Dutzende sterben bei Anschlag in Nigeria

Bei einem Anschlag auf einem Busbahnhof in Nigeria sollen mindestens 108 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Explosion ereignete sich in einem überwiegend von Christen bewohnten Stadtteil. Menschenrechtler vermuten, dass die islamistische Sekte Boko Haram hinter dem Attentat steckt.

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Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mitteilt, ereignete sich der Anschlag bereits am Montag gegen 16 Uhr. Ein VW-Golf, vollgepackt mit Sprengstoff, explodierte im Busbahnhof der Stadt Kano zwischen zwei vollbesetzten Bussen. Alle Passagiere der Busse wurden getötet. Der Anschlag trage die deutliche Handschrift von Boko Haram, da er sich in einem überwiegend von Christen bewohnten Stadtteil ereignet habe. Hunderte Christen waren in den vergangenen Monaten in Nigeria getötet worden. Deshalb appelliert die IGFM nun erneut an die nigerianische Regierung, Christen im Land besser zu schützen.

Die Stadt Kano gehört zu jenen zwölf Bundesstaaten im Norden Nigerias, die nur die Scharia als Basis ihrer Gesellschaftsordnung anerkennen. Ein Bekennerschreiben zum Anschlag gibt es bislang nicht. Schon seit Jahren terrorisiert Boko Haram die Christen in Nigeria mit dem Ziel, ein christenfreies Nord-Nigeria zu etablieren. (pro)

 

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