NAI – Freitag, 15. März 2013

logo_de_96

Tragödie beim Tel-Aviv-Lauf: Ein Toter und viele Verletzte

Freitag, 15. März 2013 |  Tommy Mueller

 

 

 

 

 

 

Mit einem Großeinsatz der Rettungsdienste endete heute der Halb-Marathon-Lauf in Tel Aviv. Die extreme Hitze forderte ihren Tribut: Ein 30-jähriger Mann starb, es gab mindestens zwölf Schwerverletzte. So lautete die traurige Bilanz am Vormittag. Mindestens 20 Läufer werden derzeit im Krankenhaus behandelt, weil sie völlig dehydriert zusammengebrochen sind. Mehrere sind in kritischem Zustand und müssen künstlich beatmet werden. In der Mittelmeermetropole beträgt die Höchsttemperatur heute 36 Grad.

Das Erste-Hilfe-Zelt am Start der Strecke habe sich in ein Feldlazarett verwandelt, berichten Augenzeugen. Über 50 Teilnehmer des Langstreckenlaufes benötigten medizinische Hilfe. Wegen der erwarteten Hitze hatten die Veranstalter den Hauptlauf über 42 Kilometer bereits am Dienstag verschoben. Für den Halbmarathon (21 Kilometer) und den Zehn-Kilometer-Lauf wurde der Start auf 5.45 Uhr vorverlegt, um die größte Hitze zu meiden. Doch diese Maßnahmen halfen nicht: Ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom erläuterte, auch mehrere junge Leute seien mit Hitzschlägen und Herzproblemen in umliegende Kliniken gebracht worden.

Der Tel-Aviv-Marathon lockt alljährlich Langstreckenläufer aus aller Welt in die Mittelmeerstadt. In diesem Jahr hatte es rund 35.000 Anmeldungen gegeben.

****************************************

Steinewerfer verursachen Unfall: Dreijährige in Lebensgefahr

Freitag, 15. März 2013 |  Tommy Mueller

 

 

 

 

 

Eine jüdische Mutter und ihre drei Töchter sind am Donnerstag bei einem Unfall schwer verletzt worden, den palästinensische Steinewerfer verusacht haben. Das Unglück ereignete sich auf der Strecke zwischen Tel Aviv und der Siedlerstadt Ariel. Ein Lastwagen war von seiner Fahrspur abgekommen und in das Auto der 40-jährigen Mutter geknallt. Ihr Wagen war ebenfalls ins Schleudern geraten. Beide Fahrzeuge waren mit Steinen beworfen worden. Der Lkw-Fahrer wurde leicht, die Mutter und zwei Töchter mittelschwer verletzt. Die jüngste Tochter, die drei Jahre alte Adele, erlitt schwere Kopfverletzungen und schwebt in Lebensgefahr.

Die israelische Armee sucht nach den Steinewerfern. Die Sicherheitskräfte vermuten, dass sie aus einem der benachbarten arabischen Dörfer stammen und sich dort versteckt halten. In den vergangenen Wochen hatte es in dieser Gegend mehrere ähnliche Zwischenfälle gegeben. Am Vormittag gaben die Behörden bekannt, dass mehrere Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden seien und derzeit verhört werden.

Einige Stunden nach dem Unfall versammelten sich jüdische Siedlerinnen und Siedler in der Nähe der Unfallstelle. Sie lasen Psalmen, beteten für das schwerstverletzte Kleinkind und protestierten gegen die Steinwürfe.

************************************

 

Bruder von Hermann Göring wird wahrscheinlich in Israel geehrt

Freitag, 15. März 2013 |  Michael Selutin

Albert Göring, der Bruder des berüchtigten Naziführers Hermann Göring, gehört zu den Kandidaten für die Auszeichnung „Gerechter unter den Nationen“, die vom Holocaustmuseum Jad Vaschem in Jerusalem vergeben wird. Vor und während des Krieges half Albert Göring (Foto) vielen Juden, Ausreisepapiere zu erhalten, und rettete so ihr Leben. Er schickte auch Lastwagen in Konzentrationslager mit Anforderungen nach Arbeitern. Diese Lastwagen hielten dann in abgelegenen Gebieten, um den Arbeitern die Flucht zu ermöglichen.

Irena Steinfeldt, Direktorin der Abteilung für “Gerechte unter den Nationen“ in Jad Vaschem, bereitet Berichten zufolge eine Akte über Albert Göring vor, die ihm die Auszeichnung sichern soll. Ein „Gerechter unter den Nationen“ wird jemand, der nicht nur jüdische Leben rettete, sondern auch sein eigenes dafür riskierte.

Trotz ihrer gegensätzlichen politischen Ansichten standen sich die Göring-Brüder nahe. Albert nutzte jedoch den Einfluss seines älteren Bruders, um jüdischen Freunden oder politischen Gefangenen zu helfen. Der überall bekannte Familienname schüzte ihn auch vor allzu starker Überwachung durch die Gestapo. Ein Bericht dieser Behörde bezeugt den Hass Albert Görings gegen das Nazi-Regime: Er dulde keinen „Heil Hitler“ Gruß in seiner Gegenwart, stand dort.

Göring lebte nach dem Krieg in München. Er wurde wegen seines Familiennamens gemieden. In diesen Jahren bitterer Armut und Arbeitslosigkeit wurde er von Überlebenden des NSDAP-Regimes, denen er geholfen hatte, unterstützt. Er arbeitete gelegentlich als Autor und Übersetzer. Seine bescheidene Wohnung in München war weit entfernt vom Luxus seiner Kindheit. Er starb am 20. Dezember 1966 im Alter von 71 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs, ohne dass seine Aktivitäten im Zweiten Weltkrieg von der Öffentlichkeit anerkannt worden waren.

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s