NAI-Nachrichten aus Israel Mittwoch, 6. Februar 2013

 

Abgeordnete der 19. Knesset vereidigt

Am gestrigen Dienstagabend wurden die 120 Abgeordneten für die 19. Knesset vereidigt. Staatspräsident Peres kam, eskortiert von vier Reitern, zur Knesset, wo er in großer Feierlichkeit auf rotem Teppich und mit Posaunenschall die Vereidigung vornahm.

Peres erinnerte die Abgeordneten daran, dass sie nicht über dem Volk stehen, sondern das Volk repräsentieren. Der 77-jährige Ben-Elieser von der Arbeiterpartei sprach das Gebet und bat Gott um Gnade und Weisheit für die Abgeordneten.

Die neue Knesset bricht einige Rekorde, so sind 53 der Abgeordneten neu, 48 von ihnen hatten noch nie einen Parlamentssitz inne. Bemerkenswert auch der Anstieg religiöser und weiblicher Abgeordneter. 26 Frauen sind jetzt in Israels Parlament vertreten (das sind 23 Prozent), in der 18. Knesset waren es nur 21. In den USA sind nur 18 Prozent der Parlamentarier weiblich. Ein Drittel der Abgeordneten (38) sind religiös, in der vorherigen Knesset waren es nur 28.

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Kurznachrichten

Wie das Weiße Haus in Washington bestätigte, wird US-Präsident Obama (im Bild mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres) noch in diesem Frühjahr Israel besuchen. Dies wäre dann sein erster offizieller Besuch in Israel als Präsident der USA.

Repräsentanten der israelischen Raumfahrtbehörde des Wissenschafts- und Technologie Ministeriums haben einen Antrag eingereicht, um einen weiteren israelischen Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken. Israels erster Astronaut, Ilan Ramon, kam 2003 mit sechs weiteren Besatzungsmitgliedern beim Columbia-Space-Shuttle-Unglück ums Leben.

In Israels Schulen werden digitale Schulbücher eingeführt. In den ersten 100 Grundschulen wurden sie bereits mit Erfolg als Pilotprojekt getestet.

Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt nach Angaben der israelischen Wasserbehörde -210,555 m unter dem Meeresspiegel.

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Westjordanland: Israel säubert Müllhalde

Die israelische Umweltbehörde hat zusammen mit der Armee eine illegale Müllhalde von 20.000 Kubiktonnen im sogenannten Westjordanland entfernt. Die palästinensischen Anwohner der umliegenden Orte hatten ihren Müll seit Jahren dort abgelagert, ohne jegliche Umweltregulierungen zu beachten. Die Müllhalde lag zudem über einem Brunnen, an den die Wasserversorgung der gesamten Gegend angeschlossen war, was zu chemischen Verunreinigungen führen könnte.

Die israelische Umweltorganisation Yarok Achschav (Grün Jetzt) hatte schon vor längerer Zeit versucht, etwas gegen diesen Missstand zu unternehmen und auch mit denn Dorfältesten der arabischen Orte gesprochen, jedoch ohne Erfolg. Und das obwohl die palästinensischen Dörfer am meisten von den Umweltschäden durch chemische Vergiftungen betroffen wären. Erst als die Regierung der Umweltorganisation Hilfe zusicherte, und mit den Dorfältesten in Kontakt trat, stimmten diese zu, zu helfen.

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