NAI – Nachrichten aus Israel Donnerstag, 21. Februar 2013

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Netanjahu gegen den eisernen Bund

Für den wiedergewählten Regierungschef Benjamin Netanjahu ist die Koalitionsbildung keine leichte Aufgabe und er hat nur noch bis Ende des Monats dafür Zeit. Danach könnten Netanjahu und sein Likud-Israel Beteinu-Bund noch eine automatische Verlängerung von 14 Tage, bis Mitte März, in Anspruch nehmen. Am Dienstag schlossen Netanjahu und sein Parteibund (31 Knessetabgeordnete) sich mit dem ersten Koalitionspartner Zippi Livni und ihrer Ha´Tnua-Partei zusammen. In Israel wird Livnis Verhalten heftig kritisiert, denn damit hat sie ihr Versprechen gebrochen, jemals eine Koalition mit Netanjahu einzugehen. Netanjahu beschimpfte sie in der Vergangenheit schon als Katastrophe Israels, die um jeden Preis aus der Politik austreten sollte. Mit den sechs neuen Kollegen zählt Netanjahus Koalition nun 37.

Er benötigt jedoch mindestens 61 von 120 Knessetabgeordneten, um seine neue Regierung Israels Staatspräsidenten Schimon Peres vorstellen zu können. Die nächste Partei, die wahrscheinlich Netanjahus Koalition beitreten wird, ist der Rest der ehemaligen Kadima-Partei, die nur zwei Sitze zählt. Schwieriger wird es, die zwei orthodoxen Knessetparteien Schass (11) und Vereinte Thorapartei (7) zu überzeugen, denn sie haben grundsätzlich ein Problem mit der Idee einer gleichen Wehrpflicht oder dem Zivildienst für die orthodoxen Jeschiwa-Schüler. So hätte Netanjahus Koalition, dann bestehend aus fünf Parteien nur 57 Knessetmitglieder, und ihm fehlen noch vier.

Was Netanjahu und seine Partei stört, ist der eiserne Bund zwischen der nationalreligiösen Siedlerpartei Beit Hajehudi (12 Sitze) mit Naftali Bennet als Parteichef und der säkularen Partei Jesch Atid (19) von Yair Lapid. Beide haben beschlossen, nur gemeinsam in eine Koalition mit Netanjahu einzusteigen und so endlich die gleichen Pflichten im Volk, in Hinsicht auf die gleiche Wehrpflicht, durchzusetzen. Die sozialistische Arbeiterpartei mit Schelly Jachimowitsch an der Spitze hat vor den Wahlen versprochen, auf keinen Fall eine Koalition mit Netanjahu einzugehen.

Netanjahu versucht alles, den Bund zwischen den beiden politischen Neulingen, Lapid und Bennett, zu brechen, indem er beide getrennt voneinander mit wichtigen Ministerposten lockt. Der für viele scheinbar absurde Bund zwischen den nationalreligiösen Siedlern (Beit Hajehudi) und säkularen Juden (Jesch Atid) hat ein gemeinsames Ziel. Endlich einen Wechsel im Volk zu erreichen, nicht nur in Bezug auf den Wehrdienst, sondern ebenso im Obersten Rabbinat, dass in den letzten Generationen fast nur von orthodoxen Juden regiert wurde. Die nationalreligiösen Rabbiner werden von den orthodoxen Rabbinern oft gar nicht als vollwertige Rabbiner betrachtet.

Als Teil der Regierungskoalition hätten die nationalreligiöse Bewegung und ihre Rabbiner die einmalige Chance, die orthodoxe Herrschaft im Religionsministerium abzusetzen. Die Orthodoxie im Volk sieht diese Gefahr voraus und so äußerten die orthodoxen Parteien, dass sie bereit seien, auf das Innen- und Religionsministerium zu verzichten, Hauptsache sie bleiben am Regierungstisch.

Sollte es Netanjahu nicht gelingen, eine Koalition zu bilden, so besteht die Möglichkeit, dass Peres jemand anderem die Koalitionsbildung auferlegt oder das Volk würde wiederholt wählen müssen. Aus Erfahrung werden die politischen Verhandlungen bis zum letzten Tag geführt und bis dahin ist noch alles möglich. Im Volk hofft man, mit Bennet und Lapid eine neue Generation von Politikern für das Land gewonnen zu haben, die ihr Wort halten.

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Israelische Schüler sollen mehr Gemüse essen

Die Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit haben eine Kampagne gestartet, die Schüler für gesündere Ernährung begeistern soll. Am Montag dieser Woche wurde das Projekt mit der Verteilung von frischen Früchten und Gemüse an Schulen in Holon und Turan begonnen. Die israelische Landwirtschaftsministerin Orit Noket sagte, dass das Ziel der Kampagne sei, die Wahrnehmung von Kindern für frische und gesunde Nahrung zu stärken. Es soll zudem die Konsumgewohnheiten auch langfristig beeinflussen.

