Der Antisemitismus in Ungarn macht weiter Schlagzeilen.

Der Antisemitismus in Ungarn macht weiter Schlagzeilen. Die ungarische Polizei verhaftete den Abgeordneten Balazs Lenhardt, nachdem er bei einer Anti-Israel Demonstration in Budapest eine israelische Flagge verbrannt hatte. Er wurde noch am selben Tag wieder freigelassen. Lenhardt ist unabhängiger Abgeordneter des ungarischen Parlaments, war jedoch vorher Mitglied der antisemitischenJobbik-Partei. Parteiangehörige hatten im Oktober vor einer Synagoge in Budapest eine israelische Flagge verbrannt und gefordert, alle diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen. DieJobbik-Partei hat 47 von 386 Sitzen imParlament und fordert unter anderem das Verbot israelischer Wieder Übergriffe in Malmö Nach einer Serie von antisemitischen Vorfällen in Malmö, Schweden, warnte Moshe Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), die jüdische Bevölkerung in Schweden befinde sich in ernsthafter Gefahr. Innerhalb weniger Tage kam es zu Angriffen auf zwei jüdische Frauen sowie auf einen 15‑jährigen jüdischen Jungen. Der Teenager wurde mit Steinen beworfen, die Angreifer salutierten unter „Heil Hitler“-Rufen. Zuvor waren zwei Mal innerhalb einer Woche die Hauseingangstüren jüdischer Bewohner mit Hakenkreuzen beschmiert worden. In eines der Häuser wurde eingebrochen, ein Computer sowie religiöse Gegenstände wurden gestohlen. Die Hausbesitzer kontaktierten mehrmals die Polizei, nachdem die Angreifer wiederholt zurückkamen. Den jetzigen Vorfällen war eine monatelange Serie von Übergriffen vorausgegangen, darunter der gegen eine Synagoge in Malmö, eine Attacke auf offener Straße gegen einen Rabbiner sowie mehrere weitere Attacken gegen die jüdische Gemeinde. „Solche Dinge passieren in Malmö die ganze Zeit, das ist nichts Neues“, so der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Fred Kahn. „Der Unterschied ist, dass die Leute solche Vorkommnisse heutzutage der Polizei melden, und das ist gut.“ „Die Situation für Juden in Malmö ist unerträglich geworden. Jede Woche hören wir von einem neuen Angriff“, so Kantor. „Die Angriffe auf Juden sollten in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Es gibt gezielte Versuche, Juden in bestimmten Gebieten, wenn nicht im ganzen Land, loszuwerden. Der EJC wird ein Treffen mit Schwedens Ministerpräsidenten beantragen, um dieses Thema sowie den Bedarf nach besserer polizeilicher Überwachung, Durchsetzung anti-rassistischer Gesetze und einer langfristigen Strategie im Umgang mit Angriffen auf die jüdische Gemeinde zu diskutieren, denn für Schwedens Juden ist ein kritischer Punkt erreicht.“  (lse) Mahnmal der Synagoge Goethestraße in Kiel Investitionen in Ungarn. Vor kurzem kam die Partei mit der Forderung in die Schlagzeilen, Juden müssten sich amtlich registrieren lassen, da sie ein „Sicherheitsrisiko“ für das Land darstellten (Israel Heuteberichtete in der Januar-Ausgabe 2013). Ein Volksbegehren in der ungarischen Stadt Gyömrő, außerhalb von Budapest, wurde kürzlich als ungültig erklärt. Eine Initiative der Jobbik-Partei, der drittgrößten Partei in Ungarn, hat dafür gesorgt, dass ein Park in Gyömrő nach dem Naziverbrecher Miklos Horthy benannt wurde. Die zahlreichen Unterschriften der verärgerten Bürger Gyömrős konnten nichts gegen die starke JobbikPartei ausrichten.  (se)

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