NAI – Nachrichten aus Israel – Dienstag, 29. Januar 2013

Nachrichten in Kürze

Im Bild: Der palästinensische Premierminister Salam Fayyad bei der Präsentation der allerersten Briefmarke mit dem Namen des palästinensischen Staates. Nach der Anerkennung durch die UNO als Beobachterstaat im November letzten Jahres drucken die Palästinenser nun Briefköpfe und Briefmarken mit der Bezeichnung „Staat Palästina“.

In der israelisch-arabischen Stadt Sachnin im Norden Israels ist ein Wissenschafts-, Umwelts- und Raumfahrtszentrum eingeweiht worden, das von arabischen als auch jüdischen Organisationen sowie der US-Botschaft und der amerikanischen Raumfahrtsbehörde NASA unterstützt wird. Einer der Gründer, Assaf Brimer, hat in der israelischen Luftwaffe als Kampfpilot gedient und möchte mit dem neuen Zentrum zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in der Region beitragen.

Die Zahl der Scheidungen in Israel ist im Jahr 2012 um 5 Prozent gestiegen, wie aus Unterlagen des rabbinischen Gerichts hervorgeht. Die meisten Scheidungen werden in Tel Aviv vollzogen, auch strikt religiöse Ortschaften haben eine relativ hohe Scheidungsrate, was die Annahme widerlegt, dass sich religiöse Ehepaare weniger oft trennen. Die niedrigste Rate hat die galiläische Stadt Afula.

Die arabische Zeitung “Al Quds Al-Arabi“ meldet, dass verschiedene arabische Staaten, darunter Jordanien und Katar, den Hamasführer Chaled Mashaal als neuen Präsidenten der PLO sehen wollen. So würde er die Osloer Verträge anerkennen und Israels Existenzrecht annehmen müssen. Der im Exil in Katar lebende Mashaal hat vor über einem Jahrzehnt seine jordanische Staatsbürgerschaft verloren und dann jahrelang in Damaskus gelebt. Ein Treffen zwischen ihm und dem jordanischen König Abdullah am gestrigen Montag weist darauf hin, dass hinter den Kulissen an einer Lösung gearbeitet wird, einen palästinensischen Staat in den 67er-Grenzen zu errichten.

Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt nach Angaben der israelischen Wasserbehörde -210,765 cm unter dem Meeresspiegel.

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Messianische Gemeinde: Gebäude abgebrannt

Anfang des Monats ist ein Gebäude der messianischen Gemeinde in Kiryat Gat von Unbekannten niedergebrannt worden. Die Gemeinde von Kiryat Gat ist Teil der messianischen Gemeinde Beit Hallel aus Aschdod. Pastor Israel Pochtar von Beit Hallel veröffentlichte folgende Nachricht als Antwort auf die offensichtliche Brandstiftung:

„Vor einigen Wochen wurde unsere Gemeinde in Kiryat Gat abgebrannt. Es ist die einzige Gemeinde der Stadt und sie hat eine große Vision für die Zukunft, sie hilft Menschen. Anscheinend war unser Einfluss in der Stadt ein Grund zur „Sorge“ für einige Leute und sie haben beschlossen, unserer Arbeit ein Ende zu setzen, indem sie das Gebäude in Brand gesteckt haben.

In einer Nacht nach dem Gottesdienst hat augenscheinlich jemand eine Brandbombe (Molotov Cocktail) durch ein Fenster geworfen. Brandstiftung ist ein kriminelles Vergehen und natürlich hat niemand die Verantwortung dafür übernommen. Der Besitzer des Gebäudes ist jedoch sehr gut in Kiryat Gat vernetzt und versucht nun herauszufinden, wer hinter diesem Angriff steckt. Es ist offensichtlich, dass der Angriff gegen uns aus religiösen Gründen stattfand.“

Es handelt sich hier um den einzigen Treffpunkt der Gemeinde von Kiryat Gat, deren Mitglieder jetzt keinen Ort für Gottesdienste mehr haben. Nicht nur das Gebäude wurde völlig beschädigt, auch die ganzen Musikinstrumente wurden zerstört. „Der Hausbesitzer ist ein guter Freund und er ist bereit, die Kosten für die Reparatur zu übernehmen. Aber auch wir müssen unseren Teil dafür aufbringen,“ erklärte Pochtar.

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„Israel und der Westen müssen aufhören, Diktatoren zu unterstützen“

Der ägyptische Blogger Maikel Sanad hat in seinem Land im Gefängnis gesessen, wegen „Beleidigung“ des Militärregimes. Kürzlich war er zu Gast in der Hebräischen Universität Jerusalem. In seiner Rede vor israelischen Studenten betonte er, Israel solle vorsichtig sein, Diktatoren zu helfen, denn wenn Revolutionen kommen, und sie kommen immer, werden sich die Leute an die erinnern, die bei ihrer Unterdrückung beteiligt waren.

„Wenn Diktatoren im Nahen Osten gestürzt werden, wählt das Volk jeden, der den Diktator nicht unterstützt hat,“ sagte Sanad. Der Besuch des Ägypters und seine Friedensmission wurde von UN Watch organisiert, einer Nichtregierungsorganisation, die sich für Menschenrechte und Frieden zwischen Israel und den Arabern einsetzt.

Israels Unterstützung für Mubarak machte für Sanad keinen Sinn, da Mubaraks Regime genauso gegen Israel und die Juden hetzte wie heute die Muslimbrüder. „Diktaturen brauchen Feindbilder, und Israel ist ein bequemer Feind,“ erklärte Sanad. „Es tut mir leid zu sagen, dass auch Mubarak die Ägypter mit Anti-Israel-Propaganda fütterte. Kinder lernten in der Schule, dass Israel kein Existenzrecht besitzt, und die staatlichen Medien hetzten unaufhörlich gegen das jüdische Land.“

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