Ein Schuljahr soll das Projekt vorerst dauern und die Ergebnisse werden dann von den Ministerien ausgewertet. Eine landesweite Umsetzung ist geplant.

Daten des Israelischen Statistikbüros zeigen, dass Übergewicht und Fettleibigkeit in Israel stark zunehmen. Das liegt zum großen Teil Fertignahrung mit hohem Fettanteil zugrunde. Zu wenig frische Nahrungsmittel landen in israelischen Schulgerichten. Die Ernährungsberatung in den Schulen soll nun dafür sorgen, dass sich dieser gesunde Trend weiter durchsetzt.

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Erste ‚Wine & Dine‘ – Israelreise nicht verpassen!

Israel ist immer eine Reise wert – für Bibelkundige oder Naturliebhaber, für Hobbyarchäologen oder Wanderfreaks, für Sonnenhungrige oder Kurbedürftige. Und jetzt auch noch für Weinliebhaber!

Die Geschichte des israelischen Weinbaus reicht zurück bis in biblische Zeiten. Viele Jahre spielte die „Frucht des Weinstocks“ dann eine eher untergeordnete Rolle, bis Baron Rothschild im 19. Jahrhundert maßgeblich zur Wiederbelebung des israelischen Weinbaus beitrug.

Heute finden wir Weinberge über ganz Eretz Israel verstreut – von den Golanhöhen im Norden mit ihren vulkanischen Basaltböden bis hin zur Negevwüste im Süden, wo die Reben förmlich aus dem Sand wachsen.

Neben zahlreichen Weindegustationen erwarten sie erlesene Gerichte aus der Fülle des Heiligen Landes; ein Land mit feinstem Olivenöl, knackig-frischem Gemüse, süßen Datteln und Feigen, herzhaftem Käse und duftendem Pitabrot mit Humus und Satar …

Unter der Leitung von einheimischen Reiseführern und unserer Schweizer Weinhändlerin Chris Rieser von „Chris Winery“ begeben Sie sich vom 29. September bis 6. Oktober 2013 auf eine unvergessliche Wein- und Gourmetreise durchs Land der Bibel.

Hier ein Kurzauszug aus dem geplanten Reiseprogramm:

  • 1. Tag: Jerusalem – erste Eindrücke von der unvergleichlichen Stadt
  • 2. Tag: Einführung in den Weinanbau in Israel und Besichtigung des Weingutes „Bar Giyora“ mit Aviel Schneider
  • 3. Tag: Ausführlicher Jerusalemtrip durch Alt- und Neustadt, abends „Kochstudio“ mit frischen Zutaten vom berühmten Schuk Mahane Jehuda
  • 4. Tag: Weinanbau in der Negevwüste, danach Bummeln durchs malerische Jaffo mit Künstlerkolonie und Fischerhafen
  • 5. Tag: Küste und Karmel mit den Weinkellereien „Barkan“ und „Carmel Mizrachi“, zudem ein Besuch der Gewürzfarm Alonei Abba
  • 6. Tag: Golanhöhen – Galiläa mit See Genezareth und Weinkellerei „Golan Heights Winery“

Pauschalpreis p. Person in CHF / €:

»»» Doppelzimmer bei 32 Teilnehmern CHF 2.775.– / ca. € 2.258.–

»»» Einzelzimmerzuschlag CHF 795.– / ca. € 647.–

»»» Zuschlag bei 27 Reiseteilnehmern CHF 40– / ca. € 32.50.–

»»» Zuschlag bei 22 Reiseteilnehmern CHF 150.– / ca. € 122.–

Fordern Sie noch heute das ausführliche Programm bei unserem Reiseveranstalter an:

info@kultour.ch Tel. 0041-(0)52-235-1000

Vorfreude ist die schönste Freude – gönnen Sie sich schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf Israels herrliche Weine!

Wählen Sie ihr Lieblingströpfchen aus dem Sortiment von „Chris Winery“!

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Israel erlaubt Ölbohrungen im Golan

Israel hat der Firma Genie Energie Ltd. die Lizenz erteilt, in den Golanhöhen nach Öl zu bohren. Das Gebiet, in dem die Lizenz gültig ist, dehnt sich über die Hälfte des Golans, Katzrin im Norden, bis Tzemach im Süden.

Die Lizenz für Bohrungen wurde vergeben, nachdem geologische Tests ergeben haben, dass es möglicherweise große Ölvorkommen im Golan gibt. Die Verwendung von Ressourcen aus den Golanhöhen könnten jedoch internationale Kritik hervorrufen, da diese unter internationalem Recht als besetzte syrische Gebiete gelten.

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