Die sexuelle Revolution

Francesco Güssow: Gabriele Kuby spricht über die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit
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Am vergangenen Freitag, den 01. Februar, fand im Movimento Kulturzentrum in München eine Veranstaltung mit der Autorin Gabriele Kuby statt. Gastgeber waren die neue christlich-konservative Partei AUF und die PBC (Partei bibeltreuer Christen), welche sich demnächst zusammen schließen werden, um dann unter dem prägnanten Namen “Bündnis C – Christen für Deutschland – AUF & PBC” firmieren werden.

Michael Ragg, der Landesvorsitzende von AUF Bayern und gleichzeitig Vorsitzender der Agentur für christliche Kultur „Ragg´s Domspatz“, führte in den Abend ein und stellte den demnächst erfolgenden Parteienzusammenschluss vor. Er betonte, dass es notwendig sei, den vielen Millionen Christen in diesem Lande wieder eine politische Stimme zu geben, nachdem die Union, welche diese Aufgabe eigentlich hätte, nun schon seit vielen Jahren in dieser Hinsicht kläglich versagt. Wobei versagt nach Ansicht des Verfassers fast noch zu milde ausgedrückt ist. Sie macht seit vielen Jahren eine offen religionsfeindlich-atheistische Politik in vielen Bereichen.

Schwer- und Höhepunkt des Abends war aber der Vortrag der bekannten Soziologin und Autorin Gabriele Kuby zum Thema „Die globale sexuelle Revolution – Über die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“. Dies ist auch der Titel ihres aktuellen Buches, welches sie freundlicherweise an diesem Abend auch zum Verkauf anbot. Gabriele Kuby hat bisher elf Bücher in sechs verschiedenen Sprachen verfasst. Desweiteren tritt sie regelmäßig in diversen Talkshows des Fernsehens auf, wo sie – fern jeglicher Political Correctness – zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezieht. Dabei argumentiert sie vor einem pointiert-christlich-konservativen Gesellschaftsbild. Gabriele Kuby hat hierbei eine lange Wegstrecke hinter sich gelegt, hat sie doch ursprünglich bei der politischen Linken angefangen. So war sie als Studentin an den Anti-Schah-Protesten im Westberlin der späten 60er Jahre beteiligt. Es folgte ein kurzer Ausflug in den Feminismus, welchen sie aber schnell wieder verließ, da sie, wie einmal in einer Talkshow völlig zu Recht von ihr angegeben, merkte, dass die Rolle der Mutter diskreditiert würde.

Später fand sie dann ihren Weg zum christlichen Glauben und macht sich seitdem für das christliche Familien- und Gesellschaftsbild stark.

Die globale sexuelle Revolution findet statt – und keiner merkt es

In ihrem Vortrag führte Kuby zunächst aus, wie – gesteuert von Politik, Medien und Feministinnen – ein gewaltiges gesellschaftspolitisches Umerziehungsprogramm von statten gehe. So wird seit Jahren die Sprache bereinigt (berühmtes Beispiel: LeserInnen), gleichzeitig werden Schul- und Kinderbücher von vermeintlich archaischen Rollen- und Familienbildern „gereinigt“ und nebenbei werden immer wieder Exempel statuiert, indem man Personen des öffentlichen Lebens, welche sich noch für ein konservatives Familienbild einsetzen, systematisch vernichtet. Als Beispiel möge an dieser Stelle Eva Herman genannt werden.

Gleichzeitig wird seit Jahren von den ehemals konservativen Volksparteien CDU und CSU das Angebot an Krippenplätzen ausgebaut, und zwar in einem Tempo und einem Verve, welches eine Margot Honecker hätte vor Neid erblassen lassen.

Gerade letztgenannter Punkt wird – so Kuby – wider besseren Wissens mit dem Kindeswohl begründet, obwohl es anhand von etlichen Studien als belegt gilt, dass es umso schädlicher für ein Kind ist, je früher man es von der Mutter trennt.

