yishai Eisenberg aus den USA und der 16-jährige Elior Babian aus Israel gewann. Die letzte Entscheidungsfrage stellte Regierungschef Netanjahu. An dem Bibel-Quiz nahmen Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren aus 26 Ländern teil. Ungeachtet des für diese Jahreszeit kühlen Wetters und zeitweise Nieselregens feierten tausende Israelis in Israels schönen Naturparks den 65. Geburtstag des Judenstaates Israel. +++ Israels Verteidigungsminister Moshe Ya`alon erklärte am Unabhängigkeitstag, dass Israel sich ohne ausländische Hilfe selbst verteidigen muss und auch kann, was besonders im Hinblick auf die Atomgefahr aus dem Iran relevant ist.

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Israel Video des Tages

Mittwoch, 17. April 2013 |  nai Redaktion
  • In Israel ist man eine große Famlie, wie dieses Video der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstags zeigt. Präsident Schimon Peres war der Gastgeber der Veranstaltung und nahm aktiv an dieser teil, was ihm anscheinend Freude machte. Ministerpräsident Netanjahu hingegen schient sich nicht so wohl zu fühlen, er rückte sich die Krawatte zurecht, schaute sich in der Umgebung um und klatschte, bevor das Lied überhaupt zu Ende war!

Zum Video

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