Digitaler Lobpreis: Senioren setzen auf Tablet-PCs

 

Digitaler Lobpreis: Senioren setzen auf Tablet-PCs

Weil viele der Älteren die kleingedruckten Texte in den Gesangbüchern nicht mehr lesen können, hat die St. Johns-Kirche in Derbyshire, England, ein neues Konzept entwickelt: Alle Texte sind ab jetzt digital auf Tablet-PCs verfügbar. Jeder Gottesdienstbesucher kann so seine benötige Schriftgröße einstellen. Die Senioren sind begeistert und feierten am vergangenen Sonntag ihren ersten „digitalen“ Gottesdienst.

„Wir haben einen Mann, der als nahezu blind gilt. Den Text vergrößern zu können und dann mit den Fingern abzutasten, war großartig für ihn“, sagte Paul Gribbin, eines der Gemeindemitglieder, nach Angaben der britischen Zeitung Daily Mail online. Er habe sich gefühlt, als hielte er ein Kirchengesangbuch oder ein Gebetsbuch in der Hand. „Aber man musste nicht erst herumkramen, um die richtige Seite zu finden“, fügte der 62-Jährige hinzu.

Die Idee, Tablet-PCs zu benutzen, sei entstanden, weil einige ältere Gottesdienstbesucher Probleme mit der kleinen Schrift in den Gesangbüchern gehabt hätten. Das Leitungsteam der St. Johns-Kirche habe schon lange an einer guten audio-visuellen Gestaltung des Gottesdienstes gearbeitet und die Texte von Liturgie und Liedern auf einen großen Bildschirm projiziert, erzählte der Vikar Alun Rowlands. „Beides schien in Spannung zueinander zu stehen, bis wir ein WLAN-Netzwerk installiert haben und damit experimentierten, die Texte individuell auf jedes Tablet zu projizieren“, sagte er.

Die neue Methode sei vor allem für die Gottesdienstbesucher gedacht, welche unter einer Sehschwäche litten. Die hellen Bildschirme und die Möglichkeit, den Text eigenständig auf die benötigte Größe einzustellen, erleichtere es vielen Senioren, dem Gottesdienst zu folgen.

Die Texte der Lieder und der Gebete werden durch kabelloses Internet auf den Tablets bereitgestellt. Das zugehörige WLAN-Netzwerk befindet sich in dem Café der Gemeinde im Nebengebäude. Unterstützt wird die St. Johns-Kirche von der Netzwerkfirma „The Cloud“, die der Gemeinde die kleinen Computer spendete. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Vince Russel, sagte gegenüber der britischen Zeitung Express: „Vielleicht kann die Kirche anderen einige Dinge beibringen, wenn es darum geht, an moderner Technik dranzubleiben.“ (pro)

 

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