Libyen Ägyptischer Christ zu Tode gefoltert

Libyen

Ägyptischer Christ zu Tode gefoltert

Ägyptischer Christ zu Tode gefoltert

Der Kopte Ezzat Hakim Attalah wurde zu Tode gefoltert. Foto: IGFM

Bengasi (idea) – Wegen angeblicher „Verbreitung des Christentums“ sind in Libyen rund 100 ägyptische Christen in Haft. In Folge von Folter sei einer von ihnen, der 45-jährige Kopte Ezzat Hakim Attalah, am 10. März in einem Gefängnis von Bengasi gestorben, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) unter Berufung auf Quellen vor Ort. Attalah war am 28. Februar mit vier weiteren koptischen Christen verhaftet worden. Als Grund habe allein der Besitz einer Bibel oder eines Heiligenbildes ausgereicht, so die IGFM (Frankfurt am Main). Ihren Angaben zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass die Inhaftierten tatsächlich missioniert haben. Unabhängig davon sei das Recht auf Mission Bestandteil der Religionsfreiheit. Die IGFM forderte die ägyptische Regierung auf, sich stärker für den Schutz ihrer Staatsbürger in Libyen einzusetzen. Der verstorbene Kopte habe dort legal gearbeitet. Er hinterlasse seine Ehefrau und zwei Kinder. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo kam es nach Berichten über Attalahs Tod zu Protesten vor der libyschen Botschaft. Hinter den Übergriffen auf Christen in Libyen werden radikal-islamische Salafisten vermutet. Von den 6,4 Millionen meist muslimischen Einwohnern des nordafrikanischen Landes sind nach Schätzungen zwischen 80.000 und 170.000 Christen. Meist handelt es sich um Ausländer, vor allem Ägypter, Italiener und Griechen.

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