Der lange Weg zum Lebensrecht

 

Abtreibung in USA

Der lange Weg zum Lebensrecht

Der lange Weg zum Lebensrecht

„Marsch für das Leben“: Zehntausende wollen Abtreibungen verhindern. Foto: PR

Washington (idea) – Zehntausende Abtreibungsgegner sind am 25. Januar beim „Marsch für das Leben“ in Washington auf die Straße gegangen. Doch der Weg zu ihrem Ziel – der Einschränkung des „Rechts auf Abtreibung“ – ist noch weit. Denn die Einstellung der Bevölkerung zum Schwangerschaftsabbruch hat sich kaum verändert. Anlass für den jährlichen „Marsch für das Leben“, an dem sich vor allem Katholiken und theologisch konservative Protestanten beteiligen, ist das vor 40 Jahren ergangene Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs, das die Abtreibung legalisierte. Seither sind in den USA rund 55 Millionen Kinder im Mutterleib getötet worden. Jedes Jahr lassen rund 1,2 Millionen Frauen Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Davon sind etwa die Hälfte 25 Jahre oder älter, 18 Prozent sind Teenager und der Rest 20 bis 24 Jahre alt. Etwa 60 Prozent haben bereits ein oder mehrere Kinder.

Fast zwei Drittel gegen Widerruf der Legalisierung

Die Demonstranten zogen vor das Oberste Gericht und forderten, das Grundsatzurteil zu widerrufen. Doch einer aktuellen Umfrage des Pew-Meinungsforschungsinstituts zufolge lehnen dies fast zwei Drittel der Bevölkerung (63 Prozent) ab. 29 Prozent sind dafür, und der Rest ist unentschieden. Diese Zahlen haben sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert, so das Institut. 62 Prozent der Bevölkerung kennen überhaupt die Bedeutung des Grundsatzurteils. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) halten die Problematik der Abtreibung für nicht so wichtig wie andere Themen; im Jahr 2006 waren es noch 32 Prozent. Der Anteil der Bürger, die Abtreibung als ein äußerst bedeutsames Thema betrachten, fiel im selben Zeitraum von 28 Prozent auf 18 Prozent.

Evangelikale am kritischsten zur Abtreibung

Am kritischsten gegenüber der Abtreibung eingestellt sind weiße Evangelikale: 54 Prozent möchten, dass das Grundsatzurteil widerrufen wird. Für die Beibehaltung sind 76 Prozent der weißen Protestanten aus theologisch liberalen Traditionskirchen, 65 Prozent der schwarzen Protestanten, 63 Prozent der weißen Katholiken und 82 Prozent der nicht religiös Gebundenen. 47 Prozent der Bevölkerung halten Abtreibung für moralisch falsch, 13 Prozent für akzeptabel, und 27 Prozent meinen, dass dies keine Frage von Moral sei. Der Rest äußerte keine Meinung.

Immer weniger Abtreibungskliniken

Als Erfolg werten Lebensrechtler, dass die Zahl der Abtreibungskliniken in den USA stark gesunken ist. Seit 1991 haben etwa 70 Prozent dieser Einrichtungen geschlossen. Vor 20 Jahren gab es in den USA noch fast 2.200 Abtreibungskliniken; heute sind es 660. Der Grund sind vor allem gesetzliche Einschränkungen in zahlreichen Bundesstaaten. Nur noch zwölf Prozent der Landkreise haben solche Einrichtungen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s