NAI – Nachrichten aus Israel Montag, 25. Februar 2013

logo_de_96

Armee im Alarmzustand: Unruhen nach Beerdigung befürchtet

Die israelische Armee im sogenannten Westjordanland ist in Alarmbereitschaft. Es werden erneute Unruhen befürchtet. Anlass ist die Beerdigung von Arafat Jaradat, einem Palästinenser, der am Samstag im Meggido-Gefängnis gestorben war. Während Israel von einem Herzanfall als Todesursache ausgeht, behaupten die Palästinenser, er sei grausam gefoltert worden. Bereits am Sonntag war es deshalb zu heftigen Krawallen gekommen, unter anderem in Hebron und Bethlehem. Nach palästinensischen Angaben wurden 36 Demonstranten bei Auseinandersetzungen mit der Armee verletzt. Israelische Offizielle betonten, bei der Autopsie des Leichnams von Jaradat habe es keine Hinweise auf Gewalteinwirkung gegeben. Einzelne Verletzungen könnten von den Wiederbelebungsmaßnahmen des israelischen Rettungsteams stammen. Die palästinensische Autonomiebehörde verlangt nun, dass die Vereinten Nationen die genauen Todesumstände untersuchen sollen.

******************************************************************

Neues Abwehrsystem gegen iranische Langstrecken-Raketen getestet

Das israelische Militär hat heute erfolgreich ein neues Raketen-Abwehrsystem getestet. Es soll den jüdischen Staat in erster Linie vor iranischen Langstrecken-Raketen schützen. Das „Arrow 3“-System wir voraussichtlich 2016 voll einsatzbereit sein. Gegen 8 Uhr hob eine am Mittelmeer gestartete Abwehrrakete ab, erreichte Überschallgeschwindigkeit und eine Höhe von rund 100 Kilometern. Das System, an dem israelische und amerikanische Wissenschaftler gemeinsam arbeiten, ist auf einen Einsatz im Weltall ausgelegt. Die eigentliche Abwehrwaffe löst sich im Weltall von der Trägerrakete und nimmt dann Kurs auf ihr Ziel. Die ankommende Rakete wird angesteuert und vernichtet. Verteidigungsminister Ehud Barak gratulierte zum Erfolg des Tests und bezeichnete ihn als „Meilenstein“ für das vielschichtige israelische Abwehrsystem.

*************************************************************

Israel feiert Purim: Fröhliche Erinnerung an die Rettung des Volkes

Es sieht aus wie Karneval, ist aber ein biblisch begründetes Fest: Purim. Am heutigen Montag wird es in Jerusalem gefeiert, gestern feierte man im übrigen Heiligen Land. Purim ist ein Fest, das an die Rettung des jüdischen Volkes in der persischen Diaspora erinnert. Im Buch Ester wird berichtet, wie Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag ermorden wollte. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei. In den Synagogen werden zur Erinnerung Gottesdienste gefeiert, bei dem besonders die Kinder ihren Spaß haben. Immer wenn der Name Haman fällt, machen sie mit Tuten, Rasseln und Ratschen so viel Lärm wie möglich. Auch viele Erwachsene ziehen verkleidet durch die Straßen und feiern zu fröhlicher Musik. Man schenkt sich gegenseitig Süßigkeiten und gefüllte Teigtaschen, „Hamans Ohren“ genannt. Außerdem gibt es festliche Paraden, die an Karnevalsumzüge erinnern. In diesem Jahr war dabei der Umweltschutz ein bevorzugtes Thema.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s