NAI – Nachrichten aus Israel Dienstag, 8. Januar 2013

Photostrecke: Wetterlage verursacht weiter Chaos

Die anhaltenden Regenfälle und das extrem stürmische Wetter haben in Israel weiteres Chaos sowie Schäden verursacht. In Tel Aviv musste die Hauptverkehrsader, der Ayalon-Highway, aufgrund der Überflutung gesperrt werden (siehe Bilderserie) – das erste Mal seit zehn Jahren. Das Wasser erreichte bei der HaShalom-Kreuzung einen Stand von 40 cm. Verstopfte Straßen und Staus waren die Folge. Die Stadtverwaltung gab bekannt, man plane gar die Evakuierung von Anwohnern der südlichen und nördlichen Bezirke, sollte es weitere Überschwemmungen geben.

In Modiin musste das Einkaufszentrum nach heftigem Wassereinbruch geschlossen werden. Besonders der Süden und das Zentrum Israels sind von Straßensperrungen und Überflutungen betroffen. Auf dem Hermon-Berg im Norden Israels toben regelrechte Schneestürme. Der Rest des Landes muss noch bis Donnerstag mit außergewöhnlichen Stürmen rechnen.

Die gute Nachricht: Der Wasserspiegel des See Genezareth ist in den letzten 24 Stunden um 25 cm angestiegen.

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Hamas verbietet israelische Medien im Gazastreifen – wohl was zu Verbergen???

Dass die Hamas im Gazastreifen Regimekritiker verfolgt und zuweilen auch foltert, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Jetzt hat die Terrororganisation israelische Medien aus dem Gazastreifen verbannt. Als Begründung wird aufgeführt, Palästinenser seien in negativer Art und Weise dargestellt worden.

Damit ist man nun außerhalb des Gazastreifens fast gänzlich auf Berichte ansässiger Palästinenser angewiesen. Mit Blick auf die Propaganda der Palästinenser (Stichwort: Pallywood) zeigt diese Überwachung der Medien in Gaza erneut das Kalkül der Machthabenden. Die Hamas hat desweiteren begonnen, ausländischen Reportern spezielle Einreisebewilligungen auszustellen.

Im Bild: Hamasführer im Exil, Khaled Meshaal (r.), mit dem Hamas-Premier im Gazastreifen, Ismail Hanijeh (l.) während einer Kundgebung in Gaza.

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Frauen verdienen 24% weniger als Männer

Israel – ein Land des Fortschritts, der Innovationen. Erst kürzlich wurde der Einsatz von so genannten Magermodels auf den Laufstegen verboten, dazu der Vertrieb und die Einfuhr von Produkten, die an Tieren getestet worden sind.

In Sachen Gleichberechtigung herrscht dagegen noch Aufholbedarf, wie eine neue Studie des jährlichen „Supervisor Reports“ zeigt. Zwischen Frauen und Männern herrsche demnach ein durchschnittlicher Einkommensunterschied von 23,9 Prozent. Die Gehälter der Frauen sind im öffentlichen Sektor also um einiges niedriger als die ihrer männlichen Kollegen.

Allerdings muss erwähnt werden, dass die Besteuerung in Israel Frauen bevorzugt behandelt, das Nettoeinkommen verkleinere den durchschnittlichen Unterschied demnach auf 15 Prozent.Der israelische Gehaltsbeauftragte des Finanzministeriums, Kobi Amsalem, gibt zu, dass es noch eine Menge zu verbessern gibt. Der Grund für die Diskrepanz sei nicht Gehaltsdiskrimination sondern der, dass Frauen einfach niedrigere Positionen Ämtern innehätten, in höheren Positionen seien nicht soviele Frauen vertreten. Dazu komme, dass aufgrund der Familiensituation eher Männer in der Lage seien, Überstunden zu leisten. Männer und Frauen, die die selbe Position bekleiden, bekämen auch die selbe Auszahlung, so Amsalem.

Mitglieder verschiedener Parteien appellieren nun an Premier Netanjahu, die Einkommenssituation für Frauen grundlegend zu verbessern.

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