Aber das Kindeswohl steht in diesem Land schon seit Jahren nicht mehr wirklich auf der politischen Agenda. Viel wichtiger ist es, die Frauen zu Millionen in den Arbeitsprozess zu drängen. Dies vordergründig, um die Teilhabe und die Emanzipation der Frauen zu gewährleisten. Im Grunde ist es aber nur der erbärmliche Versuch, die Beitragszahler für die chronisch kranken Sozialversicherungen oben zu halten. Natürlich ein zweckloses Unterfangen. Der einzige Effekt ist, dass die wenigen noch halbwegs intakten Familienstrukturen auch noch zerstört werden, was Kuby mit ständig steigenden Scheidungsraten belegte.

Von Gender Mainstreaming und „Sex-Koffern“

Ein weiteres großes Experimentierfeld der linken und feministischen Familienzerstörer ist das so genannte „Gender Mainstreaming“. Die meisten Leute kennen diese Begrifflichkeit gar nicht, sollten sie sich aber gut einprägen, denn sie werden in Zukunft verstärkt damit zu tun haben. Erstmals aufgetaucht ist dieser Begriff 1995 beim Weltfrauentag. Er besagt – zusammengefasst – dass die Menschen im Grunde geschlechtslos auf die Welt kommen und dass die „Erziehung“ zum Jungen oder Mädchen durch die Gesellschaft stattfinde und dementsprechend veränder- und steuerbar ist. Dieser perverse Gedanke geht auf den amerikanischen Psychologen John Money zurück, welcher in den 60er Jahren mit einem Jungen ein Experiment durchführte, wo er diesen (körperlich) zu einer Frau umoperierte um nachzuweisen, dass sich der Junge ebenso als Mädchen „verwirklichen“ könne. Das Ende vom Lied war, dass der Junge aufgrund der Folgewirkung dieses menschenverachtenden Experimentes Selbstmord beging.

Auch wenn wir heute in Deutschland noch nicht von flächendeckenden Umoperationen lesen und hören, geht doch die Konditionierung der Bevölkerung auf die Glaubenssätze des „Gender Mainstreaming“ mit großen Schritten voran. Kuby berichtete etwa, dass die Stadt München ihre 30.000 Angestellten jedes Jahr dahingehend bewegt, an teuren Schulungen teilzunehmen, wo sie dann lernen, „gegenderte“ Briefe aufzusetzen – und ähnlich geistreiches mehr. Selbstredend finden diese wichtigen Seminare auf Kosten der Allgemeinheit statt.

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Erziehung des neuen Menschen ist das Abtrainieren jeglicher Moral und jeglichen Schamgefühls. So berichtete Kuby aus der Schweiz, dass dort ein so genannter „Sex-Koffer“ an alle Kindergärten ausgegeben werden sollte. Dieser Koffer – er enthielt unter anderem einen Holz-Penis und eine Plüsch-Vagina – sollte schon den Kleinsten zeigen, „wie das denn so funktioniere“. Ob die Kinder auch zum Nachspielen des Liebesaktes – vielleicht unter Zuhilfenahme entsprechenden Videomaterials von Youporn oder ähnlichen Internetseiten – angeregt werden sollten, ist nicht überliefert, kann sich der Verfasser dieser Zeilen aber sehr gut vorstellen – und würde auch ins Gesamtbild passen.

In Berlin wird mittlerweile „schwul sein“ in den Schulen gelehrt. Dazu bedient man sich Propaganda-Broschüren, welche (selbstredend wieder auf Kosten der Allgemeinheit) an Schulkinder verteilt werden, und wo jede sexuelle Vorliebe als „anerkennenswert“ propagiert wird.

Lecken an Kondomen als Teil des Biologieunterrichts

Dazu passt auch, was eine Zuhörerin aus dem Publikum im Anschluss an den Vortrag bei der Fragerunde bemerkte. Demnach sei ihre Tochter (fünfte Klasse, Gymnasium Bayern) im Biologieunterricht dazu angehalten worden, an Kondomen zu lecken, um die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen festzustellen. Kuby entgegnete hierauf, dass sie sich das sehr gut vorstellen könne und dass sie in ihrem Buch viele ähnliche Beispiele anführe. Gleichzeitig machte sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam, welche viele Eltern haben, wenn sie ihre Kinder aufgrund christlicher Moralvorstellungen oder aus welchen Gründen auch immer von diesem „Unterricht“ fernhalten wollen.

