NAI – Nachrichten aus Israel Freitag, 12. April 2013

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Hamas, KKK, orthodoxe Juden und evangelikale Christen

 

In Israel hat man sich über den Vergleich zwischen der internationalen Terrororganisation Al Qaida und orthodoxen Juden auf der US-Liste extremer Organisationen aufgeregt. Auf einer offiziellen PowerPoint-Präsentation der amerikanischen Reservesoldaten hat die amerikanische Armee alle extremen Bewegungen in der christlichen, jüdischen und islamischen Welt aufgezählt.

Auf Protest der jüdischen Gemeinden wie auch der evangelikalen Kreise in Nordamerika wurde die Seite aus der PowerPoint-Präsentation herausgenommen, nicht aber verändert. Gemäß der Liste radikaler Religionsbewegungen vergleicht die amerikanische Armee islamische Terroristen, Hamas, Ku-Klux-Klan (KKK) mit der orthodoxen Bevölkerung Israels und den evangelikalen Christen in Nordamerika. Den amerikanischen Vorschriften zufolge dürfen die amerikanischen Soldaten mit den verschiedenen Bewegungen keinen Kontakt aufnehmen. Der amerikanischen Zeitung Washington Post zufolge hat es sich um ein Missverständnis gehalten, demnach eine Privatperson diese Liste zusammenfasste, ohne dass diese noch einmal von Zuständigen kontrolliert wurde.

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Orthodoxe Autonomie in Israel?

 

Wollen sich Israels orthodoxe Juden selbständig machen? Die ultra-orthodoxe Zeitschrift Modia kündigte diese Woche in ihrer Ausgabe an, dass sie über eine orthodoxe Autonomie im Staat Israel nachdenkt. In dem jüngsten Aufruf der Zeitung, die der ultra-orthodoxe Knessetpartei Vereinte Thora gehört, forert sie eine unabhängige Führung in Sache Religion, Wirtschaft, Gesetz und Werte innerhalb der staatlichen Grenzen Israels. Gemäß der Zeitschrift ist dies das Resultat der Furcht einiger Orthodoxen, dass Israels neue Regierungskoalition den empfindlichen Status Quo zwischen der säkularen und orthodoxen Bevölkerung Israels antasten wird. „Es hat Jahre gedauert und sehr schwere Arbeit gekostet, bis wir zu diesem Mittelpunkt innerhalb der jüdischen Bevölkerung zwischen den verschiedenen Strömungen gefunden haben“, schrieb die Modia. „Sobald wir uns von dem übrigen Staat Israel abtrennen, verschwenden wir nicht mehr hohe Geldsummen für Sport, wahnhafte Kultur, Gefängnisse und Rehabilitationszentren.“

Auch wenn man ihren Vorschlag aus ihrer Sicht versteht, so wird dies von der anderen Seite im Volk nicht ernstgenommen. Aber dieser Artikel wie auch andere in den orthodoxen Zeitschriften weisen darauf hin, dass die orthodoxen Juden darüber nachdenken wie sie mit der neuen Situation, in der sie nicht an der Regierung beteiligt sind, nachdenken. Sie verstehen, dass sie vor einer Wende stehen und im Volk Israel sehr kritisch betrachtet werden

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Kurznachrichten

Freitag, 12. April 2013 |  Ludwig Schneider

Österreichs Außenminister Spindelegger, der für 24 Stunden in Jerusalem ist, sagte, sollte die Europäische Union kein Waffenembargo gegen Syrien durchsetzen können, wird Österreich seine im Golan stationierten 377 Mitglieder der UNDOF Friedenstruppen abziehen, weil die österreichischen UNO-Beobachter sonst in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt werden. Seit knapp 40 Jahren gibt es auf den Golanhöhen österreichische Friedenstruppen. +++ Israels neuer Finanzminister Yair Lapid, der als Sonny Boy in die Regierung gewählt wurde, zeigt jetzt seine Zähne und will nicht nur Israels Haushaltsbudget drastisch kürzen, sondern auch die Mehrwertsteuer erhöhen. Als erstes will er das ohnehin geringe Kindergeld weiter kürzen und auch die Militärausgaben reduzieren. Yair Lapid wird bereits mit Margaret Thatcher verglichen. +++ Die Menschenrechtsaufsichtsbehörde kritisierte die Hamas-Palästinenser in Gaza, weil sie 7 Palästinenser ohne Gerichtsverfahren öffentlich hinrichteten. Sie sollen beim letzten Gaza-Krieg Israel Informationen geliefert haben, was sie jedoch bestritten haben. +++ Das portugiesische Parlament will die im Jahre 1536 aus Portugal vertriebenen 400.000 Juden postum wieder als portugiesische Bürger rehabilitieren, um damit für heutige Juden – besonders reiche Juden – Portugal attraktiv zu machen. Derzeit leben in Portugal nur etwa 1000 Juden.

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Israel video des Tages

Freitag, 12. April 2013 |  nai Redaktion
Über die letzten 65 Jahre wuchs Israel von einer aufkeimenden Nation in einen hoch entwickelten Staat. Dieses Video zeigt die Höhepunkte israelischer Leistungen und Erfolge in Bereichen wie: Umwelt, internationale Hilfe, Kultur, Friedensbestrebungen, Wissenschaft, Sport so wie die Integration von Millionen von Einwanderern aus aller Welt.

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