NAI – Dienstag, 19. März 2013

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US-Präsident Obama wird morgen in Israel erwartet

Nachdem Israels 33. Regierung gestern vereidigt wurde, wird morgen der amerikanische Präsident Barack Obama erwartet. Sein Außenminister John Kerry wird bereits heute Nachmittag in Tel Aviv eintreffen. Die kühlen Beziehungen zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seinem Gast aus Washington sollen wieder aufgewärmt werden. Jerusalem erwartet ein Verkehrschaos, denn wegen Obama werden bis zu seiner Abreise am Freitag fast alle Hauptstraßen aus Sicherheitsgründen gesperrt sein. Obama besucht als US-Präsident erstmals das Heilige Land. Er war heftig dafür kritisiert worden, in seiner ersten Amtszeit islamische Staaten um Israel besucht zu haben, nicht aber Jerusalem. Das will Obama wiedergutmachen und auch den Friedensprozess mit den Palästinensern wieder in Gang bringen. Darüber hinaus wird auch über die iranische Nukleargefahr gesprochen.

Ungeachtet dessen veröffentlichte heute das amerikanische Magazin „Atlantik“ ein Interview mit dem jordanischen König Abdallah. „So wie es zurzeit aussieht, wurde die Zeit für eine Zweistaatenlösung verspielt“, sagte der König im Gespräch mit Jeffry Goldberg. „Es stellt sich die Frage, wie lange Israel noch ein fremdes Volk beherrschen will. Israel muss einer Zweistaatenlösung zustimmen, um den Judenstaat als solchen zu bewahren, denn ansonsten fällt Israel von einer Demokratie in eine Apartheid.“ Darüber hinaus lobte der jordanische König die engen Beziehungen mit Netanjahu, besonders in den letzten drei Monaten, in denen Netanjahu zwei Mal bei ihm in Amman heimlich zu Gast war. „Unsere Beziehungen sind sehr eng und stark. Ich werde keiner jordanischen Regierung jemals erlauben, den Friedensvertrag mit Israel zu brechen.“ Israels Drohnen an der syrisch-jordanischen Nordgrenze garantieren dem Haschemetischen Königreich Sicherheit. Der syrische Bürgerkrieg stellt auch für Jordanien eine große Gefahr dar. Der König in Amman befürchtet, dass auch in seinem Land eine Revolution ausbrechen könnte. Über 70 Prozent der jordanischen Bevölkerung sind Palästinenser (6 Mio.)

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Orthodoxe Juden drohen mit Kampf gegen die neue Regierung

Israels ultra-orthodoxe Juden sind in heller Aufregung. Orthodoxe Juden drohen, den Staat Israel finanziell zu boykottieren, wenn die neue Regierung die orthodoxe Thora-Welt auch nur antaste. Dies meldete die orthodoxe Zeitschrift Peles. „Die gesamte Orthodoxie in Israel und im Ausland vereint sich im Kampf gegen die neue Regierung, die Krieg gegen die Thora-Welt und die gläubige Gemeinschaft (Orthodoxe) ankündigte.“ In den orthodoxen Wohnvierteln in Jerusalem protestierten die dort lebenden Juden gegen die bevorstehende Gefahr. „Sobald ich erwachsen bin, werde ich in der Herrschaft Gottes dienen und nicht in der Armee seiner Rebellen“, war auf einem der großen Plakate zu lesen.

Die orthodoxen Juden, die etwa 15 Prozent der jüdischen Gesellschaft in Israel ausmachen, sehen sich als Teil der israelischen Armee, zwar nicht an der Kriegsfront, sondern im Thorastudium und Beten. Eine Weltanschauung, die religiöse bis säkulare Juden im Volk nicht nachvollziehen können. Darüber hinaus ist aus der Bibel zu entnehmen, dass selbst zur biblischen Zeit gottesfürchtige Juden im Heer dienten. Nun verstehen die orthodoxen Rabbiner, dass im Volk ein Los gefallen ist und orthodoxe Juden ebenso an den nationalen Pflichten wie Armeedienst oder Zivildienst teilhaben müssen. Dagegen wehren sie sich: „Nachdem die bösen Absichten der neuen Regierung Netanjahu, Lapid und Bennett ans Licht gekommen sind, müssen wir dagegen kämpfen. Wir müssen an die Legitimität des Staates Israel appellieren, die das Heiligtum des jüdischen Volkes antastet und die Minderheit im Volk unterdrückt.“ Israels jüngsten Heuschreckenplage betrachten orthodoxe Rabbiner als Strafe von Gott für die neue Regierung, die ihrer Ansicht nach eine anti-orthodoxe Regierung ist.

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Tumult bei Vereidigung der neuen Regierung

Als am 22. Januar vom Volk die neue Knesset gewählt wurde, begann Netanjahus Kampf um eine stabile Koalitionsregierung, die nun gestern Abend in Jerusalem als 33. Knesset vereidigt wurde. 68 Abgeordnete stimmten für die neue Regierung, die von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geführt wird und aus vier Parteien besteht. 48 Abgeordnete stimmten gegen diese Regierung und gingen unter Leitung von Shelly Yachimovich, der Vorsitzenden der Arbeiterpartei, in die Opposition. Die neue Regierung hat – inklusive Netanjahu – 22 Minister. Yuli Edelstein von der Likud-Partei wurde neuer Knesset-Sprecher, der bei seiner ersten Amtshandlung die Abgeordneten immer wieder um Ruhe bitten musste, weil jeder den gerade vereidigten Ministern gratulieren wollte. Dann aber kam es zu einem Tumult, als die linke Oppositionsführerin Shelly Yachimovich in ihrer Rede die neue Regierung als Kapitalisten beschimpfte, worauf ein Abgeordneter konterte: „Die Linken hassen die Kapitalisten, aber lieben das Kapital, das Geld!“ Netanjahu betonte in seiner Rede, dass er seine Hauptverpflichtung darin sehe, für den Erhalt und die Wohlfahrt des einen und einzigen Judenstaates zu sorgen. In seiner Regierung sind viele Neulinge und selbst der neue Finanzminister, Yair Lapid, hat im Finanzwesen wenig Erfahrung.

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Israel-Video des Tages

Ein Video der israelischen Armee über den Barett-Marsch der Karakal-Einheit. Es handelt sich um eine gemischte Kampfeinheit, in der Männer und Frauen zusammen dienen. Um das grüne Barett zu bekommen, müssen die Soldaten 54 Kilometer in voller Ausrüstung marschieren, Verwundete tragen und sich gegenseitig unterstützen.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=0xnOqWJ94Zw

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Vorträge von Michael Schneider

+++ Dienstag, 19. März um 19:30 Uhr in 57299 BURBACH HOLZHAUSEN, Ev. Freikl. Gemeinde (Baptisten) Holzhausen, Zum Großen Stein 16, Heinz Just, Tel. 02736-34 44, Thema: Die aktuelle Lage Israels und des Nahen Ostens – biblisch beleuchtet- +++ Mittwoch, 20. März um 19:30 Uhr in 51503 RÖSRATH, Chr. Gemeinde Hoffnungsthal, Bergisch Landstrasse 76, Simone Reith-Schröder, Tel. 02205-911547, Thema: Die aktuelle Lage Israels und des Nahen Ostens – biblisch beleuchtet. +++

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