Der Winter bedroht Millionen Menschen

 

Der Winter bedroht Millionen Menschen

Der Winter bedroht Millionen Menschen

Das christliche Hilfswerk Shelter Now verteilt Lebensmittel. Foto: PR

Kabul/Braunschweig (idea) – In Afghanistan ist das Leben von mehr als zwei Millionen Menschen durch Winterkälte, Krankheiten und Unterernährung gefährdet. Besonders bedroht sind Binnenflüchtlinge, die bei Temperaturen weiter unter dem Gefrierpunkt in notdürftig zusammengeflickten Zelten und Hütten hausen. Allein in der Hauptstadt Kabul fristen nach Angaben des christlichen Hilfswerks Shelter Now (Zuflucht Jetzt) rund 50.000 Menschen, die vor dem Terror der radikal islamischen Taliban geflohen sind, eine kümmerliche Existenz in Elendsvierteln. Selbst wer sich durch Gelegenheitsarbeiten etwas Geld verdienen könne, frage sich jeden Tag, ob es zum Überleben reiche. „Wenn wir von dem bisschen Geld Brot kaufen, erfrieren wir, und wenn wir Heizmaterial kaufen, verhungern wir“ – so drückten manche Familienväter ihr Dilemma aus. Im letzten Winter seien allein in Kabul Dutzende Kinder an den Folgen der Kälte gestorben.

Für 40 Euro kommt eine Familie über den Winter

Shelter Now, das seit 1988 in Afghanistan tätig ist, hat nach eigenen Angaben eilige Hilfsgesuche aus fünf Flüchtlingslagern erhalten. Um die Bitten um Nahrungsmittel erfüllen zu können, sei die Organisation auf zusätzliche Spenden angewiesen, so Udo Stolte (Braunschweig), deutscher Direktor der Hilfsorganisation. Shelter Now will auch Flüchtlingen in abgelegenen Gebieten helfen, in denen keine andere Organisation arbeitet. Auch in den vergangenen Wintern hat das Hilfswerk Lebensmittel verteilt, im letzten Jahr an rund 8.000 Menschen. Ausgeteilt werden Mehl, Zucker, Bohnen, Tee und Speiseöl. Für 40 Euro kann eine Familie „über den Winter“ gebracht werden.

 

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