Kein Raum für Missbrauch

 

Kinderschutz-Kampagne der Bundesregierung:

Auch drei Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Bildungseinrichtungen bleibt der Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt eine große gesellschaftliche Herausforderung. Aufklärung und Prävention sind hier besonders wichtig.
Deshalb hat der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, heute die Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ gestartet.

Missbrauch ist kein Zufall

„Missbrauch findet nicht zufällig oder aus Versehen statt, Täter und Täterinnen handeln mit hoher krimineller Energie und ausgefeilten Strategien“, betonte Rörig. Ziel der Kampagne sei es, ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen zu schließen.

Eltern und alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit Kindern arbeiten, sollten durch die Kampagne ermutigt werden, das Thema in der Kita oder im Sportverein offen anzusprechen und Schutzkonzepte einzufordern.

Missbrauch finde insbesondere dort statt, wo darüber geschwiegen werde, so Rörig. „Schutzkonzepte schränken die Spielräume der Täter ein und müssen ein wichtiges Qualitätsmerkmal für alle Einrichtungen werden“, erklärte er.

Verantwortung der Gesellschaft

Das Scheitern der Zusammenarbeit der katholischen Kirche mit dem Kriminologischen Institut Niedersachsen (KFN) bezeichnete Rörig als „bedauerlich“. Er sehe die katholische Kirche jetzt in der Pflicht, das Forschungsvorhaben schnell fortzuführen.

Schon zum Start hat die Kampagne zahlreiche Unterstützer und Partner aus Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft gewonnen. So könne die Botschaft der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ überall bekannt gemacht werden, freute sich Rörig. Auch das Verantwortungsbewusstsein aller für die Thematik solle gestärkt werden.

Weißes X und Kampagnenspots

Das Symbol der Kampagne ist ein weißes X mit der Aufschrift „Kein Raum für Missbrauch“. Es soll, ähnlich der roten Aids-Schleife, das Thema Kindesmissbrauch in der Öffentlichkeit verankern. Ab sofort wird es auf Plakaten, Flyern, Ansteckern, Aufklebern im Öffentlichen Personennahverkehr oder im Einzelhandel auftauchen.

Ebenfalls Teil der Kampagne sind zwei TV-Spots, die von Regisseur Dani Levy gedreht wurden. Die Spots enthalten bewusst keine klischeehaften Bilder zum Missbrauch, sondern zeigen die zu schützenden Lebensräume von Kindern. Sie sollen im ZDF, in einigen dritten Programmen der ARD und in zahlreichen Privatsendern in den Werbeblocks laufen.

 

BPA

 

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