Abgesehen davon, dass dies oftmals mit Bußgeldbescheiden oder ähnlichem Unheil geahndet wird, sei es an sich auch gar nicht mehr einfach, diese Indoktrination auf den Bio-Unterricht festzulegen, denn mittlerweile finde die Umerziehung fächerübergreifend statt.

Hohe und höchste Weihen für linke Gesellschaftszersetzer

Judith Butler (Bild: Adorno-preis-2012-judith-butler-ffm-287.jpg : Dontworry; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Judith Butler (Bild: Adorno-preis-2012-judith-butler-ffm-287.jpg : Dontworry; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link) Kinderlose Lesbe

Judith Butler (Bild: Adorno-preis-2012-judith-butler-ffm-287.jpg : Dontworry; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link) Kinderlose Lesbe


Als eine der Haupttäter dieser perversen Ideologie machte Gabriele Kuby die Amerikanerin Judith Butler fest. Butler (selbstverständlich Lesbe und kinderlos) propagiert seit Jahren ihr menschenfeindliches Gesellschaftsbild und wird hierfür nicht etwa geächtet und ausgegrenzt, wie es ihr zustehen würde, sondern mit Ehrungen und Preisen überhäuft.

Ihre jüngste Auszeichnung etwa erhielt sie in Frankfurt, als ihr in der dortigen Paulskirche im Jahr 2012 der „Theodor-Adorno-Preis“, dotiert mit 50.000 Euro, überreicht wurde.

Die Amtskirchen – weitgehend zu zahnlosen Tigern verkommen

Kritik übte Kuby aber auch an den Amtskirchen in Deutschland. Diese würden diesem wildgewordenen Treiben oftmals ohnmächtig zusehen, oder es sogar noch klammheimlich unterstützen. Ihr Anbiedern an jeglichen (linken) Zeitgeist ist der Grund hierfür. Das die Kirchen sich damit den Ast absägen, auf welchem sie selber sitzen, nämlich dass sie damit ihre innersten Glaubenssätze verraten, scheint vielen Kirchenvertretern mittlerweile egal zu sein. Wie immer – so Kuby – gibt es löbliche Ausnahmen, aber es bleiben eben bislang Ausnahmen.

Ein Blick in die USA hilft hier einmal mehr Wunder, denn dort ist der wirkliche christliche Glaube weiterhin zutiefst in der Gesellschaft verwurzelt (übrigens ohne Amtskirchen und Kirchensteuer!). Und dies führt dazu, dass dort die linken Gesellschaftszersetzer, obwohl selbstverständlich auch vertreten, mittlerweile sogar im Weißen Haus, es deutlich schwerer haben, ihre Ideologie zu verbreiten.

So resümierte Kuby schlussendlich, dass nur eine Rückbesinnung auf christliche Werte und bürgerliche Moralvorstellungen bei breiten Kreisen der Bevölkerung dem links-feministischen Treiben ein Ende bereiten könne.

Wie stark übrigens linke Gesellschaftszerstörung und Feminismus einhergehen wird deutlich, wenn man sich anschaut, was einer der Vordenker aller Linken, Karl Marx, meinte. Karl Marx schrieb im kommunistischen Manifest, dass es einer der Hauptbausteine bei der Errichtung der kommunistischen Gesellschaft sei, die christliche Moral und die bürgerliche Familie auszurotten.

Wenn man diese Aussage kennt, dürfte auch dem Letzten die wahre Intention aller so genannten „fortschrittlichen“ Familienpolitiker klar werden.

Quellen:

Wer die Menchanismen und die Tragweite der globalen sexuellen Revolution in Gänze verstehen und nachvollziehen will, dem sei das gleichnamige Buch von Gabriele Kuby uneingeschränkt zu empfehlen.

Die Verstaatlichung der Erziehung, ebenfalls von Gabriele Kuby

Eine Antwort zu “Die sexuelle Revolution

  1. Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013 nachzulesen]

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