NAI – Nachrichten aus Israel – Montag, 4. Februar 2013

Israelische Wasserbehörde meldet Ende der Wasserkrise

Sieben Jahre lang hat Israel unter einer Dürre gelitten. Nun hat die israelische Wasserbehörde endlich Entwarnung gegeben. Die Wasserkrise sei vorüber, meldete sie und zog den offiziell herausgegebenen Leitfaden zur Dürre für den Wassermarkt zurück.

Der Wassermarkt sei stabil, erklärte Alex Kushner, Chef der Behörde, dies sei aber kein Grund, sich nun selbstzufrieden zurückzulehnen. Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen seien sicherlich besonders für den See Genezareth – Israels Wasserreservoir Nummer Eins – ein wahrer Segen gewesen, dennoch liege es eher an den zunehmenden Entsalzungsanlagen und der Wassersparpolitik, die Israel vor Schlimmerem bewahrt haben.

Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt übrigens nach Angaben der israelischen Wasserbehörde -210,585 cm unter dem Meeresspiegel.

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Neue Behandlung von Schlaganfällen entdeckt

Forscher der Universität Tel Aviv haben eine neue Möglichkeit für die Behandlung von Schlaganfällen entdeckt, die wichtige neurologische Funktionen wiederherstellen kann.

Dr. Shai Efrati, Leiter des Untersuchungsteams der Universität erklärt, dass große Mengen von Sauerstoff ruhende Neuronen im Hirngewebe wiederbeleben können, die von einem Schlaganfall, von Schädel-Hirn-Verletzungen oder Stoffwechselstörungen beschädigt wurden.

Symptome solcher Schäden sind permanente Funktionsstörungen wie motorische Störungen, psychische Probleme, Gedächtnisverlust und Demenz. Behandlungen und Rehabilitationsprogramme können den Patienten heutzutage zwar Heilung bringen, jedoch mit beschränktem Erfolg.

Die Forscher der Uni Tel Aviv haben für ihre Studie 74 Schlaganfall-Patienten rekrutiert, deren Zustand sich nach 6 bis 36 Monaten nicht mehr verbessert hatte. Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) besteht aus 40 Sitzungen á zwei Stunden, die fünf mal pro Woche stattfinden, und zwar in einer Hochdruckkabine, die mit sauerstoffreicher Luft gefüllt ist, die den Sauerstoffgehalt im Körper um das Zehnfache steigert.

Die Ergebnisse der Studie zeigten singnifikant erhöhte neuronale Aktivität, nachdem eine Versuchsgruppe zwei Monate lang die Therapie erhielt. „Diese Studie eröffnet eine ganz neue Welt. Wir verstehen jetzt, dass viele Gehirnstörungen durch verringerte Energiezufuhr des Gehirns bestehen. HBOT Behandlungen können solche metabolischen Abnormalitäten korrigieren, bevor absolute Demenz einsetzt und man keine Hoffnung auf Genesung mehr hat,“ fasst Dr. Efrati zusammen.

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Vorfreude ist die schönste Freude – Israel Heute Abo mit Purim-Rabatt!

In drei Wochen feiern Juden in aller Welt Purim. Am Abend des 23. Februars versammelt man sich in den Synagogen und liest die Geschichte der schönen Königin Esther und ihres klugen Onkel Mordechai, die am Hofe des Königs Ahasveros das Komplott des bösen Haman, einen Abkömmling von Israels Erzfeind Amalek, verhindern.

Bei jeder Erwähnung des Namens „Haman“ bricht in der Synagoge traditionsgemäß ohrenbetäubender Lärm aus, mitgebrachte Rasseln und lautstarkes Getrampel sollen so den Namen des Bösen übertönen. Besonders die Kinder haben hier ihren Spaß.

Schon jetzt sieht man Groß und Klein auf der fieberhaften Suche nach dem passenden Kostüm – einmal im Leben Königin Esther sein oder einmal so vornehm gekleidet vor dem Spiegel stehen wie Mordechai!

Über all dem Vergnügen stehen allerdings zwei Gebote, die es zu befolgen gilt: „Und Mordechai … sandte Briefe an alle Juden in allen Provinzen des Königs Ahasveros, … um ihnen aufzuerlegen, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr feiern sollten als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren, und als den Monat, der sich ihnen von Kummer zur Freude und von Trauer zum Festtag verwandelt hatte, dass sie diese feiern sollten als Tage des Festmahls und der Freude, an denen man sich gegenseitig Anteile zusendet und Geschenke an die Armen gibt.“ (Esther 9,20-22)

Dies bedeutet, man schnürt Pakete mit allerlei Leckereien für mindestens zwei Freunde und beschenkt darüber hinaus Arme aus dem Volk. Die Freude des Gebens steht demnach stets über dem ausgelassenen Feiern.

Und diese Freude wollen wir Ihnen, unseren treuen Lesern, schon heute weitergeben!

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Nachrichten in Kürze

In Jerusalem haben heute Holocausüberlebende ihre – verspätete – Bar Mitzwa an der Klagemauer gefeiert. Bürgermeister Nir Barkat kam persönlich zum feierlichen Anlaß.

Der Verhandlungschef der PLO, Saeb Erekat, hat in aller Deutlichkeit klargemacht, dass „die Palästinenser nicht an den Verhandlungstisch mit Israel treten werden, solange Israel nicht den Siedlungsbau vollständig aufgibt und alle palästinensischen Häftlinge freilässt“. Das sind Forderungen, die auch Israels neue Regierung nicht erfüllen kann. Wann es zu neuen Verhandlungen kommen kann, ist daher ungewiss.

Jerusalems Bevölkerung ist mehr als doppelt so fromm als die Israelis im Landesdurchschnitt: 37,6 % der Jerusalemer haben orthodoxe Parteien gewählt, im übrigen Israel wählten dagegen nur 14,1 % religiöse Parteien.

Zum dritten Mal haben ca. 200 Palästinenser an verschiedenen Orten auf israelischem Gebiet weiße Zelte aufgestellt, um eine Bebauung dieser Fläche durch Israel zu verhindern. Die israelische Polizei und das Militär versuchen, die nicht genehmigten Demonstrationen aufzulösen, werden von den Palästinensern jedoch mit Steinen und Flaschenbomben konfrontiert.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich auf der 49. Internationalen Sicherheitskonferenz in München mit dem amerikanischen Vize-Präsidenten Biden getroffen.

Die tot geglaubte jiddische Sprache ist im Aufwind. Ihre Tageszeitung „Forverts“ kann man nun auch in der ganzen Welt im Internet lesen. Einfach erklärt ist Jiddisch eine altdeutsche Sprache, die mit hebräischen Buchstaben geschrieben wird.

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