Heuschrecken

Kurz vor Pessach sind riesige Heuschreckenschwärme aus dem südlichen Ägypten in Israel eingefallen. Über den nördlichen Sinai sind die Schwärme bei Israels Grenzsiedlungen Kadesch Barnea, Nizanna, Kmehin und Beer Milka eingedrungen. Ein grünes Landwirtschaftsgebiet mitten in der Wüste. Dort befindet sich auch unser Weinberg. Unser Landwirt Oren schuftete rund um die Uhr, um die Früchte und die Stöcke vor den Heuschrecken zu schützen. Siehe auch Seite 31 Rezept! H

in großer Schwarm kann in kurzer Zeit eine ganze Ernte vertilgen. Die Heuschrecken fressen Blumen, Blätter, Früchte, Saatgut – einfach alles, was grün ist. Mit Kleinflugzeugen lässt das Landwirtschaftsministerium Insektizide versprühen. Darüber hinaus verfolgt Israel den Pfad der Heuschreckenschwärme in Ägypten, die erst vor neun Jahren die Ernte im Nildelta vernichteten und wiederholt die Gegend bedrohten. Die israelischen Medien griffen die Heuschreckenplage unterschiedlich auf. Zuletzt hatte es im Jahr 2005 in Israel eine solche gegeben. „Vor sieben Jahren war es uns gelungen, die Schwärme zu besprühen und damit ihr Vernichtungswerk zu vereiteln“, sagte der Direktor des Forschungsinstituts in der Negev-Wüste, Junkale Moskowitsch. „Zurzeit beobachten wir noch einen größeren Heuschreckenschwarm über dem Suezkanal. Auch der ist wie die anderen über Saudi Arabien aus Zentralafrika gekommen.“ Die Situation hat nicht nur technische Aspekte, sondern auch religiöse. Rabbi Elieser Simcha Weiss schrieb einen offenen Brief an Israels Landwirte, in dem er zum Gebet aufruft. „Nur der Allmächtige kann unsere Ernte erhalten“, so der Rabbi. „Alles, was uns Menschen widerfährt, ist kein Zufall, sondern bedeutet etwas. Die Heuschrecken zeigen uns, wie klein wir Menschen sind. Mit all unserer Weisheit und Technologie sind wir dennoch auf die Gnade Gottes angewiesen!“ Die Heuschreckenplage war die achte der zehn biblischen Plagen, die den Pharao dazu bewegen sollten, das Volk Israel ziehen zu lassen. Nach den Heuschrecken (2. Mose 10) strafte Gott die Ägypter mit Finsternis und demTod der Erstgeborenen. Die jetzigen Heuschreckenschwärme zeigen, dass die Bibel realistisch berichtet und die Zehn Plagen keine Legende sind. So wird dies jedenfalls im Land aufgefasst. Interessant ist, dass auch ausländische Medien auf einmal biblische Vergleiche ziehen, zum Beispiel Die Welt. Die Heuschreckenplage wird mit der Überschrift „Wie zu biblischer Zeit“ versehen. Auch Israels Existenz ist eine Tatsache, wie in biblischer Zeit. Aber damit können und wollen sich ausländische Medien nicht abfinden. Israels Recht auf Jerusalem oder auf das biblische Kernland Judäa und Samaria veranlasst sie nicht, eine Linie zur Bibel zu ziehen. Eine exotische Heuschreckenplage birgt keinen politischen Zündstoff, daher hat man kein Problem damit, hier die Bibel zu zitieren. Doch bei allen anderen Themen in Bezug auf Israel ist für dieWeltöffentlichkeit die Bibel nicht maßgebend.  Von Aviel Schneider

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